Alte Bausubstanz und offene Flamme
Kaum eine Stadt in Brandenburg hat so viel mittelalterliche Bausubstanz wie die Havelstadt. Der Dom St. Peter und Paul auf der Dominsel wurde 1165 begonnen und gilt als erste Kirche der Mark, die ganz aus unverputztem Backstein errichtet wurde. Dazu kommen St. Gotthardt, St. Katharinen, das Paulikloster, das gotische Altstädtische Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und vier erhaltene mittelalterliche Tortürme.
Wer an solchen Gebäuden Dächer abdichtet, Rinnen lötet oder Metall trennt, arbeitet neben trockenem Holz, alten Dachstühlen und Staub in Hohlräumen. Ein Funke kann sich dort lange unbemerkt halten. Deshalb verlangen Erlaubnisscheine für Heißarbeiten oft eine Brandwache während der Arbeiten und eine Nachkontrolle über mehrere Stunden.
Was die Baugeschichte zeigt
Wie verletzlich Kirchen sind, zeigt St. Gotthardt in der Altstadt: Am 5. Mai 1972 zerstörte ein Feuer Innenraum und Orgel, erst ab 1976 wurde das Innere umfassend erneuert und 1986 eine neue Orgel geweiht. Auch das Theater der Stadt hat eine lange Geschichte mit Brand und Neubau; 1824 beschädigte ein Feuer das erste Stadttheater, das erst nach anderthalb Jahren wieder öffnete.
Heute spielt das Brandenburger Theater im CulturCongressCentrum an der Grabenstraße. Bei Umbauten an Bühnentechnik oder Lüftung fallen dort ebenso Heißarbeiten an wie im Industriemuseum, das den letzten erhaltenen Siemens-Martin-Ofen Westeuropas bewahrt.
Industrie mit Heißarbeiten
Neben der Denkmalpflege gibt es in der Stadt Betriebe, in denen Schweiß- und Schneidarbeiten zum Alltag gehören und bei Revisionen gebündelt anfallen:
- Brandenburger Elektrostahlwerk am Quenzsee, das aus Schrott Baustahl erzeugt
- Feuerverzinkerei, Weichenwerk und Leitplankenwerk in Kirchmöser
- Metallverarbeitung und Maschinenbau im Industriegebiet Hohenstücken
- Metallbaubetriebe am Neuendorfer Sand
- Brückenbaustellen an Potsdamer Straße und Altstadtbahnhof
Bei Stillständen arbeiten oft mehrere Fremdfirmen gleichzeitig mit Brenner und Trennscheibe. Eine Brandwache achtet dann darauf, dass Abdeckungen liegen, brennbares Material entfernt ist und nach Arbeitsende niemand den Bereich verlässt, bevor die Nachkontrolle abgeschlossen ist.
Auf Brückenbaustellen kommt ein weiterer Punkt hinzu: Geschweißt wird dort oft unter Schalungen aus Holz, neben Folien und Dämmstoffen oder über Bewuchs am Ufer. Eine Brandwache prüft nach dem Ende der Arbeiten auch Stellen, an die herabfallende Schweißperlen gelangt sein können, also Gerüstbeläge, Böschungen und abgestelltes Material unter dem Arbeitsplatz.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Bei Veranstaltungen in Hallen, auf Bühnen und in Kirchen können Behörde oder Betreiber verlangen, dass Personal Fluchtwege freihält und auf Brandgefahren achtet, etwa bei Pyrotechnik, Kerzen oder provisorischer Elektrik. In der Stadt betrifft das unter anderem den Stahlpalast am Quenz, das Theater an der Grabenstraße und Konzerte im Dom. Unsere Kräfte übernehmen diese Aufgabe ergänzend zur Feuerwehr, nicht an ihrer Stelle; ob eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorgeschrieben ist, entscheidet die zuständige Behörde.
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn werden unsere Kräfte vor Ort eingewiesen: Lage der Feuerlöscher, die Sie bereitstellen, Fluchtwege, Meldewege, Telefonnummern. Während der Arbeiten beobachten sie den Arbeitsbereich und angrenzende Räume, auch Zwischendecken und Hohlräume, soweit zugänglich. Nach dem Ende der Heißarbeiten folgt die Nachkontrolle in der Dauer, die Ihr Erlaubnisschein vorgibt. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit festgehalten.
Die Havelstadt gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Personalstamm und unserer Zweigniederlassung in Berlin, ein Büro in der Stadt haben wir nicht. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Brandenburg und Allgemeines zur Stadt unter Sicherheitsdienst Brandenburg an der Havel.
Womit Sie bei einer Brandwache rechnen
Für Brandwachen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Typisch sind kurze Einsätze mit genau festgelegter Nachkontrolle, die oft in den Abend oder die Nacht fällt, weil Heißarbeiten erst nach Betriebsschluss erlaubt sind. Nachtanteil, Wochenendarbeit bei Stillständen und die Mindestdauer eines Einsatzes bestimmen, wo der Preis liegt. Bei Revisionen über mehrere Tage planen wir feste Kräfte, die Gelände und Abläufe schon kennen.


