Eine Flächenstadt mit verstreuten Gebäuden
Südliches Anhalt entstand 2010 aus dem freiwilligen Zusammenschluss von Gemeinden zwischen Köthen, Halle und Dessau-Roßlau. Heute leben gut 12.700 Menschen auf rund 192 Quadratkilometern, verteilt auf zahlreiche Dörfer und die beiden früheren Kleinstädte Gröbzig und Radegast. Gebäude, die Schutz brauchen, stehen deshalb nicht dicht an dicht, sondern einzeln in den Ortschaften: ein Amtsgebäude hier, eine Turnhalle dort, dazu Gewerbehallen und Höfe am Rand.
Für den Objektschutz heißt das: Wer ein Haus sichern will, muss wissen, wie lange die nächste Kontrolle dauert und wer im Ernstfall zuerst vor Ort ist. Deshalb beginnt jede Planung bei uns mit einer Liste der Objekte, ihrer Zugänge und der Stunden, in denen sie leer stehen.
Gebäude, bei denen Objektschutz eine Rolle spielt
Einige Adressen zeigen die Bandbreite in der Stadt:
- Verwaltungssitz an der Hauptstraße 31 in Weißandt-Gölzau sowie die Verwaltungsstellen in Gröbzig und Quellendorf, nach Dienstschluss mit Akten, Technik und Archivräumen
- Museum Synagoge Gröbzig: Synagoge, früheres Schulhaus, Gemeindehaus und jüdischer Friedhof als Denkmalensemble, seit November 2024 mit neuer Dauerausstellung
- Frühere Tabakfabrik in Glauzig, die seit 1990 leer steht
- Ehemaliger Standort der Spinndüsenfabrik in Gröbzig, die 2015 nach Halle umgezogen ist
- Dorfgemeinschaftshäuser wie in Hohnsdorf und das Freizeitzentrum in Radegast
Jedes dieser Häuser hat eigene Schwachstellen: Kellerfenster an alten Bauten, große Glasflächen an neueren, offene Höfe an Fabrikgeländen und Ausstellungsstücke, die sich nicht ersetzen lassen.
Leerstand: was ein leeres Gebäude verlangt
Leere Industriebauten ziehen Neugierige, Sammler von Altmetall und Sprayer an. Bei der Tabakfabrik in Glauzig musste der höchste Turm wegen Einsturzgefahr gesprengt werden; an solchen Orten ist das Betreten nicht nur verboten, sondern gefährlich. Wir prüfen bei jeder Kontrolle Zaun, Tore und Bauzaunfelder, schauen nach frischen Spuren an Türen und Fenstern und melden geöffnete Zugänge sofort an den Eigentümer.
Bei einem geplanten Verkauf oder Abriss lässt sich die Kontrolldichte anpassen: wenige Runden pro Woche, solange das Gelände ruhig bleibt, und mehr Anfahrten, wenn Schäden auftreten oder Kaufinteressenten kommen.
Kulturgut und öffentliche Gebäude
Ein Museum mit Dauerausstellung braucht mehr als einen abgeschlossenen Eingang. Wir gehen mit der Museumsleitung durch, welche Räume Vitrinen, Archivgut oder Leihgaben enthalten, wann Gruppen kommen und wo Fluchtwege liegen. Danach legen wir fest, ob eine Schließrunde am Abend reicht oder ob zu bestimmten Anlässen, etwa bei Kulturtagen oder Abendveranstaltungen, eine Kraft im Haus bleibt.
Für kommunale Häuser übernehmen wir Öffnen und Schließen zu festen Zeiten, die Kontrolle nach Veranstaltungen und die Nachschau nach einem Alarm. Schlüssel nehmen wir gegen Quittung entgegen, jede Ausgabe und Rückgabe steht im Bericht.
Einsatz vorhabenbezogen, Abstimmung direkt
Unsere Kernregion liegt im Norden, ein Büro in Sachsen-Anhalt haben wir nicht. Aufträge in Südliches Anhalt nehmen wir an, wenn wir Anreise, Unterkunft und Vertretung vorher sauber planen können. Sie bekommen eine feste Ansprechperson und eine Dienstanweisung, die Sie vor dem Start lesen und ändern können. Wir sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Unser Personal hat die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Haben Sie weitere Gebäude in Köthen oder Bitterfeld-Wolfen, planen wir sie in dieselbe Tour ein. Mehr zur Stadt steht auf der Seite Sicherheitsdienst Südliches Anhalt.
Wovon die Kosten abhängen
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine einzelne Schließrunde pro Abend über mehrere Häuser bleibt deutlich günstiger als ein fester Posten. Teurer wird es, wenn Kräfte über Nacht in einem Gebäude bleiben, am Wochenende oder an Feiertagen Dienst tun oder für Kulturgut zusätzlich eingewiesen werden müssen.
Im Angebot sehen Sie, wie viele Anfahrten auf jedes Objekt entfallen. So können Sie selbst abwägen, ob das leere Fabrikgelände dreimal pro Woche oder jede Nacht kontrolliert werden soll. Für Kommunen erstellen wir das Angebot so, dass es sich einzelnen Haushaltsstellen zuordnen lässt.


