Eine Arena aus Tagebaugeräten
Ferropolis entstand als Projekt der EXPO 2000 auf einer Halbinsel im Gremminer See, dem gefluteten Tagebau Golpa-Nord. Fünf Großgeräte umgeben dort eine Arena für rund 25.000 Besucher: der Eimerkettenbagger „Mad Max“, der Schaufelradbagger „Big Wheel“, die Absetzer „Gemini“ und „Medusa“ und der Bagger „Mosquito“. Im Juli 2000 wurde das Gelände eröffnet, seitdem haben dort internationale Bands vor zehntausenden Gästen gespielt.
Die Größenordnung ist für eine Stadt mit knapp 11.000 Einwohnern ungewöhnlich. An einem Festivalwochenende sind Bahnhof, Zufahrten und Parkflächen voll, die Wege zwischen Zug, Campingplatz und Bühne führen über Felder und durch Ortslagen.
Was in Ferropolis stattfindet
Der Kalender auf der Halbinsel ist breit. Einige Formate kehren regelmäßig zurück:
- splash!, das Hip-Hop-Festival mit mehreren Bühnen, seit 2009 – 2026 vom 2. bis 4. Juli
- With Full Force, Metal und Hardcore, seit 2017 auf dem Gelände
- Hive seit 2023 und das queere WHOLE-Festival seit 2017
- Iron Drift King, ein Motorsport-Wettbewerb, jährlich seit 2018
- der Triathlon NeuseenMan sowie Bergmanntag und Tag der Industriekultur
Bis 2024 kam außerdem das Melt! nach Ferropolis. Seit 2006 traut das Standesamt in der früheren Schaltwarte, sodass auch kleine Gesellschaften auf dem Gelände feiern.
Aufgaben bei einem Mehrtagesfestival
Bei Musikfestivals mit Camping beginnt der Einsatz Tage vor dem ersten Konzert. Während Bühnen, Zäune und Technik aufgebaut werden, bewachen wir Gelände und Material in der Nacht. An den Festivaltagen übernehmen wir nach Ihrem Sicherheitskonzept Einlass mit Ticket- und Taschenkontrolle, Bändchenkontrolle an Übergängen, Ordnerdienst im Bühnengraben, Schutz von Backstage, Kassen und Produktionsbüro sowie Streifen über Camping- und Parkflächen.
Wichtig ist der Weg vom Bahnhof zur Halbinsel. Wir besetzen auf Wunsch Querungen und Engstellen, damit Anwohner ihre Einfahrten nutzen können und Rettungswege frei bleiben. Nach dem letzten Konzert bleiben Kräfte für Abbau, Abreise und die Nacht danach.
Die kleineren Bühnen der Stadt
Nicht jede Veranstaltung braucht hunderte Ordner. Die Freilichtbühne der Stadt fasst etwa 300 Gäste, im früheren Porphyr-Steinbruch Möhlau, seit 1935 ein Park, gibt es eine weitere Freilichtbühne. Die Schlossruine dient als Veranstaltungsfläche, die Paul-Gerhardt-Kapelle als Ort für Konzerte und Lesungen. In Schköna zog im Oktober 2026 ein Fackelumzug vom Schlosspark zum Oktoberfeuer am Teufelssteinplatz.
Für solche Abende stellen wir wenige, gut eingewiesene Kräfte: Einlass und Kasse, Aufsicht an Feuerstelle und Fackelzug, Freihalten der Rettungswege und eine Nachkontrolle des Geländes, wenn alle gegangen sind.
Planung außerhalb unserer Kernregion
Sachsen-Anhalt betreuen wir vorhabenbezogen. Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Standorte haben wir in Berlin und Bremen, ein Büro im Land nicht. Für eine Veranstaltung in Gräfenhainichen klären wir deshalb früh, wie viele Kräfte zu welchen Zeiten gebraucht werden, wie Anreise und Unterbringung laufen und wer vor Ort die Einsatzleitung übernimmt. Erst wenn das trägt, sagen wir zu.
Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, die Abläufe folgen DIN 77200 und unserem Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Wir stimmen uns mit Ihrem Sicherheitskonzept, mit Sanitätsdienst und Behörden ab. Mehr unter Veranstaltungsschutz und Veranstaltungsschutz in Sachsen-Anhalt; Veranstaltungen in der Nachbarschaft finden Sie unter Dessau-Roßlau.
Kosten für Ordner und Einlass
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde und Kraft. Bei einem Festival mit Camping entstehen viele Nachtstunden und lange Schichten über mehrere Tage, bei einem Abend auf der Freilichtbühne reichen wenige Kräfte für einige Stunden. Den Ausschlag geben Gästezahl, Dauer, Anteil von Nacht und Wochenende, Qualifikation der Ordner und die Anreise zum Einsatzort.


