Ein Ortsteil mit klaren Rändern
Spree, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal, Westhafenkanal und Charlottenburger Verbindungskanal umschließen Moabit fast vollständig. Nur ein kleiner Teil der Grenze verläuft über Land, und 26 Brücken für Straße, Bahn und Fußgänger verbinden den Ortsteil mit seinen Nachbarn. Auf gut 7,7 Quadratkilometern leben rund 85.000 Menschen, also sehr dicht.
Für einen Revierdienst ist diese Lage praktisch und tückisch zugleich. Die Wege innerhalb der Insel sind kurz, eine Runde kann viele Objekte nacheinander anfahren. Gleichzeitig bündeln sich Verkehr und Wartezeiten an den Brücken, und ein gesperrter Übergang verlängert die Fahrt spürbar. Wir planen Runden deshalb so, dass sie möglichst innerhalb des Ortsteils bleiben.
Kieze und Lagen, die eine Runde verbindet
Jeder Teil von Moabit hat eigene Objekte und eigene Zeiten. Typische Bereiche für Kontrollrunden sind:
- Stephankiez rund um den Stephanplatz, ein Gründerzeitviertel mit weitgehend erhaltenen Wohnhäusern und Hinterhöfen
- Beusselkiez zwischen Beusselstraße, Ringbahn und Großmarkt mit Wohnhäusern und Gewerbe dicht nebeneinander
- Westfälisches Viertel zwischen Stromstraße, Alt-Moabit, Gotzkowskystraße und Spree
- Lehrter-Straßen-Kiez mit Wohnanlagen in früheren Kasernen, Hotels und dem Poststadion
- Huttenkiez jenseits des Industriegebiets mit Gewerbehöfen an Huttenstraße und Wiebestraße
- Turmstraße als Geschäftsstraße mit Läden, Praxen und Verwaltung
Die Nacht verläuft in diesen Lagen unterschiedlich. Im Beusselkiez beginnt der Lieferverkehr zum Großmarkt, der rund um die Uhr geöffnet hat, oft schon vor Sonnenaufgang, sodass eine Kontrolle gegen drei Uhr auf belebte Straßen trifft. Im Stephankiez dagegen ist es nach Mitternacht still, hier fallen offene Haustüren oder Bewegung in Hinterhöfen eher auf. An der Turmstraße schließen Geschäfte am Abend, und wer dort einen Laden führt, will wissen, ob Rolltor und Hintertür über Nacht zu bleiben. Diese Unterschiede berücksichtigen wir, wenn wir festlegen, welches Objekt zu welcher Zeit in der Runde liegt.
Was bei einem Halt passiert
Was bei einer Kontrolle geprüft wird, legen wir für jedes Objekt fest. In Wohnanlagen sind das meist Haustüren, Kellerzugänge, die Tore von Tiefgaragen, Müllräume und die Beleuchtung im Hof. Bei Läden und Praxen an Turmstraße oder Alt-Moabit prüfen wir Schaufenster, Rolltore und Hintereingänge, bei Gewerbehöfen Zufahrten, Rampen und Hallentore.
Jeder Halt steht mit Uhrzeit im Bericht. Ist etwas auffällig, etwa eine aufgebrochene Kellertür oder ein offenes Fenster, beschreiben wir es und fügen auf Wunsch ein Foto bei. Dringendes geben wir sofort telefonisch an Hausverwaltung oder Eigentümer weiter.
Schließdienste gehören oft dazu: Gemeinschaftsräume abends verschließen, Tore morgens öffnen, Beleuchtung nach Plan schalten. Das sprechen wir einmal mit Ihnen ab und halten es in der Dienstanweisung fest.
Alarm, Zeitpunkt und Abwechslung
Feste Uhrzeiten machen eine Streife berechenbar. Wir verändern deshalb die Reihenfolge der Halte und die Zeiten innerhalb des vereinbarten Rahmens. Bei Objekten mit besonderem Risiko, etwa leerstehenden Ladenflächen, planen wir mehrere Anfahrten pro Nacht.
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns zur Alarmverfolgung verständigen. Wir fahren dann an, prüfen das Objekt von außen und, wenn Schlüssel vereinbart sind, auch von innen, und informieren Sie und bei Bedarf die Polizei. Wie lange die Anfahrt dauert, hängt von Uhrzeit, Verkehr und laufender Runde ab; eine feste Frist sagen wir nicht zu. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Wer die Runden fährt
Die Runden für Moabit planen wir aus unserer Zweigniederlassung Berlin an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Im Ortsteil selbst haben wir kein Büro.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft und vor dem ersten Einsatz in Ihr Objekt eingewiesen. Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Haben Sie Objekte auch im benachbarten Charlottenburg, lassen sie sich in dieselbe Runde aufnehmen. Den Rahmen für ganz Berlin beschreibt die Seite Revierdienst Berlin.
Kosten einer Streife in Moabit
Für den Revierdienst rechnen wir nach Einsatzzeit, mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil sich mehrere Objekte eine Runde teilen, entfällt auf Ihr Objekt nur der Anteil, den die Kontrolle dort tatsächlich dauert, zuzüglich eines Anteils an der Fahrt.
Die Zahl der Anfahrten pro Nacht, Wochenend- und Feiertagszeiten sowie Zusatzaufgaben wie Schließdienst oder Alarmverfolgung bestimmen, wo Sie innerhalb dieser Spanne liegen. Nach einer kurzen Besichtigung erhalten Sie einen festen Vorschlag mit Häufigkeit und Leistungsumfang.


