Wo in Forst gerade gebaut wird
Forst ist eine Stadt im Umbau. Bis zum Frühjahr 2024 hat der Tagebau Jänschwalde auf Forster Gebiet Kohle gefördert, rund 2.431 Hektar und damit gut ein Fünftel der Stadtfläche hat er beansprucht. Auf diesem Land wachsen jetzt Anlagen zur Stromerzeugung. Gleichzeitig plant die Stadt im Süden neue Industrieflächen, und in der Innenstadt werden alte Fabrik- und Wohnbauten erneuert. Für Bauherren heißt das: Baustellen liegen hier oft weit draußen, weitläufig und ohne Nachbarn, die abends etwas bemerken würden.
Die Vorhaben unterscheiden sich stark. Ein Solarfeld mit Hunderttausenden Modulen braucht eine andere Bewachung als ein Gerüst an einem Altbau in der Nordstadt oder ein Erschließungsabschnitt mit Bagger und Rohrlager an der Autobahn. Wir planen deshalb jede Baustelle einzeln.
Großbaustellen auf der Bergbaufolgelandschaft
Den größten Flächenbedarf hat der Energiepark Bohrau mit insgesamt 408 Hektar. Für den ersten Bauabschnitt sind 230.000 Photovoltaikmodule auf 130 Hektar vorgesehen; vorbereitet wird seit dem Frühjahr 2025, fertig sein soll er im zweiten Halbjahr 2026. Westlich davon wird der Windpark Briesnig II mit 17 Anlagen errichtet, zwölf davon auf Forster Gebiet, die ab 2026 nach und nach in Betrieb gehen. Nördlich des Klinger Sees liefert seit Februar 2025 der Solarpark Jänschwalde mit über 55.000 Modulen Strom.
Auf solchen Baufeldern liegt draußen, was sich schnell zu Geld machen lässt: Kupferkabel auf Trommeln, Wechselrichter, Modulpaletten, Werkzeugcontainer und Dieselvorräte für die Maschinen. Hinzu kommt eine Besonderheit der Bergbaufolgelandschaft: Ein großer Teil des Geländes ist nicht für die Öffentlichkeit freigegeben, der Klinger See samt Ufer gilt als Sperrbereich. Fahrwege für unsere Streife legen wir deshalb vorab mit Bauleitung und Flächeneigentümer fest, statt Wege zu nutzen, die nur auf Karten im Netz befahrbar aussehen.
- Streifen zu wechselnden Zeiten entlang von Bauzaun und Toren
- Kontrolle von Kabeltrommeln, Modullagern und Containern auf Aufbruchspuren
- Abschließen und Prüfen der Zufahrten nach Arbeitsende
- Meldung an Bauleitung und Polizei, wenn Zaunfelder offen oder Fahrzeugspuren frisch sind
Neue Industrieflächen und Erschließung im Süden
Am Logistik- und Industriezentrum Lausitz bereitet die Stadt mit den Teilgebieten 6 und 7 rund 60 Hektar zusätzliche Industriefläche vor, mit direktem Anschluss an Autobahn und Bahn. Ein Vorentwurf für den Bebauungsplan liegt vor, die frühe Beteiligung der Behörden hat stattgefunden. Außerdem ist am Standort ein Terminal für den kombinierten Verkehr in Planung. Wenn hier Straßen, Leitungen und Gleisanlagen gebaut werden, stehen Bagger, Walzen und Rohre über Wochen auf offenem Feld direkt an der A 15.
Für Erschließungsbaustellen empfehlen wir eine Mischung aus festen Kontrollpunkten an Maschinenstandorten und offenen Streifen über die Trasse. Weil die Autobahn nah ist, zählt jede Minute: Wer Diesel abzapft oder Kleingerät verlädt, ist schnell weg. Über Ortsteile wie Mulknitz soll zudem frühestens 2029 eine Ersatzstraße nach Grötsch die frühere Kreisstraße K 7135 ersetzen, auch dort werden Baufelder über längere Zeit offen liegen.
Sanierung in Nordstadt und Westlicher Innenstadt
Nicht nur draußen wird gebaut. Forst gehört seit 1991 zu den Städten in der Städtebauförderung, aktuell sind die Nordstadt und die Westliche Innenstadt als Sanierungsgebiete festgelegt. Zwischen Stadtkirche und Mühlgraben ist der zentrale Teil der Grünen Mitte noch in Planung, nachdem dort zuletzt 2021 und 2022 der Geschichtsgarten angelegt wurde. Die frühere Pestalozzischule wird für die Pflegeausbildung modernisiert, und die einstige Tuchfabrik in der Sorauer Straße wurde bis 2025 zum Museum umgebaut.
Bei Baustellen im Bestand geht es um andere Risiken als auf dem Feld: Gerüste laden zum Einstieg in leere Wohnungen ein, Baustoffe stehen im Hof, Fenster sind ausgebaut. Wir kontrollieren Gerüste und Hauszugänge, prüfen, ob Bauzugänge nach Feierabend verschlossen sind, und achten in bewohnten Häusern darauf, dass Mieter nicht durch offene Baustellenbereiche gehen.
So organisieren wir die Bewachung
Forst liegt in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Einsätze plant unsere Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81, mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm. Vor dem ersten Dienst gehen wir die Baustelle mit Ihrer Bauleitung ab, halten Zufahrten, Lagerflächen und Ansprechpartner schriftlich fest und vereinbaren, wer bei einem Vorfall nachts angerufen wird. Schäden und offene Stellen melden wir mit Foto und Uhrzeit, damit Sie am Morgen wissen, was zu tun ist.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Baustellenbewachung, zum Land unter Baustellenbewachung in Brandenburg und alle Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Forst (Lausitz). Für Baustellen im Oberzentrum nebenan gibt es eine eigene Seite: Cottbus.
Womit Sie bei den Kosten rechnen können
Als Orientierung dienen 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen bestimmt vor allem der Bauablauf den Aufwand: Solange auf einem Solarfeld Module und Kabel draußen liegen, ist eine dichte Nachtbewachung sinnvoll; sind die Anlagen montiert und abgenommen, reichen oft einzelne Kontrollfahrten. Wir passen die Besetzung deshalb an die Bauphasen an, statt über Monate denselben Umfang zu berechnen. Wochenenden, Feiertage, die Größe des Geländes und die Anfahrt zu abgelegenen Feldern legen fest, wo Ihr Auftrag in der Spanne liegt.


