Denkmale aus fünf Jahrhunderten
Das Rathaus am Markt wurde 1558/59 im Stil der Renaissance gebaut und 1674 barock umgestaltet. Die Martinskirche geht auf das Mittelalter zurück, die Lutherkirche wurde 1894 geweiht, das Stadthaus 1910 fertiggestellt. Dazu kommen die großen Fabrikbauten der Strickwarenindustrie wie der Zimmermannsbau und das Gebäude von Breitenborn & Hamel, das Glockenmuseum an der Bahnhofstraße und der Bismarckturm.
Ein besonderer Fall ist der Eiermannbau an der Auenstraße. Ursprünglich eine Weberei, wurde er 1938/39 von Egon Eiermann erweitert und produzierte danach bis 1994 Feuerlöschgeräte. Zwischen 2022 und 2023 wurde das Gebäude umgebaut, das denkmalgeschützte Dach saniert.
Auch die Geschichte der Stadt hat mit Feuer und Metall zu tun: 1722 gründete Johann Christoph Rose die erste Glockengießerei, später prägten die Familien Ulrich und Schilling den Glockenguss, und 1923 entstand in Apolda die Petersglocke für den Kölner Dom. In der Alten Glockengießerei findet heute im Advent ein Markt statt. In den Produktionshallen der Gegenwart ist es eher Staub, der Sorgen macht: Ablagerungen von Mehl oder Pulver auf Trägern und in Kanälen können sich bei Schweißarbeiten entzünden. Vor Arbeiten an Förderanlagen oder Öfen sollte deshalb feststehen, welche Bereiche gereinigt und abgedeckt werden.
Wo in Apolda eine Brandwache nötig wird
Gemeinsam ist diesen Einsätzen, dass Funken, Schweißperlen oder Hitze in Bereiche gelangen können, die man von außen nicht sieht: Fugen im Mauerwerk, Hohlräume hinter Verkleidungen, Staubablagerungen auf Trägern oder Dämmstoff unter der Dachhaut.
- Dach-, Turm- und Klempnerarbeiten an Kirchen und dem Rathaus
- Sanierung von Fabrikbauten mit Holzbalkendecken und alten Dachstühlen
- Schweiß- und Trennarbeiten an Förderanlagen in der Lebensmittelproduktion
- Umbauten in der Wirkstoff- und Chemieproduktion an der Utenbacher Straße
- Veranstaltungen in Stadthalle und Eiermannbau, wenn Behörden eine Brandsicherheitswache fordern
- Heißarbeiten bei der Revitalisierung des RST-Geländes
Warum alte Dächer besondere Vorsicht brauchen
Wenn an Dachrinnen gelötet, Bitumenbahnen geflämmt oder Metallteile im Dachstuhl getrennt werden, kann ein Glutnest im trockenen Holz stundenlang unbemerkt bleiben und erst nach Feierabend aufflammen. In einem historischen Gebäude ist der Schaden dann nicht nur teuer, sondern oft unwiederbringlich.
Eine Brandwache beobachtet deshalb nicht nur die Arbeit selbst, sondern bleibt auch danach. Wir legen mit dem ausführenden Betrieb und dem Bauherrn fest, wie lange nachkontrolliert wird, und gehen die betroffenen Bereiche in dieser Zeit in festen Abständen ab, auch in Nachbarräumen, Zwischendecken und auf der Rückseite von Wänden.
Ablauf einer Brandwache
Vor Beginn sehen wir uns den Arbeitsbereich an, prüfen die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten und klären, welche Löschmittel bereitstehen und wo der nächste Melder ist. Während der Arbeiten steht der Brandposten neben dem Handwerker, achtet auf Funkenflug und hält Löschmittel griffbereit. Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Nach Ende der Arbeiten folgt die Nachkontrolle. Jeder Durchgang wird mit Uhrzeit und Ergebnis protokolliert. Im Brandfall alarmieren wir die Feuerwehr, warnen Personen im Gebäude und unternehmen Löschversuche nur, wenn das ohne Gefahr möglich ist.
Vorhabenbezogen in Thüringen
Unsere Kernregion liegt im Norden, in Thüringen haben wir kein Büro. Brandwachen in Apolda planen wir daher als einzelnes Vorhaben: Je früher wir den Zeitraum der Heißarbeiten kennen, desto sicherer können wir das Personal einplanen. Wir sagen erst zu, wenn Brandposten und Nachkontrolle für alle Tage besetzt sind. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, die Landesseite finden Sie unter Brandwache in Thüringen. Für Denkmale in der Nachbarstadt lohnt ein Blick auf Weimar.
Kosten einer Brandwache
Auch hier gilt der Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen fällt neben der Dauer der Heißarbeiten vor allem die Nachkontrolle ins Gewicht, die oft bis in den Abend oder die Nacht reicht und damit Nachtanteile mit sich bringt. Wochenendarbeiten an Kirchen oder in Produktionsstillständen erhöhen den Satz zusätzlich. Wir rechnen nach tatsächlich geleisteten Stunden und weisen die Anreise gesondert aus.


