Bauen auf früheren Industrieflächen
Viele Baustellen in Gelsenkirchen liegen auf Flächen, die früher Zechen, Kraftwerke oder Stahlwerke trugen. Das prägt die Arbeit: Unter manchem Baufeld liegen Altlasten, die abgedeckt bleiben müssen, Aushub wird vor dem Abtransport beprobt, und denkmalgeschützte Bauten stehen direkt neben den neuen. Für die Bewachung heißt das, dass nicht nur Maschinen und Material zählen, sondern auch abgesperrte Bereiche, die niemand betreten soll.
Hinzu kommt, dass viele Baustellen mitten im Alltag der Stadt liegen: neben Schulen, an Parks mit Spaziergängern oder an Wegen entlang des Rhein-Herne-Kanals. Abends und am Wochenende sind diese Orte belebt, die Baustelle aber nicht.
Auch die Verkehrslage spielt mit: Über die A 2, die A 42 und die A 52 sind Baustellen schnell erreichbar, für Lieferanten ebenso wie für Unbefugte, die Werkzeug oder Metall mit einem Transporter abholen wollen. Eine gut sichtbare Kontrolle zu unregelmäßigen Zeiten macht solche Pläne schwerer berechenbar.
Aktuelle Bauvorhaben im Stadtgebiet
Diese Projekte zeigen, wo in Gelsenkirchen derzeit gebaut wird oder kürzlich gebaut wurde:
- Nordsternpark+: Umgestaltung von rund 40 Hektar für die Internationale Gartenausstellung 2027, mit Umbau der früheren Kohlenmischanlage und einer neuen Bandbrücke
- Eingangs- und Verwaltungsgebäude der IGA an der Grothusstraße, ein eingeschossiger Holzbau nahe dem Amphitheater
- Kulturschule Am Schalker Verein: 2026 ausgeschriebene Abdichtungsarbeiten für einen Neubau
- Oberstufengebäude an der Europastraße neben der Kulturschule, dreigeschossig in Modulbauweise
- Stadtquartier Graf Bismarck am Rhein-Herne-Kanal mit Wohnungen, Gewerbe und einem Hafen für Sportboote
Für die Gartenausstellung gibt es einen festen Termin: Am 23. April 2027 soll das Gelände öffnen. Je näher dieser Tag rückt, desto mehr Gewerke arbeiten gleichzeitig, und desto mehr Material steht über Nacht auf der Fläche. Bei Schulneubauten wiederum zählen die Ferien: Dann wird besonders viel gebaut, während das Gelände ringsum leer ist.
So sichern wir Ihre Baustelle
Je nach Größe und Wert der Baustelle stellen wir eine Wache für die ganze Nacht oder fahren die Fläche mehrmals zu wechselnden Zeiten an. Unsere Kräfte gehen den Bauzaun ab, prüfen Tore, Container, Werkzeuglager und abgestellte Maschinen und sehen nach, ob Kabeltrommeln, Kupfer oder Diesel fehlen. Abgesperrte Bereiche, etwa über Altlasten oder an Baugruben, kontrollieren wir besonders, damit dort niemand einsteigt.
Am Morgen bekommt Ihre Bauleitung einen Bericht mit Uhrzeiten und Fotos aller Auffälligkeiten. Bei Einbruchsspuren informieren wir Sie über die vereinbarte Meldekette und bei Bedarf die Polizei. Auf Wunsch übernehmen wir auch am Tag die Kontrolle der Zufahrt: Wir prüfen, welches Fahrzeug auf die Baustelle darf, gleichen Lieferungen mit Ihrer Liste ab und halten Rettungswege frei. Wer die Baustelle ohne Berechtigung betreten will, wird freundlich, aber bestimmt abgewiesen, und auch das steht im Bericht.
Unser Weg nach Gelsenkirchen
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. In Nordrhein-Westfalen sind wir ohne eigenes Büro tätig und übernehmen Baustellenbewachung in Gelsenkirchen vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir, ob wir über die gesamte Bauzeit genug Personal stellen können, auch dann, wenn die Bewachung über Feiertage oder Betriebsferien läuft. Ist das nicht sicher, sagen wir es Ihnen vorher.
Ihr Ansprechpartner ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Beginn auf der Baustelle eingewiesen, inklusive Gefahrenbereiche und Fluchtwege. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Informationen unter Baustellenbewachung, für das Land unter Baustellenbewachung in Nordrhein-Westfalen und zur Stadt unter Sicherheitsdienst Gelsenkirchen. Baustellen in Essen und Herne prüfen wir ebenso.
Kosten für Baustellenbewachung
Wie bei allen unseren Leistungen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Auf Baustellen hängt der Preis vor allem davon ab, ob eine Wache die ganze Nacht vor Ort bleibt oder ob Kontrollfahrten genügen, wie viele Nächte, Wochenenden und Feiertage die Bauzeit umfasst und ob tagsüber zusätzlich eine Zufahrtskontrolle gebraucht wird.
Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, passen wir den Umfang an: in der Rohbauphase oft weniger, wenn Technik und Ausbaumaterial eingebracht sind, mehr. Jede Änderung stimmen wir mit Ihrer Bauleitung ab. Auch eine kurzfristige Verlängerung, etwa wenn sich die Übergabe verschiebt, lässt sich meist einplanen, wenn Sie uns früh Bescheid geben.


