Ein Industriegebiet, das nie schließt
Südlich der Stadt, unmittelbar an der A 15, liegt das Logistik- und Industriezentrum Lausitz. Über 50 Unternehmen haben sich dort angesiedelt: Metallverarbeiter, Betriebe der Kabeltechnik und des Hallenbaus, Kunststoffverarbeiter, Hersteller von Werbetechnik, Speditionen und europaweit tätige Zolldienstleister. Die Industrieflächen haben eine Betriebsgenehmigung rund um die Uhr, und das wird genutzt: Schichtbetrieb, Nachtanlieferung und Abholung am Wochenende sind hier Alltag.
Damit verschiebt sich die Frage des Werkschutzes. Es geht weniger darum, ein dunkles Gelände zu bewachen, als darum, ein laufendes Werk zu kontrollieren: Wer fährt um zwei Uhr nachts aufs Gelände, mit welchem Auftrag, und wer prüft, ob die geladene Ware zum Frachtbrief passt?
Zoll, Grenze und internationale Fahrer
Die A 15 ist Teil des europäischen Verkehrskorridors von Hamburg über Berlin nach Wrocław und Kraków, und führt von der Anschlussstelle direkt weiter zum Grenzübergang Forst–Olszyna. Im Industriegebiet selbst sitzt die Abfertigungsstelle des Zollamts Forst. Viele Sendungen werden also hier verzollt, umgeladen oder zwischengelagert.
An der Pforte stehen deshalb regelmäßig Fahrer, die kein Deutsch sprechen, mit Papieren aus mehreren Ländern. Für den Werkschutz heißt das: klare, mehrsprachige Hinweise am Tor, eine feste Wartezone und Personal, das ruhig bleibt, wenn eine Abholung nicht im System steht. Ob eine Ware unter Zollverschluss steht, regeln Sie mit Ihrem Zolldienstleister; wir sorgen dafür, dass nichts ohne Freigabe das Tor verlässt.
Aufgaben an Tor, Rampe und Gleis
Welche Aufgaben Ihr eigenes Personal behält und welche wir übernehmen, legen wir in der Dienstanweisung fest. In Forster Betrieben fallen typischerweise an:
- Zufahrtskontrolle mit Abgleich von Kennzeichen, Frachtbrief und Abholauftrag
- Anmeldung von Fremdfirmen, Servicetechnikern und Besuchern, Ausgabe und Rücknahme von Ausweisen
- Steuerung der Lkw-Warteschlange, damit die Zufahrtsstraße frei bleibt
- Kontrolle von Waggons und Gleisbereich bei Betrieben mit eigenem Anschluss
- Streifen über Außenlager mit Metall, Kabeltrommeln und Kunststoffgranulat
- Verschlusskontrolle von Hallentoren und Nebeneingängen bei Schichtende
Bei Werken mit Gleisanschluss gehören Rangierzeiten in die Planung: Wann wird zugestellt, wer öffnet das Tor für die Lok, und wie wird der Gleisbereich abgesichert, solange Waggons offen stehen?
Material im Freien
Metallbau, Kabeltechnik und Hallenbau haben eines gemeinsam: Ein großer Teil des Materials liegt draußen. Profile, Bleche, Kabeltrommeln und Stahlträger stehen auf dem Hof, weil sie zu sperrig für die Halle sind. Gerade Kupfer und Aluminium haben einen hohen Wiederverkaufswert und sind schnell verladen.
Weil das Gebiet direkt an der Autobahn liegt, ist ein Fahrzeug nach einem Diebstahl in Minuten auf dem Weg in jede Richtung. Wir empfehlen deshalb Streifen zu wechselnden Zeiten statt einer festen Uhrzeit, eine Bestandsaufnahme der Lagerflächen vor dem ersten Dienst und eine Meldung, sobald sich ein Stapel sichtbar verändert hat.
Organisation und Qualifikation
Forst liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro vor Ort haben wir nicht; geplant wird von unserer Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81, eingesetzt wird Personal aus dem eigenen Stamm. Für Dauerobjekte bilden wir feste Teams mit Vertretung. Jede Schicht endet mit einem schriftlichen Bericht, besondere Vorkommnisse melden wir sofort an die benannte Stelle im Werk.
Kräfte an der Pforte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wer Fahrzeuge und Personen kontrolliert, die Sachkundeprüfung. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Informationen: Werkschutz, Werkschutz in Brandenburg und alle Leistungen unter Sicherheitsdienst Forst (Lausitz). Betriebe weiter nördlich an der Neiße finden ihre Seite unter Guben.
Kosten für Werkschutz in Forst
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag mit vielen Stunden im Monat, deshalb lohnt der genaue Zuschnitt. Ein Werk, das rund um die Uhr produziert, braucht eine durchgehend besetzte Pforte; ein Betrieb mit zwei Schichten kommt vielleicht mit einer Nachtbesetzung und Streifen am Wochenende aus. Sprachkenntnisse, Gleisdienst und der Nachtanteil verschieben den Preis innerhalb der Spanne.


