Ein Industriegelände aus der Zeit des Gaskombinats
Die Industrie in Spremberg hat eine lange Linie: 1958 entstand im heutigen Ortsteil Schwarze Pumpe das Gaskombinat, das einen großen Teil des Stadtgases der DDR erzeugte. Aus dem Kombinatsgelände ist der Industriepark Schwarze Pumpe geworden. Er umfasst rund 720 Hektar auf den Gemarkungen Schwarze Pumpe und Trattendorf sowie im sächsischen Zerre; 310 Hektar gehören zur Gemeinde Spreetal. Nach Angaben für 2021 arbeiten dort rund 120 Unternehmen mit etwa 5.500 Beschäftigten.
Für den Werkschutz ist diese Struktur entscheidend. Es gibt nicht das eine Werkstor, sondern viele Betriebe mit eigenen Zäunen, eigenen Schichtplänen und sehr unterschiedlichen Gefahren. Ein Kraftwerk verlangt andere Regeln als ein Kartonagenwerk, und wer zwei Betriebe nebeneinander betreut, muss beide Regelwerke sicher auseinanderhalten.
Betriebe im Industriepark und in der Stadt
Zu den bekannten Namen auf dem Gelände und in Spremberg selbst gehören:
- das Kraftwerk Schwarze Pumpe der LEAG mit zwei Blöcken zu je 800 Megawatt, in Betrieb seit 1997 und 1998
- die Brikettfabrik Schwarze Pumpe mit rund 200 Beschäftigten, nach dem Ende in Frechen die letzte aktive Brikettfabrik Deutschlands
- die Papierfabrik Hamburger Rieger mit zwei Papiermaschinen und einem Ersatzbrennstoff-Kraftwerk, das Prozessdampf liefert
- das Wellpappewerk, Danogips, VG-Orth und Knauf aus der Gipsbranche sowie Linde für technische Gase
- der Batteriespeicher BigBattery Lausitz mit 53 Megawattstunden nutzbarer Kapazität
- in der Kernstadt die Feingießerei Spremberg und das Sprela-Werk von Kronospan
Hinzu kommen Logistik- und Dienstleistungsfirmen wie die Transportgesellschaft TSS oder der Kranspezialist Felbermayr, deren Fahrzeuge täglich zwischen den Betrieben unterwegs sind.
Aufgaben an Tor, Waage und Zaun
Was ein Betrieb im Industriepark vom Werkschutz braucht, hängt von Ware, Anlage und Schichtsystem ab. Häufig gefragt sind:
- Pfortendienst mit Ausweis- und Besucherkontrolle zu den Schichtwechseln
- Abfertigung von Lkw: Kennzeichen, Lieferschein, Ladung, Einweisung zur Waage oder Rampe
- Anmeldung und Einweisung von Fremdfirmen, Prüfung der Freigaben, Abmeldung bei Arbeitsende
- Nachtstreife entlang von Zaun, Freilagern, Altpapier- und Ballenlagern
- Kontrolle von Kupfer, Werkzeug und Ersatzteilen in Werkstätten und Containern
- Sperrbereiche, die nur von außen geprüft werden, nach Vorgabe Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit
Bei Alarm oder Störung handeln unsere Kräfte nach der Reihenfolge, die wir mit Ihnen vereinbart haben, und verständigen Ihre Rufbereitschaft, die Feuerwehr oder die Polizei. Weil die Landesgrenze durch das Gelände läuft, steht in der Dienstanweisung, welche Polizeidienststelle für welchen Abschnitt zuständig ist.
Revisionen, Stillstände und der Wandel im Revier
Bei Revisionen an Kesseln, Mahlanlagen oder Papiermaschinen sind oft deutlich mehr Fremdfirmen auf dem Gelände als im Regelbetrieb. Dann zählt eine Pforte, die Listen, Ausweise und Einweisungen vorbereitet hat, damit am ersten Revisionstag nicht die halbe Mannschaft vor dem Tor wartet. Wir verstärken in solchen Wochen die Besetzung und planen sie mit Ihrer Instandhaltung voraus.
Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle werden in der Lausitz Anlagen umgebaut oder außer Betrieb genommen. Was abgeschaltet ist, bleibt oft lange voll mit Metall, Kabeln und Technik. Für solche Flächen eignen sich Streifen ohne feste Uhrzeit statt eines Dauerpostens.
Wie wir den Werkschutz organisieren
Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein eigenes Büro in Spremberg unterhalten wir nicht; geplant werden die Dienste aus dem Personalstamm über die Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Berlin. Vor dem Start gehen wir Tore, Wege und Sperrzonen mit Ihnen ab und schreiben eine Dienstanweisung, die jede Kraft vor dem ersten Dienst kennt. Für dauerhafte Pforten planen wir feste Teams, damit Ihre Mitarbeiter und Lieferanten vertraute Gesichter sehen.
Am Tor setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Streifen mindestens mit Unterrichtung. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Weitere Informationen bieten die Seiten Werkschutz, Werkschutz in Brandenburg und Sicherheitsdienst Spremberg; für Betriebe auf der sächsischen Seite lohnt ein Blick auf Sicherheitsdienst Hoyerswerda.
Kosten für Werkschutz in Spremberg
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, und das macht ihn gut kalkulierbar. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Auftrag liegt, entscheiden die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, die verlangte Qualifikation am Tor und ob Revisionen zusätzliche Besetzung brauchen. Wir trennen im Angebot den Regelbetrieb von Sonderlagen wie Stillständen, damit Sie beides getrennt planen können.


