Ein Festkalender mit großen Zahlen
Das Heinerfest gibt es seit 1951, entstanden in den Jahren des Wiederaufbaus. Es dauert fünf Tage von Donnerstag bis Montag rund um den ersten Sonntag im Juli. Etwa 250 Schausteller bauen am Residenzschloss, auf dem Karolinenplatz und auf dem Mercksplatz auf, auf dem Marktplatz dreht sich ein Riesenrad, die Innenstadt wird für den Autoverkehr gesperrt. Mit rund 700.000 Gästen zählt es zu den größten Innenstadtfesten in Deutschland. Das Abschlussfeuerwerk am Montagabend wird seit 2011 über dem darmstadtium gezündet.
Ein paar Wochen vorher, am letzten Maiwochenende, findet das Schlossgrabenfest statt, seit 1999 rund um das Schloss sowie den Friedens- und den Karolinenplatz. In Spitzenjahren kamen bis zu 500.000 Menschen, 2026 waren es rund 150.000. Seit 2022 kostet das Fest Eintritt, damit verlagert sich ein Teil der Arbeit an die Zugänge: Kontrolle der Bänder, Taschenkontrolle, getrennte Spuren für Gäste mit Vorrang.
Spielstätten, Säle und Stadtteilfeste
Neben den beiden Großereignissen gibt es feste Häuser mit regelmäßigem Betrieb. Zur Orientierung, ohne dass einer der Veranstalter Kunde bei uns wäre:
- Merck-Stadion am Böllenfalltor an der Nieder-Ramstädter Straße, 17.810 Plätze, Heimspielstätte des SV Darmstadt 98
- darmstadtium, Wissenschafts- und Kongresszentrum seit 2007, großer Saal mit bis zu 1.677 Sitzplätzen
- Staatstheater am Georg-Büchner-Platz mit Großem Haus (956 Plätze), Kleinem Haus (482) und Kammerspielen
- Muckerfest in Arheilgen im September und Kerb in Eberstadt im August
- Stadtteilfest „Bunte Wiese“ in Kranichstein im Juni und Weihnachtsmärkte in mehreren Stadtteilen
Fußball, Kongress, Konzert: drei verschiedene Einsätze
Am Böllenfalltor geht es um Ströme. Tausende kommen in kurzer Zeit über wenige Zugänge, Gästefans müssen getrennt geführt werden, nach dem Abpfiff leert sich das Stadion in Minuten. Unsere Ordner besetzen Drehkreuze und Blöcke nach dem Plan des Veranstalters, kontrollieren Taschen und Tickets, halten Fluchtwege frei und bleiben im Funkkontakt mit dessen Sicherheitsbeauftragtem.
Im Kongresszentrum zählt eher Diskretion. Tagungen mit Gästen aus Forschung und Industrie brauchen eine Akkreditierung, die zügig läuft, Saaltüren, die zur rechten Zeit geschlossen sind, und Personal, das Referenten und Technik im Blick behält. Wir übernehmen Ausweiskontrolle, Garderobe, Saalaufsicht und die Bewachung von Ausstellungsflächen über Nacht.
Bei Open-Air-Bühnen in der Innenstadt kommt die Lage zwischen Schloss, Plätzen und Straßenbahngleisen hinzu. Hier halten wir Feuerwehrzufahrten frei, sichern Bühnenrückseiten und Kabelwege und betreuen Gäste, die Hilfe brauchen, bis der Sanitätsdienst übernimmt.
Kleinere Feste in den Stadtteilen brauchen weniger Personal, aber nicht weniger Sorgfalt. Bei einer Kerb oder einem Weihnachtsmarkt geht es meist um ein paar Kräfte für Ausschank, Bühne und Nacht, um eine Ansprechperson für Anwohner und um einen sauberen Abschluss, wenn die letzten Gäste den Platz verlassen haben.
Planung ohne Büro vor Ort
Hessen gehört nicht zu unserer Kernregion im Norden, ein Standort im Land besteht nicht. Wir prüfen deshalb jede Anfrage aus Darmstadt einzeln: Passt der Termin zu unserem Personal, ist die Anreise der Kräfte planbar, reicht die Zahl der Ordner mit Sachkunde? Fällt die Antwort negativ aus, sagen wir ab, statt am Veranstaltungstag zu improvisieren.
Sagen wir zu, gibt es einen benannten Einsatzleiter, eine Einweisung am Gelände vor Einlassbeginn und eine Nachbesprechung mit Ihnen. Ordner haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Einlasskontrollen setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001 und sind unter +49 4321 78 33 590 jederzeit zu erreichen. Wie wir Veranstaltungen im übrigen Land angehen, steht unter Veranstaltungsschutz in Hessen; die allgemeine Leistungsbeschreibung finden Sie unter Veranstaltungsschutz.
Kosten je Veranstaltung
Der Richtwert liegt zwischen 23 und 50 € netto je Stunde und Kraft. Ein Fest dauert oft nur ein Wochenende, deshalb wirken sich Auf- und Abbautage, Nachtwachen zwischen den Festtagen und Einsätze an Sonn- und Feiertagen stärker aus als bei einem Dauerauftrag. Auch der Anteil an Kräften mit Sachkunde und die Zahl der Einlassspuren beeinflussen die Rechnung.
Sinnvoll ist, früh die Zahl der Gäste, die Zugänge und die Öffnungszeiten zu nennen. Dann lässt sich die Besetzung so zuschneiden, dass zu Stoßzeiten genug Ordner stehen und in ruhigen Stunden niemand überflüssig wartet. Mehr zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Darmstadt.


