Ein Industriestandort mit langer Fabrikgeschichte
Harburg war schon vor dem Anschluss an Hamburg eine Industriestadt. 1856 entstand hier die erste Hartgummifabrik Europas, aus der später die Phoenix AG wurde; um 1908 zählte die Stadt mehr als 70 Fabriken, Werften und Großbetriebe. Vieles davon ist verschwunden, doch der Bezirk ist bis heute einer der wichtigsten Produktionsstandorte der Hansestadt.
Prägend ist das Mercedes-Benz-Werk an der Mercedesstraße. Rund 1.900 Beschäftigte stellen dort Achsen und Achskomponenten, Lenksäulen, Leichtbauteile und Abgastechnik her; zunehmend laufen elektrische Achsen vom Band, die unter anderem an das Montagewerk in Bremen gehen. Nur wenige Minuten entfernt arbeitet Continental an der Hannoverschen Straße auf dem früheren Phoenix-Gelände mit Mischungstechnik und Luftfedersystemen. Für den Werkschutz bedeutet diese Struktur: Just-in-time-Verkehr, wertvolle Bauteile und viele Dienstleister auf dem Gelände.
Wo im Bezirk Werkschutz gebraucht wird
Die Betriebe verteilen sich über drei Lagen: die Werke südlich des Bahnhofs, die Hafenflächen im Norden und die Gewerbegebiete an der Autobahn. Typische Einsatzorte sind:
- das Mercedes-Benz-Werk an der Mercedesstraße mit Zulieferverkehr nach festen Abrufzeiten
- der Continental-Standort an der Hannoverschen Straße auf dem Gelände der früheren Phoenix-Werke
- die Hafenflächen an der Seehafenstraße, wo mit dem Triport ein Logistikpark mit Gleisanschluss und Schiffsliegeplatz entsteht
- der Binnenhafen mit der Jöhnk-Werft, der deutschen Zentrale von Bureau Veritas und Airbus-Flächen
- das Gewerbegebiet am Großmoorbogen in Neuland nahe der A 1
Jeder dieser Standorte stellt andere Fragen. Ein Achsenwerk braucht eine Pforte, die Lieferfenster einhält, damit sich keine Lkw auf der Zufahrt stauen. Eine Hafenfläche hat eine offene Wasserseite, die nur durch Rundgänge zu überblicken ist. Ein Hallenbetrieb am Großmoorbogen steht nachts oft leer und braucht vor allem eine verlässliche Streife.
Der Dienst am Tor: Lkw, Fremdfirmen und Besucher
Bei einem Zulieferer der Automobilindustrie beginnt der Tag an der Pforte mit dem Abgleich der angemeldeten Anlieferungen. Unsere Kraft prüft Kennzeichen und Frachtpapiere, weist Fahrer zur richtigen Rampe und hält die Wartezone frei. Wer außerhalb seines Zeitfensters kommt, wird geordnet abgestellt, damit die Fertigung nicht ins Stocken gerät.
Instandhalter, Reinigungsfirmen und Monteure erhalten Tagesausweise und eine kurze Sicherheitsunterweisung. Wir führen das Torbuch so, dass Ihre Werkleitung jederzeit nachvollziehen kann, wer wann auf dem Gelände war. Ausgehende Ladungen kontrollieren wir stichprobenartig, Prototypen und Musterteile nur gegen schriftliche Freigabe.
In der Nacht wechselt der Schwerpunkt auf Rundgänge: Hallenaußenseiten, Mitarbeiterparkplätze, Leergutlager und Zaunlinien. Bei Störmeldungen von Kälte-, Druckluft- oder Brandmeldeanlagen verständigt die Kraft Ihre Bereitschaft und weist Feuerwehr oder Techniker am Tor ein.
Planung aus Neumünster, Anfahrt über die A 7
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Hamburg haben wir nicht; den Werkschutz planen wir aus dem Hauptsitz in Neumünster und aus unserem eigenen Personalstamm. Über die A 7 mit der Anschlussstelle Heimfeld und über die A 1 sind die Harburger Werke gut erreichbar, sodass Ablösungen und Vertretungen planbar bleiben. Wer weitere Standorte etwa in Wilhelmsburg oder im übrigen Hamburg betreibt, kann sie in einem gemeinsamen Rahmen betreuen lassen.
Vor dem Start gehen wir mit Ihnen alle Tore und Hallen ab, schreiben eine Postenbeschreibung und weisen jede Kraft persönlich ein. Ein fester Ansprechpartner hält Kontakt zur Werkleitung und passt die Abläufe an, wenn sich Schichtmodelle oder Lieferpläne ändern. Grundsätzliches zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zum Werkschutz.
Qualifikation, Vorschriften, Werksregeln
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für Pforten mit Kontrollbefugnissen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Dazu kommen Ihre eigenen Regeln: Arbeitsschutz auf dem Werksgelände, Fotoverbot in der Fertigung, Verhalten bei Gas- oder Brandalarm. Jede Unterweisung wird dokumentiert und kann bei Kundenaudits vorgelegt werden.
Auf Hafenflächen, die dem ISPS-Code unterliegen, richten wir Zutrittsvergabe und Meldewege nach den Vorgaben Ihres Sicherheitsbeauftragten aus.
Womit Harburger Betriebe rechnen sollten
Werkschutz läuft in der Regel als Dauerauftrag mit festen Kräften. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Posten, die Frage, ob die Pforte im Dreischichtbetrieb oder nur zu den Kernzeiten besetzt ist, und der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden.
Zusatzaufgaben wie Waagebedienung, Telefonvermittlung oder Fahrzeugkontrollen erhöhen den Aufwand; gute Pfortentechnik und klare Lieferfenster senken ihn. Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot, aufgeschlüsselt nach Posten und Zeiten. Einen Überblick über den Bezirk gibt die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Harburg.


