Vom Industriegürtel zum Firmenstandort
Entlang der Spree und der Bahnanlagen war Friedrichshain lange ein Ort der Produktion. Im Glühlampenwerk an der Rotherstraße arbeiteten zu DDR-Zeiten mehr als 5.000 Menschen, der Osthafen war einer der wichtigsten Umschlagplätze Ost-Berlins, und an der Neuen Bahnhofstraße entstand ab 1904 der Fabrik- und Bürokomplex der Knorr-Bremse, von dem heute ein größerer Teil von der Deutschen Rentenversicherung genutzt wird.
Die Fertigung ist weitgehend verschwunden, die Gelände aber nicht. In den alten Hallen und Speichern sitzen heute Unternehmen, die ihre Zugänge ebenso sorgfältig kontrollieren müssen wie ein Werk: wegen sensibler Produkte, wegen vieler Mitarbeitender oder weil Fremdfirmen in Technikbereichen arbeiten. Werkschutz bedeutet im Bezirk vor allem Pforte, Zufahrtskontrolle und Streife auf gemischt genutzten Arealen.
Standorte mit Pforten- und Zufahrtsbedarf
Diese realen Standorte zeigen, wo im Bezirk Werkschutzaufgaben anfallen:
- die Bundesdruckerei mit Sitz in Kreuzberg, die Personalausweise, Reisepässe, Aufenthaltstitel, Banknoten und Briefmarken herstellt
- die Oberbaum City, ein denkmalgeschützter Campus mit etwa 80 Firmen, darunter ein Servicezentrum der BASF
- der Osthafen an der Stralauer Allee mit der Deutschlandzentrale von Universal Music im früheren Eierkühlhaus, den Labels-Gebäuden und der Zentrale von Coca-Cola
- die Trias an der Holzmarktstraße, seit 2008 Hauptverwaltung der BVG
- die ver.di-Bundeszentrale am Paula-Thiede-Ufer
- der Industriepalast an der Warschauer Straße, ein Gewerbebau von 1906/1907
Hinzu kommen zahlreiche Handwerksbetriebe: Die Handwerkskammer Berlin hat ihren Sitz im Bezirk, 2015 waren dort fast 1.900 Handwerksfirmen gemeldet. Ihre Höfe und Werkstätten liegen oft hinter Wohnhäusern, mit einer einzigen Durchfahrt für Lieferanten, Kunden und Nachbarn.
Ein Sonderfall sind Standorte, an denen Wertdrucke oder Ausweisdokumente entstehen. Hier gelten strenge Vorgaben zu Zutrittszonen, Besucherbegleitung und dem Umgang mit Ausschuss. Wir richten unsere Abläufe nach Ihrem Sicherheitskonzept aus, setzen nur Kräfte ein, deren Nachweise Sie vorab erhalten, und dokumentieren jede Ausnahme, etwa einen Handwerker, der außerhalb der geplanten Zeit kommt.
Aufgaben an Pforte, Rampe und im Gelände
An der Pforte melden unsere Kräfte Besucher, Handwerker und Dienstleister an, gleichen Namen mit Ihren Listen ab und rufen den Gastgeber, bevor jemand das Gelände betritt. Lieferungen erhalten eine Ladezone und ein Zeitfenster, denn auf den schmalen Straßen am Spreeufer oder im Wrangelkiez kann ein wartender Lkw schnell eine ganze Fahrspur blockieren.
Auf Arealen mit vielen Mietern prüfen wir Zufahrtsberechtigungen für Tiefgaragen und Höfe, nehmen Meldungen der Mieter auf und begleiten Fremdfirmen, die an Haustechnik, Serverräumen oder Dächern arbeiten. Wo Waren oder Dokumente das Gelände verlassen, kontrollieren wir auf Wunsch Lieferscheine und Ladung.
Außerhalb der Betriebszeiten geht die Pforte in eine Streife über. Wir prüfen Zaunlinien zur Bahn und zum Ufer, Hallentore, Außenlager und Notausgänge und melden Auffälligkeiten an Ihre Rufbereitschaft, festgehalten mit Uhrzeit im Bericht.
Organisation aus unserer Berliner Niederlassung
Berlin liegt in unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in Friedrichshain-Kreuzberg plant unsere Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Bezirk selbst unterhalten wir kein Büro. Für jeden Standort bilden wir eine feste Gruppe, die Gelände, Hausregeln und Ansprechpartner kennt, und halten eingearbeitete Vertretungen bereit.
Die Dienstanweisung erarbeiten wir mit Ihrer Standortleitung: Zutrittsstufen, Schlüsselübergabe, Verhalten bei Alarm, Brand oder Unfall. Unternehmen mit weiteren Flächen jenseits der Elsenbrücke in Treptow-Köpenick oder in Mitte können wir in einem gemeinsamen Vertrag führen.
Qualifikation der Kräfte
Für Werkschutz setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein; reine Empfangsaufgaben können auch Kräfte mit Unterrichtung übernehmen. Unsere Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor dem ersten Dienst werden alle Kräfte in Ihre Sicherheitsregeln, Notfallabläufe und Geheimhaltungsvorgaben eingewiesen. Weitere Informationen finden Sie unter Werkschutz und für ganz Berlin unter Werkschutz in Berlin.
Kosten eines dauerhaften Werkschutzes
Werkschutz ist fast immer ein Dauerauftrag. Als Orientierung gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die nur werktags zu Geschäftszeiten besetzt ist, liegt eher unten. Eine Besetzung rund um die Uhr, zusätzliche Kräfte für Fremdfirmenbegleitung oder besondere Anforderungen an Zuverlässigkeitsprüfungen erhöhen den Preis. Nach einem Rundgang über Ihr Gelände erhalten Sie eine Aufstellung, in der jede Position einzeln steht.


