Altbau, Fabrik, Denkmal: das Brandrisiko im Bestand
Barmbeks Geschichte steckt in seinen Gebäuden. Die Hallen der New-York Hamburger Gummi-Waaren Compagnie von 1871 beherbergen heute das Museum der Arbeit, auf dem früheren Krankenhausgelände wurden Pavillons und ein Wasserturm erhalten, die Bugenhagenkirche am Biedermannplatz steht seit 1992 unter Denkmalschutz. Dazu kommen Tausende Wohnungen aus den 1920er und 1950er Jahren.
In solchen Bauten liegen hinter Verkleidungen oft alte Holzbalken, Dämmstoffe und Staubschichten, die Funken schnell aufnehmen. Wer dort schweißt, lötet, flext oder mit dem Brenner Dachbahnen verlegt, braucht nach den Regeln der Unfallversicherung eine Person, die die Arbeitsstelle beobachtet und nachkontrolliert. Diese Aufgabe übernimmt eine Brandwache.
Wo in Barmbek Heißarbeiten anfallen
Die folgenden Orte zeigen, in welcher Art von Gebäuden Brandwachen im Stadtteil typischerweise gebraucht werden. Es handelt sich um öffentlich bekannte Einrichtungen, nicht um Referenzen:
- Museum der Arbeit am Wiesendamm in der früheren Gummiwarenfabrik, mit einem 2025 wiedereröffneten Torhaus von 1910
- Stadtteilkulturzentrum Zinnschmelze an der Maurienstraße auf demselben Fabrikgelände
- Ehemalige Bugenhagenkirche mit denkmalgeschützter Orgel, heute Begegnungszentrum mit Saal für Konzerte
- Quartier 21 mit umgebauten Denkmalbauten und dem stillgelegten Wasserturm
- Asklepios Klinik Barmbek mit Haustechnik im Dauerbetrieb
- Wohnblöcke der 1920er Jahre, deren Dächer und Leitungen nach und nach erneuert werden
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Vor Beginn sieht sich die Brandwache den Arbeitsbereich mit dem ausführenden Betrieb an: Was ist brennbar, was wurde abgedeckt, wo stehen Feuerlöscher, wo ist der nächste Feuermelder? Während der Arbeiten beobachtet sie Funkenflug und angrenzende Räume, auch hinter Wänden und unter Decken, wohin Funken durch Fugen fallen können.
Nach Ende der Arbeiten bleibt sie vor Ort und geht die Stelle in festen Abständen ab, bis keine Glutnester mehr zu befürchten sind. Wie lange das dauert, hängt von Bauteil und Material ab und wird im Erlaubnisschein des Betreibers festgelegt. Jeder Kontrollgang wird mit Uhrzeit protokolliert.
Bei Arbeiten im Klinikum stimmen wir uns zusätzlich mit der Haustechnik ab, weil Brandmelder abgeschaltet oder Bereiche gesperrt werden müssen, während der Betrieb rundherum weiterläuft.
Brandsicherheitswache in Sälen und bei Veranstaltungen
Die Zinnschmelze fasst bis zu 250 Gäste, im Museum der Arbeit und im Saal der früheren Bugenhagenkirche finden Konzerte, Tagungen und Feste statt. Ob dort eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben ist, entscheidet die Genehmigung der Veranstaltung. Wo die Feuerwehr keine eigene Wache stellt, kann ein Veranstalter zusätzlich Personal einsetzen, das Fluchtwege freihält, Notausgänge kontrolliert und im Ernstfall die Räumung unterstützt.
Unsere Kräfte kennen vor Beginn die Lage von Löschmitteln, Sammelplätzen und Zufahrten und stimmen sich mit der Veranstaltungsleitung über das Vorgehen bei einem Alarm ab.
Qualifikation und Organisation
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern unterwiesen, kennen die Alarmierung der Feuerwehr und haben eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord, Einsätze in Barmbek planen wir aus dem Hauptsitz in Neumünster.
Auch kurze Einsätze von wenigen Stunden sind möglich, ebenso Brandwachen über mehrere Wochen bei Dachsanierungen. Arbeiten Sie in mehreren Hamburger Stadtteilen, etwa zusätzlich in Eppendorf, planen wir die Einsätze gemeinsam. Mehr zum Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Barmbek.
Wichtig ist uns eine klare Übergabe: Der ausführende Betrieb meldet das Ende der Heißarbeiten, die Brandwache bestätigt Beginn und Ende der Nachkontrolle mit Unterschrift. Bei mehrtägigen Arbeiten bleibt nach Möglichkeit dieselbe Person eingeteilt, damit sie das Gebäude, die Zuständigen und die Lage der Löschmittel kennt.
Was eine Brandwache in Barmbek kostet
Für Brandwachen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wann die Arbeiten stattfinden: Heißarbeiten werden in bewohnten Häusern und im Klinikum oft in Randzeiten oder nachts gelegt, damit niemand gestört wird, und die Nachkontrolle verlängert den Einsatz über das Ende der Arbeiten hinaus. Beides fließt in die Kalkulation ein.
Wir rechnen nach tatsächlicher Einsatzzeit ab. Das Protokoll erhalten Sie für Betreiber, Versicherer und die Abnahme der Arbeiten.


