Zehn Ortsteile auf knapp 138 Quadratkilometern
Thale ist in den Jahren 2003 bis 2011 deutlich gewachsen. Nacheinander kamen Warnstedt, Altenbrak, Neinstedt, Treseburg, Weddersleben, Friedrichsbrunn, Stecklenberg, Westerhausen und zuletzt Allrode hinzu. Heute umfasst die Stadt 137,67 Quadratkilometer und hat 16.591 Einwohner, was einer Dichte von rund 121 Menschen je Quadratkilometer entspricht. Zu Altenbrak gehören außerdem Wendefurth und Almsfeld, zur Kernstadt Benneckenrode.
Für einen Revierdienst ist das eine ungewohnte Lage: Die Objekte liegen nicht in einem dichten Stadtgebiet, sondern verteilt auf Tal, Vorland und Harzhöhen. Eine gute Runde verbindet sie so, dass möglichst wenig Leerfahrt entsteht.
Drei Teilräume, drei Arten von Objekten
Für die Planung lassen sich drei Bereiche unterscheiden:
- Kernstadt im Tal: Werke an Roßtrappenstraße und Quedlinburger Landstraße, Hotels und Gaststätten am Kurpark, Bahnhof, Schulen und Verwaltung
- Vorland im Norden und Osten: Westerhausen, Warnstedt, Weddersleben und Neinstedt mit Wohngebieten und kleineren Betrieben, dazwischen die Teufelsmauer
- Harzorte im Süden und Westen: Allrode, Friedrichsbrunn, Stecklenberg, Treseburg und Altenbrak mit Ferienhäusern, Pensionen und der Talsperre Wendefurth
Ein Revier muss nicht alle drei Bereiche abdecken. Oft reicht eine Runde, die Kernstadt und Vorland verbindet, ergänzt um einzelne Fahrten in die Harzorte, wenn dort Objekte liegen.
Als Rückgrat dienen die Verkehrswege der Stadt. Die A 36 bindet die Stadt über die Anschlussstelle Thale an und verbindet sie mit Blankenburg und Quedlinburg. Die Bahnstrecke aus Magdeburg endet am Hauptbahnhof Thale und hält auch in Neinstedt und am Musestieg. Bahnhofsumfelder und Haltepunkte sind nachts typische Punkte, an denen eine Streife kurz nach dem Rechten sieht.
Bei der Talsperre Wendefurth, die überwiegend auf Thaler Gebiet liegt, führen seit 2017 eine Hängebrücke mit 483 Metern Länge und eine Megazipline über das Wasser. Anlagen wie diese, Kassen und Parkplätze an Ausflugszielen sind abends verlassen und lassen sich als Halt in eine Runde einbauen, wenn der Betreiber das wünscht.
Was bei einer Revierfahrt passiert
An jedem Objekt erledigen wir die Aufgaben, die Sie vorher festgelegt haben. Häufig sind das Schließkontrollen an Türen und Toren, ein Gang um das Gebäude mit Blick auf Fenster, Zäune und Beleuchtung, das Ein- oder Ausschalten von Licht und Alarmanlage und die Kontrolle auf Wasser- oder Heizungsschäden in der Frostzeit.
Die Uhrzeiten wechseln, damit niemand den Takt erkennen kann. Jeder Halt steht mit Uhrzeit und Befund im Bericht, den Sie regelmäßig erhalten. Ändert sich etwas an Ihrem Objekt, etwa weil ein Mieter auszieht oder die Saison endet, passen wir Takt und Aufgaben ohne langen Vorlauf an. Fällt etwas auf, informieren wir die von Ihnen benannte Person und, wenn nötig, Polizei oder Feuerwehr.
Alarmverfolgung im Harz
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns bei einer Meldung verständigen. Dann fährt die Streife zum Objekt, prüft Außenhaut und Zugänge und meldet das Ergebnis zurück. Wo ein Schlüssel hinterlegt ist, betreten wir das Gebäude nach Ihrer Freigabe.
In den Harzorten sind die Wege länger als im Tal, und im Winter kann die Fahrt hinauf nach Allrode oder Friedrichsbrunn dauern. Deshalb nennen wir Ihnen für jedes Objekt ehrlich, mit welcher Anfahrt zu rechnen ist, statt eine feste Zeit zu versprechen.
Planung ohne Niederlassung in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion. Revierdienst in Thale übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Wir prüfen, ob sich eine Runde mit genug Objekten bilden lässt und ob wir sie dauerhaft mit eigenem Personal besetzen können. Geplant wird von Neumünster und Berlin aus.
Mehr zur Leistung unter Revier- und Interventionsdienste und Revierdienst in Sachsen-Anhalt. Für Objekte nördlich der Stadt siehe auch Sicherheitsdienst Halberstadt.
Was ein Revierdienst in Thale kostet
Weil sich bei einer Revierrunde mehrere Auftraggeber die Fahrt teilen, ist sie meist günstiger als ein fester Posten. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Kontrollen pro Nacht, die Lage des Objekts im Tal oder auf der Höhe, Wochenend- und Feiertagsanteile sowie die Aufgaben vor Ort.


