Vom Brauereistandort zum Gelände mit Publikumsverkehr
Früher stand in St. Pauli eine große Brauerei: Die Bavaria-St.-Pauli-Brauerei wurde 2004 abgerissen. Seit Ende 2018 wird am Nobistor wieder Bier gebraut, in einer kleinen Astra-Brauerei. Auch an der Elbe hat sich das Bild verschoben. Die Landungsbrücken sind heute vor allem Anleger für Hafenrundfahrten und HADAG-Fähren, nicht mehr Umschlagplatz für Waren.
Klassischer Werkschutz mit Schichtbetrieb und großen Werkstoren ist hier deshalb die Ausnahme. Gebraucht wird er trotzdem: überall dort, wo ein Betrieb ein eigenes Gelände mit Zufahrt hat, wo Fremdfirmen und Lieferanten ein- und ausgehen und wo nach Feierabend Technik, Lager oder Labore unbeaufsichtigt wären.
Betriebsgelände, an denen Werkschutz typischerweise anfällt
Die folgenden Orte beschreiben Lagen und Betriebsarten im Stadtteil und am direkten Rand. Es handelt sich nicht um eine Kundenliste:
- Messehallen westlich der Karolinenstraße – elf Hallen mit rund 87.000 m² Ausstellungsfläche, Parkhaus und mehreren Eingängen
- Astra-Brauerei am Nobistor – Produktion, Ausschank und Anlieferung an der westlichen Reeperbahn
- Bernhard-Nocht-Institut an der Bernhard-Nocht-Straße – Labortrakte mit Hochsicherheitsbereichen und mehr als 400 Beschäftigten
- St. Pauli-Landungsbrücken – 688 Meter Schwimmanlage mit neun Zugangsbrücken, Fahrgastschiffen und Abfertigungsgebäude
- Telekom-Gebäude am Heiligengeistfeld – Technikstandort auf dem Gelände eines früheren Leitbunkers
Auf- und Abbau an den Messehallen
Rund 40 Veranstaltungen im Jahr finden auf dem Messegelände statt, darunter die Schiffbaumesse SMM und die Internorga. Zwischen zwei Messen liegen Auf- und Abbautage, an denen Speditionen, Messebauer, Elektriker und Caterer gleichzeitig auf das Gelände wollen. Hier geht es nicht um Besucher, sondern um Fahrzeuge, Ladung und Arbeitskräfte.
Unsere Kräfte gleichen Einfahrtsberechtigungen und Kennzeichen ab, weisen Lieferfahrzeuge an die vorgesehenen Tore, achten darauf, dass Rettungswege in den Hallen frei bleiben, und kontrollieren nachts die bereits aufgebauten Stände. Wertvolle Exponate, Bildschirmtechnik und Werkzeug werden auf dem Weg zwischen Halle und Lkw schnell zur Beute; deshalb sind gerade die letzten Stunden eines Abbaus wichtig.
Die Halle selbst ist dabei nur ein Teil der Aufgabe. Ladestraßen, Parkhaus und die Zufahrten an der Karolinenstraße und am Messehochhaus müssen im Blick bleiben, solange der Lieferverkehr läuft.
Fremdfirmen, Lieferverkehr und Sicherheitsbereiche
In einer Brauerei oder an einem Institut kommen täglich Fahrer, Techniker und Dienstleister. Wir führen die Anmeldung nach Ihrer Liste, geben Ausweise und Schlüssel gegen Unterschrift aus, erinnern an Unterweisungen und vermerken, wann jemand das Gelände wieder verlässt. Wer nicht angemeldet ist, wartet an der Zufahrt, bis die zuständige Abteilung zustimmt.
In Laborgebäuden gelten eigene Regeln. Unsere Kräfte betreten Hochsicherheits- und Gefahrstoffbereiche nicht, sondern sichern die Zugänge dazu, prüfen Türstatus und Störmeldungen und verständigen bei Abweichungen sofort die benannte Rufbereitschaft. Das Verfahren legen wir vor dem ersten Dienst gemeinsam mit Ihrer Sicherheitsabteilung fest.
Organisation aus Neumünster, feste Kräfte vor Ort
Die Einsatzplanung übernimmt unser Hauptsitz in Neumünster; in Hamburg unterhalten wir kein eigenes Büro. Für Ihren Standort planen wir feste Werkschutzkräfte ein, die Gelände, Betriebsordnung und Ansprechpartner kennen. Bei Urlaub oder Krankheit übernehmen eingewiesene Vertretungen.
Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt, unsere Abläufe folgen der DIN 77200, das Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert. Kontrollpunkte werden elektronisch erfasst. Wer zusätzlich Standorte an der Elbe oder in Altona betreibt, findet Hinweise unter Sicherheitsdienst Hamburg-Altona und für die ganze Stadt unter Werkschutz Hamburg.
Kosten für Werkschutz in St. Pauli
Für Werkschutz nennen wir einen Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine einzelne Zufahrt, die nur zu Auf- und Abbautagen besetzt wird, liegt anders als ein Gelände, das über Monate rund um die Uhr gesichert werden soll. Nachtstunden, Sonn- und Feiertage sowie Zusatzaufgaben wie Videoaufschaltung oder Gefahrstoffkenntnisse heben den Satz an.
Ein planbarer Dauerauftrag mit festen Wochenstunden wirkt sich günstig aus, weil Einarbeitung und Vertretungen nur einmal organisiert werden müssen. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot mit getrennt ausgewiesenen Torstunden, Rundgängen und Sonderdiensten.


