Weite Wege in einer flächengroßen Stadt
Mit knapp 230 Quadratkilometern ist Brandenburg an der Havel die flächengrößte kreisfreie Stadt des Landes. Zwischen der Dominsel und dem Ortsteil Mahlenzien hinter Kirchmöser liegen Seen, Wälder und Felder. Für eine Revierstreife bedeutet das: Nicht jede Kombination von Objekten ist in einer Nacht sinnvoll, und die Runde muss so geschnitten sein, dass die Fahrzeit die Kontrollzeit nicht auffrisst.
Gleichzeitig macht genau diese Weite den Revierdienst wirtschaftlich. Ein durchgehender Posten an einem Lager in Schmerzke lohnt sich selten, mehrere unangekündigte Kontrollen pro Nacht dagegen oft. Wer seine Objekte auf eine Runde legt, teilt sich die Anfahrt mit anderen Auftraggebern in derselben Gegend.
Acht Stadtteile, drei Gruppen von Runden
Die Stadt gliedert sich in Altstadt, Neustadt, Dom, Görden, Nord, Hohenstücken, Plaue und Kirchmöser. Daraus ergeben sich typische Runden:
- Innenstadt: Geschäfte, Praxen und Büros in Alt- und Neustadt, Kirchen und Museen auf der Dominsel, Parkhäuser und Hinterhöfe
- Norden: Wohnanlagen und Gewerbe in Görden, Nord und Hohenstücken, das Industriegebiet an der B 102 und leerstehende Bauten wie die Marktpassagen
- Westen und Süden: Hallen am Neuendorfer Sand, Betriebe in Plaue und Kirchmöser, das Gewerbegebiet Schmerzke an der Ortsumfahrung der B 102
Die Bundesstraßen 1 und 102 kreuzen sich mitten in der Stadt und verbinden diese Bereiche. Baustellen an Potsdamer Straße, Zanderstraße und an der B 1 bei Wust verändern die Fahrwege zeitweise; wir passen die Reihenfolge der Kontrollen daran an.
Was bei einer Kontrolle passiert
Unsere Streife kommt zu Zeiten, die sich von Nacht zu Nacht ändern, damit kein Muster entsteht. Am Objekt prüft sie, was Sie vorgeben:
- Türen, Tore, Fenster und Rolltore auf Verschluss
- Beleuchtung, Zäune und Zufahrten auf Beschädigung
- Innenrundgang, wenn Sie uns Zugang einräumen
- Auf- und Verschlussdienst morgens und abends
- Einsatz nach Alarm: Anfahrt, Außenprüfung, Rücksprache mit Ihnen oder der Polizei
Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht. Fällt etwas auf, etwa ein offenes Fenster oder Spuren an einer Tür, melden wir es sofort an die Person, die Sie dafür benannt haben.
Alarmverfolgung mit Ihrer Technik
Viele Objekte in der Stadt sind bereits an eine Alarmempfangsstelle angeschlossen, oft über den Errichter der Anlage. Wir arbeiten mit dieser Stelle zusammen: Sie meldet uns den Alarm, unsere Streife fährt hin und prüft das Objekt von außen und, wenn vereinbart, von innen. Erst danach entscheidet sich, ob Polizei, Feuerwehr oder Ihre Rufbereitschaft gebraucht werden. So bleibt ein Fehlalarm ein Fehlalarm, und ein echter Einbruch wird schnell weitergegeben.
Wie die Schlüsselübergabe für Innenkontrollen geregelt wird, vereinbaren wir mit Ihnen schriftlich. Einen Überblick über die Leistung finden Sie unter Revier- und Interventionsdienste.
Aus der Kernregion Nord geplant
Die Havelstadt zählt zu unserer Kernregion Nord. Wir unterhalten dort kein eigenes Büro; geplant wird aus dem Personalstamm, die nächste Niederlassung ist unsere Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Informationen bieten Revierdienst in Brandenburg und Sicherheitsdienst Brandenburg an der Havel; Objekte in Richtung Potsdam lassen sich mit Werder (Havel) verbinden.
Was eine Revierrunde kostet
Auch beim Revierdienst gilt unser Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, nur wird er anders umgelegt: Sie zahlen nicht für eine ganze Schicht, sondern für die Kontrollen an Ihrem Objekt und Ihren Anteil an der Fahrt. Wie oft wir kommen, ob Innenrundgänge dazugehören, wie viel davon nachts und am Wochenende liegt und wie weit Ihr Objekt von anderen auf der Runde entfernt ist, bestimmt den Betrag. Alarmfahrten rechnen wir einzeln ab, so dass Sie jederzeit sehen, wofür gezahlt wird.


