Eine Papierstadt mit langer Geschichte
Schon 1710 erhielt Rütger von Scheven in Düren die Erlaubnis für eine Papiermühle; aus ihr ging das Werk Neumühl hervor, die älteste Papierfabrik der Stadt. Heute produziert dort Kanzan Spezialpapiere mit rund 300 Beschäftigten etwa 60.000 Tonnen Thermo- und Inkjetpapier im Jahr. In Krauthausen stellt Schoellershammer seit 1784 Papier her, heute vor allem Wellpappenrohpapier, rund 768 Tonnen am Tag, zu etwa 94 Prozent aus Altpapier.
Neben Papier prägen Textil- und Metallverarbeitung die Stadt. Mehr als ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitete 2017 im produzierenden Gewerbe. Für den Werkschutz bedeutet das Betriebe mit Dauerlauf, großen Freilagern und viel Lieferverkehr.
Viele dieser Betriebe liegen nicht in einem abgeschlossenen Industriegebiet, sondern am Rand gewachsener Stadtteile wie Krauthausen, Mariaweiler oder Birkesdorf. Wo Wohnhäuser, Felder und Werkszaun aneinandergrenzen, ist die Zahl der Zugänge hoch, und nicht jeder Weg ist auf den ersten Blick als Werksgelände erkennbar.
Werke und Gewerbelagen im Stadtgebiet
Die genannten Unternehmen und Flächen zeigen, wo Werkschutz-Aufgaben anfallen. Kunden von uns sind sie nicht:
- Krauthausen: Schoellershammer mit eigenem Braunkohlekraftwerk und Wasserentnahme aus der Rur
- Süden des Stadtgebiets: Kanzan im Werk Neumühl, Erweiterung der Thermopapierlinie seit Ende 2023
- Mariaweiler: GKD mit technischen Geweben aus Draht und Kunststoff und rund 480 Beschäftigten am Stammsitz, daneben die Heimbach-Gruppe
- Birkesdorf: Anker Gebr. Schoeller
- Lendersdorf: Queck Stahlbau
- Im Großen Tal: über 90 Hektar mit mehr als 150 Unternehmen an A 4 und B 56
- Industriepark Niederau in Krauthausen sowie die gemeinsamen Flächen Talbenden/Rurbenden mit Niederzier und Stockheimer Landstraße mit Kreuzau
Am Tor: Altpapier rein, Rollen raus
Eine Papierfabrik lebt vom Kreislauf. Auf den Hof kommen Lkw mit gepressten Altpapierballen, Chemikalien und Ersatzteilen, hinaus gehen Rollen, Bogen und Paletten. An der Pforte prüfen wir Kennzeichen, Spedition und Frachtpapier gegen die Avisierung, weisen den Fahrer an die richtige Waage oder Rampe und halten fest, wer wann gekommen und gegangen ist.
Bei der Ausfahrt kontrollieren wir nach Ihrer Vorgabe Plomben, Lieferscheine und Palettenzahl. Leergut, Gitterboxen und Restrollen auf dem Hof sind begehrt; wir nehmen die Freiflächen deshalb in die nächtlichen Runden auf und achten auf Lücken im Zaun und ungesicherte Tore.
Bei Gewebeherstellern sieht die Pforte anders aus: weniger Massengut, dafür Draht, Kunststoff und Halbzeuge mit hohem Wert je Kilo. Hier geht es stärker um die Frage, wer in welche Halle darf und was beim Verlassen in den Fahrzeugen liegt.
Stillstand, Revision und Fremdfirmen
Papiermaschinen stehen selten still. Wenn doch, dann für eine geplante Revision, und dann arbeiten auf einmal viele Monteure verschiedener Firmen gleichzeitig. Wir geben Ausweise aus, gleichen Namen mit Ihrer Liste der unterwiesenen Personen ab und begleiten Fremdfirmen in Bereiche, die sie nur mit Erlaubnis betreten dürfen.
Am Wochenende und an Feiertagen, wenn in kleineren Betrieben niemand arbeitet, laufen unsere Kräfte Zäune, Hallentore und Lager zu wechselnden Zeiten ab. Auffälligkeiten melden wir an Ihren Bereitschaftsdienst, Vorkommnisse stehen mit Uhrzeit im Bericht.
Betriebe mit weiteren Werken in Kerpen oder Aachen können den Werkschutz dort mit demselben Ansprechpartner abstimmen.
Ablauf eines Werkschutz-Auftrags in Düren
Düren liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, wir haben in Nordrhein-Westfalen kein eigenes Büro. Vor einem Angebot klären wir, ob Schichtmodell, Zahl der Posten und Laufzeit zu unserem verfügbaren Personal und zur Anfahrt passen. Sagen wir zu, gibt es einen festen Ansprechpartner und eine abgestimmte Dienstanweisung je Posten.
Wer über Zutritt entscheidet oder Kontrollen durchführt, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, alle anderen mindestens die Unterrichtung. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 rund um die Uhr erreichbar. Torbuch, Runden und besondere Vorkommnisse halten wir schriftlich fest.
Kosten für Werkschutz in Düren
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein ganzjährig besetztes Tor im Schichtbetrieb ist pro Stunde günstiger als eine kurzfristige Verstärkung für eine zweiwöchige Revision. Teurer wird es durch Nachtstunden, Sonn- und Feiertage, Sachkunde an jedem Posten und Zusatzaufgaben wie Ladungs- oder Ausweiskontrolle.
Ruht die Produktion am Wochenende, reicht oft eine Streife statt einer durchgehend besetzten Pforte. Hat Ihr Gelände mehrere Tore, kann es genügen, nachts nur das Haupttor zu besetzen und die übrigen fest in die Runde aufzunehmen. Mehr über das Land lesen Sie unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.


