Bauen ohne Platz: die Lage im Bezirk
In Hamburg-Nord gibt es kaum freie Flächen. Gebaut wird deshalb dort, wo vorher schon etwas stand: auf alten Gewerbegrundstücken, in Baulücken, auf Klinikgeländen und unter bestehenden Straßen. Die Baustellen liegen damit fast immer direkt neben Wohnungen, Schulen oder Büros. Das macht sie für Unbefugte leicht erreichbar und erschwert gleichzeitig die Logistik.
Gestohlen werden auf solchen Baustellen vor allem Kupferkabel, Werkzeug, Baustromverteiler und Kraftstoff. Hinzu kommen Vandalismus an Maschinen, Graffiti an Bauzäunen und Jugendliche, die nachts auf Gerüste oder in Rohbauten steigen. Eine sichtbare Baustellenbewachung senkt dieses Risiko und schützt zugleich die Haftung des Bauherrn.
Dazu kommt der Verkehr. Lieferungen für eine Baustelle an der Fuhlsbüttler Straße oder im Umfeld der Sengelmannstraße müssen sich in den Stadtverkehr einfädeln, Lagerflächen sind knapp, und Material bleibt deshalb häufiger über Nacht auf engem Raum stehen. Je weniger Platz ein Baufeld hat, desto wichtiger ist eine klare Ordnung: was wo lagert, welche Tore nachts verschlossen sind und wer einen Schlüssel besitzt.
Großprojekte und Baugebiete in Hamburg-Nord
Diese Vorhaben zeigen, wo im Bezirk derzeit gebaut wird oder Bauflächen entstehen. Die Aufzählung beschreibt den Bedarf und nennt keine Auftraggeber:
- U-Bahn-Linie U5, seit Oktober 2021 im Bau: Ausbau des Bahnhofs Sengelmannstraße auf vier Gleise, neue Stationen City Nord und Barmbek Nord in der Achse der Nordheimstraße
- Groß Borstel 25 mit knapp 400 Wohnungen im Südteil und Gewerbe im Nordteil
- Geplanter Petersen Park auf dem früheren Strüver-Gelände am Niendorfer Weg in Groß Borstel
- Überseering 30 in der City Nord, wo die frühere Postpyramide abgerissen wurde und ein gemischtes Quartier mit Wohnungen und Gewerbe vorgesehen ist
- Neubau eines Herzzentrums auf dem Gelände des Universitätsklinikums Eppendorf
- Neubau eines Geschäftshauses auf dem früheren Hertie-Grundstück in Barmbek-Nord
Bewachung, Rundgang oder Streife?
Welche Form passt, hängt vom Bauabschnitt ab. In der Rohbauphase mit offenen Geschossen, Kran und vielen Materialanlieferungen ist ein fester Posten in der Nacht oft die sicherste Lösung. Er sieht Personen am Zaun, bevor sie das Gelände betreten, und kann sofort die Polizei rufen.
Ist das Gebäude geschlossen und das Material verbaut, reichen häufig mehrere Rundgänge oder Streifenanfahrten pro Nacht. Für den Innenausbau, wenn hochwertige Technik, Kabel und Sanitärteile im Haus lagern, bietet sich eine Kombination an: abends Verschlusskontrolle, nachts zwei bis drei Anfahrten, am Wochenende längere Präsenz.
Tagsüber übernehmen wir auf Wunsch die Zugangskontrolle am Bautor: Abgleich mit der Nachunternehmerliste, Ausweisprüfung und Erfassung, wer sich wann auf der Baustelle aufhält.
Besonderheiten bei Baustellen im laufenden Betrieb
Viele Baustellen in Hamburg-Nord liegen auf Grundstücken, die gleichzeitig genutzt werden. Am Universitätsklinikum laufen Notaufnahme und Stationen weiter, an U-Bahnhöfen fahren Züge, in Bürovierteln arbeiten tausende Menschen neben dem Bauzaun. Hier muss die Bewachung klar zwischen Baufeld und Betrieb trennen.
Unsere Kräfte kennen die Grenzen des Baufelds, halten Rettungs- und Feuerwehrzufahrten frei und sprechen Passanten an, die Abkürzungen über das Gelände nehmen. Abweichungen – ein offener Bauzaun, ein ungesichertes Gerüst, eine defekte Beleuchtung – meldet die Kraft an die Bauleitung, damit sie am nächsten Morgen behoben werden.
Organisation und Nachweise
Die Einsatzplanung erfolgt aus Neumünster, Hamburg gehört zu unserem täglichen Einsatzgebiet. Wir setzen für Ihre Baustelle feste Kräfte ein, die vor dem ersten Dienst eingewiesen werden: Baustelleneinrichtungsplan, Notfallkontakte, Schlüssel und Absprachen mit der Bauleitung.
Alle Bewachungskräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, die Abläufe folgen DIN 77200 und ISO 9001. Jede Schicht wird mit Rundgangspunkten, Uhrzeiten und Feststellungen dokumentiert. Weitere Leistungen im Bezirk finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Nord.
Was die Bewachung einer Baustelle kostet
Für Baustellenbewachung gilt als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss hat die Frage, ob ein Posten die ganze Nacht vor Ort ist oder ob Streifenanfahrten genügen. Wochenend- und Feiertagsstunden sowie lange Nächte im Winter heben den Betrag.
Da sich die Anforderungen mit dem Baufortschritt ändern, passen wir Umfang und Form der Bewachung auf Zuruf an. So zahlen Sie in der Rohbauphase für einen Posten und im Ausbau nur noch für Rundgänge.


