Warum sich Hamburg-Nord für Revierfahrten eignet
Der Bezirk reicht von Hohenfelde und Uhlenhorst an der Außenalster bis nach Langenhorn an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Dazwischen liegen dreizehn Stadtteile mit sehr unterschiedlicher Nutzung: Wohnviertel mit Gründerzeitbebauung, Geschäftsstraßen, Büroquartiere, Klinikgelände und Gewerbeflächen am Flughafen. Viele dieser Objekte sind tagsüber belebt und nachts weitgehend leer.
Genau hier setzt der Revierdienst an. Statt einen Posten acht oder zwölf Stunden an einem Ort zu binden, fährt eine Streife mehrere Objekte hintereinander an. Weil die Wege im Bezirk kurz sind, lassen sich in einer Nacht mehrere Kontrollen je Adresse unterbringen – zu Zeiten, die sich nicht vorhersagen lassen.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Wirkung nach außen. Wer ein Gebäude ausspäht, sieht ein Streifenfahrzeug zu wechselnden Zeiten vorfahren und kann nicht abschätzen, wann es wiederkommt. Gerade für Läden an Geschäftsstraßen wie der Fuhlsbüttler Straße, für Praxen in Eppendorf oder für Büros mit Glasfronten in der City Nord ist diese Unberechenbarkeit oft der beste Schutz vor nächtlichen Besuchen.
Zwei typische Runden durch den Bezirk
Wie ein Revier geschnitten wird, hängt von Ihren Adressen ab. Zwei Beispiele zeigen, wie sich der Bezirk sinnvoll aufteilen lässt:
- Nordschleife: Überseering in der City Nord, Sengelmannstraße, Alsterkrugchaussee, Fuhlsbüttel, Langenhorner Chaussee bis zum Krohnstieg und zurück über das Gewerbe am Lademannbogen
- Südschleife: Mundsburg mit Hamburger Meile, Hamburger Straße, Bramfelder Straße, Fuhlsbüttler Straße, Barmbek-Nord und über Winterhude zurück an die Alster
- Ergänzend: Wohnquartiere wie Unter den Linden und Oxpark auf dem früheren Klinikgelände in Langenhorn oder die Alster-City in Barmbek-Süd
- Einzelanfahrten zu Praxen, Läden und Büros in Eppendorf und Hoheluft-Ost
Was bei jeder Anfahrt passiert
Die Streife prüft Türen, Fenster, Rolltore und Zaunlinien, kontrolliert Beleuchtung und Anzeigen der Technik und geht – wenn vereinbart – durch das Gebäude. Gefundene Mängel werden sofort behoben, soweit das möglich ist: ein offenes Fenster wird geschlossen, ein Tor verriegelt, eine falsch eingestellte Zeitschaltung gemeldet.
Zusätzlich übernehmen wir Schließdienste. Morgens wird für Reinigung oder Handwerker aufgeschlossen, abends nach Ladenschluss verschlossen und scharf geschaltet. In Bürohäusern mit mehreren Mietern verhindert das, dass eine Tür offenbleibt, weil sich niemand zuständig fühlt.
Jede Anfahrt wird elektronisch mit Zeit und Standort erfasst. Sie können im Nachhinein nachvollziehen, wann die Streife da war und was sie festgestellt hat.
Alarm, Intervention und Schlüsselverwaltung
Löst eine Einbruch- oder Störmeldeanlage aus, fährt die Streife das Objekt direkt an, verschafft sich ein Bild von außen und betritt das Gebäude mit dem hinterlegten Schlüssel. Bestätigt sich der Verdacht, wird die Polizei verständigt und der Zugang bis zu ihrem Eintreffen gesichert. Bei Fehlalarm wird die Anlage nach Rücksprache zurückgesetzt und der Vorgang festgehalten.
Schlüssel bewahren wir in einem gesicherten Verwahrsystem auf, jede Entnahme ist nachvollziehbar. Für Wohnungsunternehmen und Verwaltungen mit vielen Objekten im Bezirk lohnt es sich, die Alarmverfolgung mehrerer Häuser in einem Vertrag zu bündeln.
Planung und Qualifikation
Hamburg ist für uns tägliches Einsatzgebiet. Die Planung erfolgt aus dem Hauptsitz in Neumünster, eine eigene Hamburger Niederlassung haben wir nicht. Die Streifen werden so eingeteilt, dass dieselben Kräfte Ihre Objekte regelmäßig anfahren und die Besonderheiten kennen – vom klemmenden Seiteneingang bis zur Zufahrt über den Hinterhof.
Alle eingesetzten Mitarbeitenden sind mindestens nach § 34a GewO unterrichtet. Unsere Abläufe sind nach DIN 77200 und ISO 9001 zertifiziert. Objekte im benachbarten Norderstedt lassen sich in die Nordschleife aufnehmen, mehr zum Bezirk steht auf der Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Nord.
Kosten des Revierdienstes
Revierdienst wird je Anfahrt oder als Monatspauschale vereinbart. Grundlage ist der Zeitaufwand der Streife, für den als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde gelten. Weil sich eine Streife auf mehrere Objekte verteilt, fällt für das einzelne Gebäude nur ein Teil davon an.
Wie viel genau, hängt von der Zahl der Anfahrten pro Nacht, der Dauer der Innenkontrolle, Schließdiensten und der Lage der Objekte zueinander ab. Eine Alarmverfolgung wird meist getrennt nach tatsächlichem Einsatz berechnet.


