Vom Industriestandort zum Verwaltungsquartier
Barmbek-Nord war bis ins späte 19. Jahrhundert Ackerland. Um 1870 gründete sich dort die New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie, später kamen weitere Fabriken hinzu, darunter die Margarinefabrik Voss. Mit Bahn und Hochbahn ab 1907 wurde der Stadtteil zum Arbeiterquartier. Heute stehen auf den alten Fabrikflächen Bürohäuser, ein Museum und Wohnungen.
Für Werkschutz bedeutet das: Die zu schützenden Werte sind weniger Maschinen und Rohstoffe als Daten, Akten, Server, Haustechnik und die Sicherheit der Beschäftigten. Ein Werkschutz in Barmbek arbeitet meist an einer Pforte im Foyer und auf Rundgängen durch Tiefgaragen, Technikgeschosse und Lieferhöfe.
Standorte mit typischem Werkschutzbedarf
Diese Einrichtungen sind öffentlich belegt. Die Aufzählung beschreibt den Bedarf im Stadtteil, sie nennt keine Auftraggeber:
- Unternehmenszentrale der Techniker Krankenkasse auf dem Gelände der früheren Margarinefabrik Voss
- Konzernzentrale der SAGA Unternehmensgruppe an der Poppenhusenstraße, seit Ende 2004 dort
- Hauptverwaltung der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft in Barmbek-Nord
- Heizkraftwerk auf dem Gelände des früheren Allgemeinen Krankenhauses, das den Stadtteil mit Fernwärme versorgt
- Bürohochhaus am umgebauten Bahnhof Barmbek, 2016 eröffnet
Was die Pforte leistet
In großen Verwaltungen kommen jeden Tag Hunderte Menschen durch dieselbe Tür. Die Pforte gibt Besucherausweise aus, gleicht Termine mit dem Gastgeber ab, nimmt Pakete und Kurierpost an und verweist Fremde freundlich zurück, wenn niemand sie erwartet. Für Handwerker und Wartungsfirmen führt sie ein Fremdfirmenbuch, gibt Schlüssel und Zutrittskarten gegen Unterschrift aus und kontrolliert die Rückgabe.
Nach Dienstschluss wechselt die Aufgabe: Unsere Kräfte gehen Etagen, Treppenhäuser und Tiefgaragen ab, prüfen, ob Brandschutztüren geschlossen sind, und behalten Technikräume im Blick. Läuft eine Störmeldung der Gebäudeleittechnik auf, verständigen sie den Bereitschaftsdienst Ihres Hauses und warten am Zugang, bis der Techniker eintrifft.
Bei Betriebsversammlungen, Vorstandsterminen oder Tagen der offenen Tür stocken wir die Pforte auf, übernehmen Gästelisten und lenken Besucher zu den richtigen Eingängen. Kommt es zu einem Räumungsalarm, unterstützen unsere Kräfte die Sammelplatzkontrolle und halten Zufahrten für die Feuerwehr frei.
Energieanlagen, Rechenzentren und Arbeiten am Wochenende
Anlagen wie ein Heizkraftwerk oder ein Serverraum laufen rund um die Uhr, aber Wartungen werden gern auf Abend und Wochenende gelegt. Dann sind Fremdfirmen im Haus, während die eigene Belegschaft fehlt. Wir begleiten solche Einsätze, öffnen nur die freigegebenen Bereiche und halten Beginn und Ende im Wachbuch fest.
Bei Zentralen mit mehreren Gebäuden ergänzen wir die Pforte um eine Streife über das Gelände. Sie prüft Lieferzonen, Fahrradkeller und Außenanlagen, auch dort, wo das Gelände an Wohnstraßen grenzt und Durchgangsverkehr zu Fuß kaum zu verhindern ist.
Verwaltung im Wohngebiet: der Barmbeker Sonderfall
Anders als in einem Gewerbegebiet am Stadtrand liegen die großen Arbeitgeber in Barmbek zwischen Wohnstraßen, Schulen und Ladenzeilen. Mittags gehen Beschäftigte über dieselben Gehwege wie Schüler und Anwohner, abends nutzen Nachbarn Höfe und Durchgänge als Abkürzung zum Bahnhof Barmbek. Ein Werkschutz muss hier offen und ansprechbar wirken und trotzdem konsequent sein, wenn jemand ohne Berechtigung in ein Gebäude will.
Wir legen deshalb mit Ihnen fest, welche Flächen öffentlich bleiben, wo das Hausrecht beginnt und wie Ihre Kräfte Hinweise geben, ohne Anwohner vor den Kopf zu stoßen. Das Ergebnis steht in einer schriftlichen Dienstanweisung, die jede Kraft vor dem ersten Einsatz kennt.
Personal, Einweisung und Nachweise
Werkschutz in Barmbek planen wir als Teil der Kernregion Nord aus unserem Hauptsitz in Neumünster. Die eingesetzten Kräfte sind fest zugeordnet, damit sie Beschäftigte, Abläufe und Besonderheiten Ihres Hauses kennen. Neue Kräfte werden vor dem ersten Dienst am Objekt eingewiesen, Vertretungen kennen den Standort aus Hospitationen.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, für Brandschutz- und Ersthelferaufgaben mit entsprechender Unterweisung. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Unternehmen mit weiteren Standorten in Bramfeld oder anderen Hamburger Stadtteilen können diese gemeinsam beauftragen; einen Überblick gibt die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Barmbek.
Kosten eines dauerhaften Werkschutzes
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; bei einer Pforte, die werktags am Tag besetzt ist, liegt der Wert eher im unteren Bereich, bei Nachtdiensten und Sonntagen höher. Ein fester Dienstplan über einen langen Zeitraum erlaubt eine verlässliche Personalplanung, die sich im Angebot niederschlägt.
Wir rechnen nach geleisteten Stunden ab und weisen Zuschläge getrennt aus. Änderungen am Umfang, etwa zusätzliche Wochenenddienste während eines Umbaus, stimmen wir schriftlich ab.


