Eine Großstadt, die sich lang am Rhein entlangzieht
Duisburg hat rund 500.800 Einwohner auf knapp 233 Quadratkilometern, verteilt auf sieben Stadtbezirke und 46 Stadtteile. Die Stadt erstreckt sich weit von Nord nach Süd, und der Rhein teilt sie: Rheinhausen sowie Homberg, Ruhrort und Baerl liegen ganz oder teilweise links des Stroms, Walsum, Hamborn, Meiderich/Beeck, Mitte und Süd rechts davon.
Für einen Revierdienst ist diese Gestalt wichtiger als die Einwohnerzahl. Eine Runde, die Objekte in Rheinhausen und in Hamborn verbindet, muss über eine der Rheinbrücken, und die sind zu Spitzenzeiten oder während Bauarbeiten Engstellen. Wer seine Objekte nach Rheinseite und Bezirk bündelt, bekommt mehr Kontrollen in derselben Zeit.
Die Bezirke und was dort typisch zu kontrollieren ist
Jeder Bezirk bringt seine eigene Mischung aus Gewerbe, Handel und Wohnen mit:
- Mitte mit rund 111.000 Einwohnern: Läden und Büros zwischen Königstraße, Hauptbahnhof und Innenhafen
- Rheinhausen: das Logistikgelände logport I mit rund 50 Unternehmen auf dem früheren Krupp-Gelände
- Homberg/Ruhrort/Baerl: Hafenbetriebe in Ruhrort, Wohngebiete und Gewerbe in Homberg
- Meiderich/Beeck und Hamborn: Werkstätten, Handwerk und Handel im Umfeld der Hüttenwerke
- Duisburg-Süd, mit knapp 50 Quadratkilometern der flächengrößte Bezirk, mit Wedau, Huckingen und Hüttenheim
- Walsum im Norden mit Süd- und Nordhafen und dem Logistikgelände logport VI auf einer früheren Papierfabrik
Typische Objekte einer Runde sind Ladenlokale nach Geschäftsschluss, Hallen von Handwerksbetrieben, Bürohäuser mit Tiefgarage, leerstehende Gebäude und Wohnanlagen, in denen Müllplätze, Kellerzugänge und Tiefgaragentore regelmäßig geprüft werden sollen.
Wege planen: Brücken, Autobahnen und Baustellen
Die Nord-Süd-Achse der Stadt ist die A 59. Ihre Berliner Brücke über Hafen, Rhein-Herne-Kanal und Ruhr trägt täglich gut 92.000 Fahrzeuge, seit Oktober 2024 ist sie für Schwertransporte über 48 Tonnen gesperrt, und seit Mai 2026 wird daneben der Ersatzbau errichtet. Über den Rhein führen die A 40 mit der Rheinbrücke Neuenkamp, die gerade neu entsteht, und die Friedrich-Ebert-Brücke zwischen Ruhrort und Homberg, deren heutiger Bau seit 1954 befahren wird. Dazu kommen A 3, A 42 und das Kreuz Kaiserberg im Osten.
Für den Revierdienst heißt das: Wir legen die Reihenfolge der Objekte so fest, dass Brückenquerungen möglichst selten nötig sind, und ändern die Tour, wenn eine Baustelle die Fahrzeit verlängert. Die Zeiten bleiben trotzdem unregelmäßig, damit niemand aus Beobachtung ablesen kann, wann die nächste Kontrolle kommt.
Was bei jeder Kontrolle geschieht
Bei der Ankunft prüfen unsere Kräfte Türen, Tore und Fenster, gehen um das Gebäude, schauen nach Beschädigungen, offenen Zugängen und Spuren von Einbruchsversuchen und kontrollieren die Außenbeleuchtung. Auf Wunsch schließen sie abends ab und morgens auf, schalten Licht oder Anlagen nach Ihrer Anweisung und nehmen Lieferungen an, die außerhalb der Geschäftszeit eintreffen.
Jeder Besuch wird mit Uhrzeit und Befund im Bericht festgehalten, Auffälligkeiten mit Foto. Ist Ihre Alarmanlage bei einer Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns bei einem Alarm verständigen; wir fahren dann zum Objekt, prüfen die Lage von außen und innen und verständigen bei Bedarf die Polizei und Sie. Mehr zum Leistungsumfang finden Sie unter Revier- und Interventionsdienste.
Vorhabenbezogen: ab wann sich eine Runde trägt
Duisburg liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, eine Niederlassung in Nordrhein-Westfalen unterhalten wir nicht. Ein Revierdienst lohnt sich für uns und für Sie deshalb erst, wenn genug Objekte zusammenkommen, um eine Kraft oder ein Fahrzeug über die Nacht sinnvoll auszulasten. Das prüfen wir offen, bevor wir ein Angebot schreiben. Passt es nicht, sagen wir das.
Kommt eine Runde zustande, fahren feste Kräfte, die Ihre Objekte, Schlüssel und Ansprechpartner kennen. Alle sind nach § 34a GewO unterrichtet, wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Objekte in Nachbarstädten wie Mülheim an der Ruhr oder Moers können in dieselbe Runde aufgenommen werden, wenn die Wege passen.
Kosten nach Zahl der Kontrollen
Beim Revierdienst zählt nicht die Wache, sondern die Zahl der Anfahrten. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde, umgelegt auf die Kontrollen Ihrer Objekte. Je dichter die Objekte beieinanderliegen und je mehr Auftraggeber sich eine Runde teilen, desto weniger Fahrzeit fällt auf jedes einzelne. Nachtanteil, Wochenendkontrollen und Alarmeinsätze außerhalb der Runde werden gesondert ausgewiesen. Den Überblick für das Land gibt Revierdienst in Nordrhein-Westfalen.


