Ein Bezirk mit zwei Gesichtern
Wer an Tempelhof-Schöneberg denkt, hat oft den Wittenbergplatz, den Nollendorfplatz oder das Tempelhofer Feld vor Augen. Weniger bekannt ist, dass der Bezirk auch ein Industriestandort ist. Schon 2008 wurden hier 538 Hektar als Gewerbe- und Industriefläche gezählt, und 2012 waren 2.859 Handwerksbetriebe gemeldet. Die großen Werke liegen fast alle südlich der Ringbahn, in Tempelhof und Marienfelde.
Für den Werkschutz bedeutet das: Die Betriebe sind groß, arbeiten oft in mehreren Schichten und werden über Straßen beliefert, auf denen auch viel Durchgangsverkehr läuft. Gleichzeitig grenzen viele Gelände an Wohngebiete, Kleingärten oder den Kanal. Kontrolle am Tor und Ruhe für die Nachbarschaft müssen zusammenpassen.
Wo im Bezirk Werke und Betriebshöfe liegen
Die folgenden Standorte zeigen, wo Werkschutz im Bezirk typischerweise gefragt ist. Es sind Beispiele für den Bedarf, keine Aufzählung von Auftraggebern:
- Oberlandstraße in Tempelhof, wo seit den 1930er-Jahren Fabriken stehen und heute Bahlsen Gebäck herstellt
- Fertigung von Klingen und Rasierbedarf der Marke Gillette durch Procter & Gamble, ebenfalls an der Oberlandstraße
- Industriegebiet Motzener Straße in Marienfelde, angelegt in den 1960er-Jahren, mit rund 220 Betrieben und etwa 7.000 Beschäftigten
- Mercedes-Benz-Werk Marienfelde, gegründet 1902, mit rund 2.000 Beschäftigten
- Gewerbeflächen am Teltowkanal und an der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn, etwa an Gottlieb-Dunkel-Straße und Teilestraße
- Briefzentrum der Deutschen Post in Tempelhof und der Sitz der Berliner Stadtreinigung
Marienfelde: vom Lastwagenbau zum Industriegebiet
1902 übernahm die Daimler-Motoren-Gesellschaft eine Motorenfabrik in Marienfelde. Ab 1905 entstanden dort Lastwagen und Busse, ab 1907 Feuerwehrfahrzeuge, später auch die ersten Smart-Motoren. Das heutige Industriegebiet an der Motzener Straße beherbergt neben Daimler auch IBM, Klosterfrau und Stollwerck. Lebensmittel, Arzneimittel und Fahrzeugtechnik liegen hier also nah beieinander, jede Branche mit eigenen Regeln für Zutritt und Warenausgang.
Bei Arzneimitteln und Lebensmitteln geht es oft um Hygienezonen und dokumentierte Übergaben, bei Fahrzeugteilen um hochwertige Ware auf dem Hof. Unsere Kräfte richten sich nach den Vorgaben Ihres Betriebs: Wer welche Halle betreten darf, welche Kleidung gilt und an welchen Toren Ware das Gelände verlassen darf, steht in der Dienstanweisung, die wir mit Ihnen abstimmen.
Lieferverkehr über Großbeerenstraße und Tempelhofer Damm
Die Großbeerenstraße gehört zur Bundesstraße 101 und führt zum Berliner Ring. Direkt hinter der Stadtgrenze liegt das Güterverteilzentrum Großbeeren, und zusammen mit den Gewerbegebieten sorgt es für dichten Lkw-Verkehr. Für Werke im Süden heißt das: Zu bestimmten Zeiten stehen mehrere Lastwagen gleichzeitig vor dem Tor, während Beschäftigte zur Schicht kommen.
Am Torposten prüfen wir Frachtpapiere gegen Ihre Avis-Liste, teilen Rampen zu und halten die Einfahrt frei, damit sich kein Rückstau auf die Straße bildet. Fahrer ohne Termin warten an einer festgelegten Stelle, bis Ihre Logistik entschieden hat. Abholungen werden beim Verlassen mit dem Lieferschein abgeglichen, damit nichts ohne Beleg vom Hof geht.
Nach Schichtende gehen wir Hallen, Freilager und Zaunlinien ab, prüfen Rolltore, Notausgänge und Fenster und schalten Licht oder Maschinen ab, wenn Ihre Anweisung das vorsieht. Jeder Rundgang steht mit Uhrzeit und Feststellungen im Bericht.
So planen wir den Einsatz
Die Einsatzplanung sitzt in unserer Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Im Bezirk selbst haben wir kein Büro. Für Ihr Werk bilden wir ein festes Team, das Tore, Hallen und Ansprechpartner kennt; Vertretungen werden vor dem ersten Dienst eingewiesen. Betriebe, die außerdem in angrenzenden Ortsteilen wie Marienfelde oder Mariendorf Flächen haben, lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit erweiterten Befugnissen die Sachkundeprüfung. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Bei Störungen oder Fragen sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Kosten für Werkschutz im Bezirk
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo die Stunde am Ende liegt, hängt vor allem davon ab, ob ein Tor dauerhaft zu festen Schichtzeiten besetzt wird oder ob Werkschutz nur in Spitzen gebraucht wird, etwa während eines Stillstands mit vielen Fremdfirmen. Ein langfristiger Auftrag mit planbaren Diensten liegt eher im unteren Bereich, kurzfristige Nacht- und Feiertagseinsätze eher im oberen.
Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot, das Torposten, Rundgang und Bereitschaft getrennt ausweist. Weitere Leistungen finden Sie unter Sicherheitsdienst Tempelhof-Schöneberg, den Überblick für die ganze Stadt unter Werkschutz Berlin.


