Industrie in einem Innenstadtbezirk
Charlottenburg war im 19. Jahrhundert ein Industriestandort: Siemens & Halske und Schering siedelten sich im Nordosten an, an Einsteinufer und Gaußstraße standen Gaswerke, und 1900 errichtete die Stadt ein eigenes Elektrizitätswerk. Vieles davon ist verschwunden oder umgebaut. Geblieben ist ein Band aus Betrieben entlang der Spree, das heute zwischen Wohnhäusern, Hochschulen und Bürobauten liegt.
Gerade diese Lage macht Werkschutz im Bezirk anspruchsvoll. Werkstore öffnen sich direkt auf belebte Straßen, Lieferverkehr teilt sich die Fahrbahn mit Bussen und Radfahrern, und auf dem Nachbargrundstück wohnen Menschen, die nachts Ruhe erwarten. Wer hier ein Gelände schützt, muss zuverlässig kontrollieren, ohne die Nachbarschaft zu belasten.
Wo Werkschutz im Bezirk gebraucht wird
Diese Standorte und Gebiete zeigen, wo im Bezirk Werks- und Betriebsflächen liegen. Sie sind als Beispiele für den Bedarf gedacht, nicht als Kundenliste:
- Spreestadt Charlottenburg an Salzufer, Franklinstraße und Wegelystraße, insgesamt rund 25 Hektar mit dem KPM-Quartier
- Königliche Porzellan-Manufaktur an der Wegelystraße, seit den 1870er-Jahren am Ort
- Produktion von Beiersdorf an der Franklinstraße
- Heizkraftwerk Charlottenburg auf dem Kalowswerder zwischen Am Spreebord und Quedlinburger Straße
- Autohäuser und Werkstätten am Salzufer, wo Daimler-Benz schon 1927 seine Berliner Hauptniederlassung hatte
- Messegelände mit 27 Hallen und eigenem Gleisanschluss zwischen Masurenallee und Jafféstraße
Kraftwerk und Energie: Zutritt nur mit Anlass
Das Heizkraftwerk Charlottenburg erzeugt mit drei Gasturbinen Strom und Fernwärme und wird heute von der BEW Berliner Energie und Wärme betrieben. Für die Jahre bis 2029 ist geplant, die Turbinen durch eine neue Anlage zu ersetzen. Auf Energieanlagen dieser Art arbeiten in solchen Phasen viele Fremdfirmen gleichzeitig, oft mit eigenen Fahrzeugen und Material.
Für Anlagen mit hohem Schutzbedarf übernehmen wir die Zutrittskontrolle am Tor anhand der Freigaben des Betreibers, gleichen Ausweise und Fahrzeuge mit der Tagesliste ab, geben Besucherausweise aus und nehmen sie beim Verlassen wieder zurück. Fremdfirmen werden zum Einsatzort begleitet oder an die verantwortliche Stelle übergeben. Wer nicht auf der Liste steht, wartet am Tor, bis der Betreiber entschieden hat.
Schichtbetrieb, Messeaufbau und Nachtrundgang
In produzierenden Betrieben richtet sich der Werkschutz nach den Schichtzeiten. Zum Schichtwechsel ist das Tor am stärksten belastet: Mitarbeiter kommen und gehen, gleichzeitig treffen Lieferungen ein. Unsere Kraft am Tor prüft Lieferscheine, weist Fahrzeuge zur Rampe ein und hält die Zufahrt frei. Nach Betriebsschluss gehen wir Hallen, Außenlager, Zaun und Rampen ab, prüfen Türen und Tore und schließen offene Fenster.
Auf dem Messegelände ist der Rhythmus ein anderer. Zwischen zwei Messen ziehen in kurzer Zeit Messebauer, Speditionen und Aussteller ein. Hier geht es vor allem darum, wer mit welchem Fahrzeug zu welcher Halle darf, und darum, dass Material über Nacht nicht verschwindet.
Jede Schicht endet mit einem Bericht: Zeitpunkt der Kontrollen, eingelassene Fremdfirmen, Auffälligkeiten. Bei einem Vorfall verständigen wir die Stellen in der Reihenfolge, die in Ihrem Alarmplan steht.
Organisation und Qualifikation
Geplant wird der Werkschutz in unserer Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Bezirk selbst unterhalten wir kein Büro. Für Ihr Werk stellen wir ein festes Team zusammen, das Gelände, Abläufe und Ansprechpartner kennt, und weisen Vertretungen vor dem ersten Dienst ein. Betriebe mit weiteren Standorten im Westen, etwa in der Siemensstadt, können wir aus derselben Planung betreuen.
Alle eingesetzten Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Unter +49 4321 78 33 590 sind wir jederzeit für Sie da.
Was Werkschutz im Bezirk kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit fester Torbesetzung zu gleichbleibenden Schichtzeiten lässt sich günstiger planen als einzelne Einsätze während eines Messeaufbaus oder eines Anlagentauschs. Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden sowie besondere Anforderungen an Zutritt und Prüfung verschieben den Preis nach oben.
Nach einer Begehung bekommen Sie ein Angebot mit getrennten Posten für Tor, Rundgang und Bereitschaft. Weitere Leistungen im Bezirk finden Sie unter Sicherheitsdienst Charlottenburg-Wilmersdorf, den Überblick für das ganze Land unter Werkschutz Berlin.


