Warum Brandwachen in Gelsenkirchen häufig gebraucht werden
In Gelsenkirchen treffen zwei Gebäudewelten aufeinander, in denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen. Auf der einen Seite stehen Industrieanlagen, in denen brennbare Stoffe verarbeitet werden: die Raffinerie mit ihren Werken in Scholven und Horst, die Olefinanlagen, das Kraftwerk Scholven. Bei Instandhaltung und Revision wird dort geschweißt und getrennt, oft unter strengen Freigaberegeln des Betreibers.
Auf der anderen Seite steht ein großer Bestand an alten Bauten. Die Stadt führt 343 Baudenkmale, darunter Schlösser, Kirchen, Zechengebäude und Theater. Bei Sanierungen in solchen Häusern sind Holzbalken, Dachstühle und historische Ausstattung im Spiel, und Wiederaufbau ist kaum möglich, wenn etwas verloren geht.
Ein Beispiel für den Umgang mit solchen Häusern ist das Hans-Sachs-Haus: Es wurde hinter seiner Backsteinfassade und dem Turm vollständig entkernt und neu aufgebaut, bevor es 2013 wieder die Stadtverwaltung aufnahm. Bei Umbauten dieser Art laufen über Monate Trenn-, Schweiß- und Dacharbeiten in einem Gebäude, dessen Hülle erhalten bleiben soll. Für die Brandwache heißt das, nicht nur die Arbeitsstelle, sondern auch Fassade, Dachkonstruktion und Nachbarräume im Blick zu behalten.
Gebäude und Anlagen mit besonderem Brandrisiko
Diese Orte zeigen, wo in Gelsenkirchen Heißarbeiten mit Brandwache sinnvoll oder verlangt sind:
- Raffinerie Scholven und Werk Horst: Revisionen an Kolonnen, Leitungen und Tanklagern
- Kraftwerk Scholven: Arbeiten an Kesseln, Rohrleitungen und an der Gas-und-Dampf-Anlage
- Musiktheater im Revier am Kennedyplatz, 1959 von Werner Ruhnau entworfen, seit 1997 Baudenkmal
- Schloss Horst, ein Renaissancebau von 1556 bis 1578, heute Standesamt mit Glashalle im Innenhof
- Schloss Berge in Buer, seit 1988 unter Denkmalschutz, heute Hotel mit Restaurant
- Zeche Consolidation in Bismarck: denkmalgeschützte Schächte und Maschinenhäuser, darin das Consol-Theater
Dazu kommen die Kohlenmischanlage im Nordsternpark, die bis 2027 zum Ausstellungsort umgebaut wird, und die Zechengebäude von Nordstern, in denen heute Büros liegen.
Was unsere Brandwache während und nach den Arbeiten tut
Vor Beginn lassen wir uns vom Verantwortlichen des Auftraggebers einweisen: Wo wird gearbeitet, welche brennbaren Stoffe liegen in der Nähe, wo stehen Feuerlöscher und Wandhydranten, wie wird die Feuerwehr alarmiert. Unser Personal wird vor Ort in die bereitgestellten Löschmittel eingewiesen und hält sie während der Arbeiten griffbereit. Es beobachtet den Arbeitsbereich, auch Stellen, an die Funken durch Fugen, Durchbrüche oder Schächte gelangen können, und stoppt die Arbeiten, wenn etwas nicht stimmt. In Industrieanlagen gehört dazu, die Vorgaben des Betreibers zu Gasmessung und Abstand zu Behältern zu kennen und deren Einhaltung zu beobachten.
Nach Ende der Heißarbeiten bleibt die Brandwache für die Nachkontrolle, deren Dauer Ihr Erlaubnisschein oder Ihr Betreiber festlegt. In dieser Zeit kontrollieren wir Decken, Wände, Hohlräume und angrenzende Räume auf Glutnester und Rauch. Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Erst wenn der Bereich ruhig ist, melden wir die Freigabe und halten sie mit Uhrzeit im Bericht fest.
Brandwachen in Nordrhein-Westfalen: unsere Organisation
Unser Hauptsitz ist Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Ein Büro in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht, Brandwachen in Gelsenkirchen übernehmen wir vorhabenbezogen. Bei geplanten Revisionen oder Sanierungen klären wir früh, wie viele Kräfte an wie vielen Arbeitsstellen gleichzeitig gebraucht werden und ob wir das über die gesamte Dauer verlässlich stellen. Lässt sich das nicht zusagen, hören Sie es vor dem Angebot.
Ihr Ansprechpartner ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem Einsatz am Ort der Arbeiten eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen und alles zur Stadt unter Sicherheitsdienst Gelsenkirchen. Für Anlagen im Norden lohnt der Blick nach Marl und Gladbeck.
Preis einer Brandwache in Gelsenkirchen
Für Brandwachen rechnen Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Die Stundenzahl ergibt sich aus der Dauer der Heißarbeiten plus der vorgeschriebenen Nachkontrolle. Oft fällt die Nachkontrolle in den Abend oder die Nacht, bei Revisionen auch auf Wochenenden, und das beeinflusst den Preis stärker als die eigentliche Arbeitszeit.
Laufen mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig, rechnen wir eine Kraft je Stelle oder eine gemeinsame Aufsicht, wenn die Stellen nah beieinanderliegen und das Ihre Freigabe erlaubt. Beides stellen wir Ihnen im Angebot getrennt dar.


