Vom Brauereiviertel zum Campus
Prenzlauer Berg war im 19. Jahrhundert ein Standort großer Brauereien: Schultheiss an der Schönhauser Allee, Pfefferberg am Senefelderplatz, Bötzow an der Prenzlauer Allee, dazu Landré und Groterjan. An der Danziger Straße lag die IV. Gasanstalt, an der Landsberger Allee der Zentralvieh- und Schlachthof mit fast 50 Hektar. Gebraut, geschlachtet und Gas erzeugt wird hier längst nicht mehr.
Geblieben sind große, ummauerte Areale, die heute anders genutzt werden. Klassische Fabriken mit Schichtbetrieb fehlen, dafür gibt es Höfe mit Forschung, Handwerk, Kultur und Handel nebeneinander. Für den Werkschutz heißt das: weniger Schranke und Lkw-Waage, mehr Zutrittsregeln für viele verschiedene Nutzer auf einem Gelände.
Areale mit Bedarf an Torkontrolle
Die Liste nennt Gelände im Ortsteil, deren Aufbau eine geregelte Zufahrt nahelegt. Sie ist keine Aufzählung von Auftraggebern:
- Bötzow-Campus zwischen Prenzlauer Allee, Metzer, Straßburger und Saarbrücker Straße – rund 24.000 Quadratmeter, Forschungsräume von Ottobock, Sartorius als Mieter, weitere Neubauten geplant
- Pfefferberg am Senefelderplatz – Industriedenkmal mit Ateliers, Hostel, Theater, Gastronomie und einer Brauerei
- Kulturbrauerei an der Schönhauser Allee – 25.000 Quadratmeter mit Kino, Kesselhaus, Museum und Büros
- Entwicklungsgebiet Alter Schlachthof an der Landsberger Allee – Gewerbe und Wohnen auf dem früheren Schlachthofgelände
- Fachmarktzentrum am S-Bahnhof Storkower Straße mit Baumarkt, Gartencenter und Möbelmarkt
Viele Mieter, ein Tor
Auf einem Campus mit mehreren Mietern hat jeder seine eigenen Besucher, Lieferanten und Servicefirmen. Ohne gemeinsame Regel weiß am Tor niemand, wer erwartet wird. Wir führen deshalb eine zentrale Besucher- und Lieferliste, in die jeder Mieter seine Termine einträgt oder telefonisch meldet. Am Tor prüfen unsere Kräfte Namen und Kennzeichen, geben Besucherausweise aus und rufen beim Empfänger an, bevor jemand auf das Gelände fährt.
In Laboren und Forschungsräumen gelten oft eigene Bereiche, die nur bestimmte Beschäftigte betreten dürfen. Diese Grenzen übernehmen wir in die Dienstanweisung. Unsere Kräfte betreten solche Räume nicht ohne Ihre ausdrückliche Vorgabe und begleiten Wartungsfirmen dorthin nur mit Ihrem Personal.
Wird gebaut, wie derzeit auf dem Bötzow-Gelände, kommen Baufirmen hinzu. Dann trennen wir die Zufahrt für den Baustellenverkehr von der für den laufenden Betrieb, so weit das Gelände es erlaubt.
Abends, nachts und am Wochenende
Viele Areale im Ortsteil werden abends nicht leer, sondern anders voll: Kino, Clubs, Biergarten und Theater öffnen, wenn Büros und Labore schließen. Der Werkschutz muss dann trennen, welche Wege für Gäste frei bleiben und welche Türen zu den Arbeitsbereichen geschlossen werden. Wir legen mit Ihnen fest, wann welcher Bereich verriegelt wird, und kontrollieren das im Rundgang.
Nach Betriebsschluss gehen wir Treppenhäuser, Technikräume, Tiefgaragen und Höfe ab. Jeder Kontrollpunkt wird mit Uhrzeit notiert. Ist Ihre Einbruch- oder Brandmeldeanlage bei der Leitstelle eines Errichters aufgeschaltet, vereinbaren wir vorher, wie wir bei einer Meldung zusammenarbeiten.
Organisation und Qualifikation
Den Werkschutz in Prenzlauer Berg planen wir in unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Ein Büro im Ortsteil unterhalten wir nicht. Ihr Gelände bekommt eine feste Besetzung und eine eingewiesene Vertretung, die die Mieter und Abläufe kennt.
Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Wer weitere Standorte im Norden Berlins hat, etwa im benachbarten Pankow, kann sie mit Prenzlauer Berg in einem Vertrag bündeln. Die Lage in der ganzen Stadt beschreibt Werkschutz Berlin.
Kosten für Werkschutz auf einem Campus
Für Werkschutz rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Tor, das nur werktags zu den Lieferzeiten besetzt ist, bewegt sich im unteren Bereich. Eine Besetzung rund um die Uhr mit Rundgängen in der Nacht und an Feiertagen liegt höher.
Teilen sich mehrere Mieter einen Campus, kann die Torbesetzung gemeinsam beauftragt und intern aufgeteilt werden. Nach einer Begehung erhalten Sie eine Aufstellung, die Torzeiten, Rundgänge und Sonderdienste getrennt zeigt.


