Hafenbetrieb, der geblieben ist
Die Überseestadt wird oft als neues Wohn- und Büroviertel beschrieben. Das stimmt nur für einen Teil. Das nördliche Drittel und große Abschnitte am Weserufer sind weiterhin industriell geprägt, der Holz- und Fabrikenhafen wird nach wie vor als Hafen genutzt. Nordöstlich der Eduard-Suling-Straße arbeiten aktive Hafenbetriebe, die bei der Planung des Zukunftsquartiers Piek 17 ausdrücklich in einem eigenen Verfahren beteiligt wurden.
Für einen Werkschutz ergibt sich daraus eine ungewöhnliche Lage. Auf der einen Seite des Zauns laufen Förderbänder und Schiffe werden beladen, auf der anderen Seite joggen Anwohner oder machen Touristen Fotos von Silos. Ein Werk, das früher am Rand eines abgeschlossenen Hafens lag, steht heute mitten in einem Stadtquartier.
Betriebe mit Werkschutzbedarf
Diese Unternehmen und Flächen bestimmen die industrielle Seite des Quartiers:
- die Rolandmühle, gegründet 1897, die nach eigenen Angaben rund 350.000 Tonnen Getreide im Jahr verarbeitet und etwa 100 Menschen beschäftigt
- die Rickmers Reismühle, ebenfalls mit Sitz in der Überseestadt
- die Hansakai Umschlagbetriebe als Teil der Hafenwirtschaft am Wasser
- KAEFER Isoliertechnik, Mitglied der Initiative Stadtbremische Häfen
- der Bremer Großmarkt, der seit November 2002 in der Überseestadt in Betrieb ist
An den Silos der Rolandmühle legen jährlich 100 bis 200 Schiffe an. Wo Schiffe festmachen, kommen Besatzungen, Lotsen, Schiffsmakler und Behörden auf das Gelände, oft außerhalb der regulären Arbeitszeit. Am Großmarkt beginnt der Betrieb dagegen lange vor Sonnenaufgang mit einer Welle von Lieferfahrzeugen.
Pforte und Zufahrt: wer kommt, wer geht
An der Pforte erfassen unsere Kräfte Fahrzeuge mit Kennzeichen, Spedition und Ziel, geben Besucherausweise aus und begleiten Fremdfirmen bis zur Unterweisung. Bei Schiffsanläufen gleichen wir Crewlisten oder Ankündigungen der Agentur ab, damit nur angemeldete Personen das Gelände betreten. Auf Wunsch prüfen wir bei der Ausfahrt Lieferscheine gegen Ladung.
Ein besonderes Augenmerk gilt Personen, die sich ohne bösen Willen auf das Gelände verirren. Spaziergänger von der Promenade, Radfahrer auf dem Weg zum Waller Sand oder Fotografen suchen oft nur einen besseren Blick auf das Wasser. Wir sprechen sie freundlich an und führen sie zurück, bevor sie in einen Fahrweg von Staplern oder Lkw geraten.
Nachtrunde zwischen Silo, Halle und Kaje
Nachts verlagert sich die Aufgabe vom Tor auf das Gelände. Wir gehen Zäune und Hallentore ab, kontrollieren Kajen und Liegeplätze und achten auf Geräusche oder Gerüche, die nicht zum Ruhezustand passen. In Mühlen und an Silos ist Staub ein Thema, daher melden wir offene Klappen, laufende Förderanlagen und jede Rauchentwicklung sofort an Ihre Bereitschaft. Selbst greifen wir in Anlagen nicht ein.
Die Reihenfolge der Kontrollpunkte legen wir mit Ihrer Werkleitung fest und variieren die Zeiten, damit niemand den Ablauf von außen vorhersagen kann. Jede Runde wird mit Zeitstempel dokumentiert.
Organisation aus der Niederlassung Bremen
Bremen gehört zu unserer Kernregion Nord. Unsere Niederlassung Bremen plant den Werkschutz in der Überseestadt aus dem eigenen Personalstamm, mit einem festen Team und vorab eingewiesenen Vertretungen. Gemeinsam mit Ihnen entsteht eine Dienstanweisung mit Zutrittsregeln, Schlüsselordnung und Meldewegen bei Unfall, Brand oder Einbruch. Betriebe mit weiteren Standorten im Bremer Westen, etwa in Gröpelingen, können diese in denselben Plan aufnehmen.
Für den Werkschutz setzen wir vorrangig Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, für das Land unter Werkschutz in Bremen und für das Quartier unter Sicherheitsdienst Bremen-Überseestadt.
Kosten für den Werkschutz am Hafen
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, daher lohnt eine genaue Planung. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Betrieb, der seine Pforte nur zu Schichtbeginn, bei Schiffsanläufen und nachts mit Rundgängen besetzt, liegt eher im unteren Bereich. Eine durchgehende Besetzung an sieben Tagen oder Ladungskontrolle bei jeder Ausfahrt liegen höher. Sie erhalten nach einem Termin vor Ort ein Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen.


