Eine Stadt aus acht Orten
Seit dem 1. Januar 2019 gehören Altersbach, Bermbach, Oberschönau, Rotterode, Unterschönau und Viernau zur Stadt, Herges-Hallenberg schon seit 1979. Zusammen umfasst das Stadtgebiet knapp 77 Quadratkilometer. Die Orte liegen in verschiedenen Tälern und Höhenlagen: Viernau auf rund 400 Metern, Altersbach auf etwa 475, Oberschönau auf etwa 520, Rotterode auf 550 und Bermbach auf gut 600 Metern.
Für einen Revierdienst heißt das: Die Fahrstrecke zwischen zwei Objekten ist oft länger, als die Karte vermuten lässt, und im Winter verändert sich die Fahrzeit deutlich. Wir planen die Runde deshalb nach den realen Wegen, nicht nach der Luftlinie.
Abschnitte einer typischen Runde
Eine Kontrollrunde im Stadtgebiet lässt sich in diese Abschnitte gliedern:
- Kernstadt entlang der L 1128 mit Hauptstraße und Rathausplatz
- Gewerbegebiet Am Stiller Berg an der L 1118
- Gewerbegebiete Am Schertzer und Am Schertzer Nord sowie Im Erlich mit Schutzwiesen und Am Mühlgraben
- Unterschönau und Oberschönau talaufwärts in Richtung Kanzlersgrund
- Rotterode über die L 1117
- Altersbach über die K 2511 und Bermbach über die K 2512
- Viernau mit dem Werk von Rennsteig Werkzeuge
Was bei jeder Kontrolle passiert
An jedem Objekt prüft die Kraft die vereinbarten Punkte: Außentüren und Tore, Fenster im Erdgeschoss, Zaun und Einfahrt, Beleuchtung, sichtbare Schäden. Auf Wunsch betritt sie das Gebäude und kontrolliert Heizung, Wasserhähne oder Maschinen nach Ihrer Liste. In Werkstätten und Hallen achtet sie darauf, ob noch Licht brennt oder Anlagen laufen, die abgeschaltet sein sollten.
Die Reihenfolge der Objekte wechselt von Nacht zu Nacht, damit niemand die Runde vorhersehen kann. Jede Kontrolle steht mit Uhrzeit und Befund im Bericht.
Alarmverfolgung und Winterbetrieb
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns bei einer Meldung verständigen. Die Kraft fährt dann hin, prüft das Objekt von außen und mit Ihrer Zustimmung von innen, verständigt bei Einbruchspuren die Polizei und bleibt, bis das Objekt wieder gesichert ist.
Im Haseltal kommen im Winter eigene Aufgaben dazu: Nach starkem Schneefall prüfen wir Flachdächer auf Lasten, die auffallen, und achten auf vereiste Zufahrten oder geplatzte Leitungen in unbeheizten Gebäuden. Feste Fahrzeiten versprechen wir bei Schnee nicht, wir sagen Ihnen aber vorher, womit Sie rechnen können.
Wie wir den Auftrag einrichten
Weil Thüringen nicht zu unserer Kernregion gehört und wir dort kein Büro unterhalten, richten wir Revierdienste vorhabenbezogen ein. Zuerst prüfen wir, ob sich Ihre Objekte zu einer wirtschaftlichen Runde verbinden lassen, gern zusammen mit Objekten im Umland wie Suhl oder Schmalkalden. Dann vereinbaren wir Kontrollpunkte, Alarmweg und Ansprechpartner und weisen die Kräfte vor Ort ein.
Mehr zur Leistung erfahren Sie unter Revier- und Interventionsdienste und zum Land unter Revierdienst in Thüringen.
Objekte, die sich für eine Runde eignen
Nicht jedes Gebäude braucht einen Posten. Für eine Runde eignen sich vor allem Werkstätten und kleinere Hallen in den Gewerbegebieten, Ladenlokale an der Hauptstraße, Vereinsheime und Sporthallen wie die Halle an der Wolffstraße, in der der FSV Grün-Weiß ein Vereinszimmer und der Ski-Club ein Büro haben, sowie Wohnhäuser, deren Eigentümer länger verreist sind.
Gemeinsam ist diesen Objekten, dass ein kurzer, unregelmäßiger Besuch in der Nacht reicht, um Einbruchspuren, offene Fenster oder Wasserschäden früh zu bemerken. Je mehr solcher Objekte in einer Runde liegen, desto dichter kann sie gefahren werden.
Kosten der Runde
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde, beim Revierdienst wird der Aufwand aber meist je Kontrolle oder je Monat umgelegt. Ausschlaggebend sind die Zahl der Kontrollen pro Nacht, die Dauer am Objekt und die Fahrstrecke zwischen den Orten. Je mehr Objekte an derselben Strecke liegen, desto geringer ist der Anteil, den der einzelne Auftraggeber trägt.


