Warum Revierdienst in Nordrhein-Westfalen eine Frage der Tourendichte ist
Ein Revierdienst lebt davon, dass mehrere Objekte in einer Nacht von einem Fahrzeug angefahren werden. Je dichter die Kunden beieinanderliegen, desto öfter kann eine Streife vorbeikommen und desto schneller ist sie bei einem Alarm vor Ort. Nordrhein-Westfalen bietet dafür im Ballungsraum an Rhein und Ruhr ideale Voraussetzungen: Gewerbegebiete, Häfen, Autohäuser, Lagerhallen und Bürostandorte liegen oft nur wenige Kilometer auseinander.
Gleichzeitig ist der Revierdienst für uns in Nordrhein-Westfalen die anspruchsvollste Leistung, denn eine Tour braucht eine gewisse Zahl an Objekten, um wirtschaftlich zu sein, und eine feste Basis für Fahrzeug und Personal. Deshalb prüfen wir besonders genau, bevor wir zusagen – und sagen Ihnen offen, wenn ein einzelnes Objekt weit abseits besser mit einem anderen Modell geschützt wird.
Gewerbe- und Hafenflächen, auf denen Streifen typisch sind
Die folgenden Orte stehen beispielhaft für Flächen in Nordrhein-Westfalen, auf denen nächtliche Kontrollfahrten und Alarmverfolgung üblich sind. Sie sind keine Kunden von uns.
- Dortmunder Hafen am Dortmund-Ems-Kanal, der als größter Kanalhafen Europas gilt
- Logistikregion rund um das Kamener Kreuz mit Hallen in Unna, Kamen und Bönen
- Rheinhafen Krefeld mit Umschlag, Lagern und Gewerbebetrieben
- Stadthafen Münster am Dortmund-Ems-Kanal mit Gewerbe, Büros und Gastronomie im Kreativkai
- Gewerbegebiete in Bielefeld-Sennestadt mit zahlreichen Industrie- und Handelsbetrieben
- Hafen Hamm am Datteln-Hamm-Kanal mit Lager- und Umschlagflächen
- Logistik- und Gewerbeflächen rund um den Flughafen Köln/Bonn in Porz
- Häfen im Kreis Wesel und am Niederrhein mit Umschlag zwischen Schiff, Bahn und Lkw
Kontrollfahrten in Dortmund, Hamm oder Krefeld lassen sich gut bündeln, wenn mehrere Objekte in einem Gebiet zusammenkommen.
Ballungsraum und ländliche Kreise: unterschiedliche Taktungen
Zwischen Duisburg und Dortmund, zwischen Köln und Düsseldorf liegen Gewerbegebiete so dicht, dass mehrere Kontrollen pro Nacht und kurze Interventionszeiten möglich sind, sofern genügend Objekte in einer Tour zusammenkommen. Hier ist auch der Schließdienst gut planbar: abends Türen und Tore schließen, morgens wieder öffnen, damit die Belegschaft pünktlich beginnen kann.
Im Münsterland, in Ostwestfalen-Lippe, im Sauerland und in der Eifel sind die Abstände größer. Eine Streife braucht dort deutlich mehr Fahrzeit, und die Zahl der Kontrollen pro Nacht sinkt. Für einzelne Objekte in diesen Regionen kann eine Kombination aus Videotechnik und Alarmverfolgung oder ein zeitlich begrenzter fester Posten sinnvoller sein. Wir rechnen beide Wege durch und empfehlen den, der zuverlässig funktioniert.
Wie wir eine Tour in Nordrhein-Westfalen aufsetzen
Weil wir in Nordrhein-Westfalen kein Büro haben, beginnt jede Anfrage mit einer Machbarkeitsprüfung: Wo liegen die Objekte, wie viele Kontrollen sind gewünscht, welche Zeitfenster sind wichtig, und lässt sich daraus eine Tour mit verlässlicher Besetzung bilden? Erst wenn das klar ist, machen wir ein Angebot.
Bei einer Zusage erhalten Sie einen festen Ansprechpartner, eine Objektmappe mit Kontrollpunkten und Schlüsselregelung und eine Absprache, wie Alarme aus Ihrer Einbruchmeldeanlage weitergeleitet werden. Jede Kontrolle wird mit Zeitpunkt und Befund dokumentiert, Auffälligkeiten melden wir sofort. So sehen Sie auch aus der Ferne, wann die Streife da war.
- Prüfung von Lage, Tourendichte und gewünschter Taktung
- Objektmappe mit Kontrollpunkten und Zufahrten
- sichere Schlüsselverwahrung mit Ausgabeprotokoll
- Alarmweiterleitung und Absprache zur Polizei
- Kontrollnachweis je Anfahrt
Personal, Fahrzeuge und Regeln
Im Revierdienst ist die Einsatzkraft oft allein unterwegs. Wir setzen dafür Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a der Gewerbeordnung ein, das Erfahrung mit Alarmverfolgung hat und weiß, wann es auf die Polizei wartet, statt selbst ein Gebäude zu betreten. Alleinarbeit wird durch Meldeintervalle abgesichert.
Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Für jede Tour gelten schriftliche Anweisungen zu Kontrollumfang, Schlüsselumgang und Meldewegen, die wir mit Ihnen abstimmen.
Was bei einer Kontrolle konkret geschieht
Bei jeder Anfahrt prüft die Streife zuerst die Außenhaut: Tore, Zäune, Rolltore, Fenster und Kellerzugänge. Sie achtet auf aufgebrochene Schlösser, eingeschlagene Scheiben, abgestellte fremde Fahrzeuge und Lichter, die nicht brennen sollten. Ist ein Innenrundgang vereinbart, schließt sie das Gebäude auf, kontrolliert Hallen, Büros und Technikräume, prüft Heizung, Wasser und offene Fenster und verschließt danach alles wieder.
Bei einem Alarm fährt die Streife das Objekt gezielt an, verschafft sich von außen einen Überblick und informiert bei Anzeichen eines Einbruchs sofort die Polizei, bevor sie das Gebäude betritt. Fehlalarme, etwa durch Tiere oder offene Fenster, werden behoben und dokumentiert, damit Sie Ursachen dauerhaft abstellen können. Auch Kleinigkeiten wie defekte Außenbeleuchtung oder ein beschädigter Zaun gehen als Hinweis an Sie.
Preisrahmen für Revierdienst
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Revierdienst wird meist nicht nach Stunden eines festen Postens, sondern nach Anzahl und Dauer der Kontrollen abgerechnet, die sich aus diesem Richtwert ableiten. Den Ausschlag geben Fahrzeit zwischen den Objekten, Zahl der Kontrollen pro Nacht, Wochenend- und Feiertagsdienste sowie der Umfang des Schließdienstes.
Je mehr Objekte in einem Gebiet zusammenkommen, desto günstiger wird die einzelne Kontrolle. Wenn Sie mehrere Standorte in Nordrhein-Westfalen haben, lohnt es sich, sie gemeinsam anzufragen.
Üblich ist eine monatliche Abrechnung nach tatsächlich gefahrenen Kontrollen und Alarmeinsätzen. Zusätzliche Anfahrten, etwa nach einem Sturm oder während Betriebsferien, vereinbaren wir auf Zuruf. So zahlen Sie für die Leistung, die auch erbracht wurde, und sehen im Kontrollnachweis jede einzelne Anfahrt mit Uhrzeit.


