Ein Stadtteil, der weiß, wie schnell es brennt
Die Kulturfabrik an der Barnerstraße ist das bekannteste Beispiel: Die Halle wurde 1899 für einen Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen gebaut, mit einem Innenraum wie ein Kirchenschiff und Galerien auf zwei Ebenen. In der Nacht zum 11. Februar 1977 brannte sie bis auf die Grundmauern nieder. 1979 wurde sie nach altem Vorbild wieder aufgebaut, diesmal mit schwer entflammbarem Bongossi-Holz.
Solche Hallen gibt es in Ottensen einige. Viele frühere Fabrikgebäude wurden zu Kinos, Büros, Theatern und Ateliers umgebaut. Dazu kommen Kirchen, Gründerzeithäuser mit Holzbalkendecken und das dichte Nebeneinander von Gebäuden, bei dem sich ein Feuer leicht ausbreiten kann. Eine Brandwache ist hier oft der einfachste Weg, Arbeiten mit Funkenflug sicher zu machen.
Wo Brandwachen im Stadtteil anfallen
Die folgenden Orte stehen beispielhaft für Gebäude, in denen Brandsicherheitswachen üblich sind. Es handelt sich nicht um Aufträge:
- Fabrik an der Barnerstraße – Konzerte, Lesungen und Theater in einer Holzhalle mit Galerien
- Christianskirche – Backsteinbau von 1735 bis 1738 mit Mansarddach und historischem Turm
- Zeisehallen an der Friedensallee – frühere Schiffsschraubenfabrik mit Kinos und Läden
- Altonaer Theater in der Museumstraße und die Thalia-Spielstätte Gauß in der Gaußstraße
- Frühere Drahtstiftefabrik in der Zeißstraße, heute Sitz des Stadtteilarchivs
- Gründerzeithäuser mit Holzbalkendecken bei Dach- und Fassadensanierungen
Heißarbeiten in Altbauten und Fabrikhallen
Schweißen, Trennschleifen, Löten und Dacharbeiten mit offener Flamme gehören bei Sanierungen zum Alltag. In alten Gebäuden liegen dabei Holzbalken, Schüttungen in Zwischendecken und alte Dämmstoffe offen, in denen sich Glut lange unbemerkt halten kann. Die Brandwache steht während der Arbeiten mit Feuerlöscher bereit, beobachtet den Funkenflug und kontrolliert angrenzende Räume, auch auf der anderen Seite einer Wand.
Nach dem Ende der Arbeiten bleibt die Wache für die vereinbarte Nachbeobachtungszeit vor Ort. Sie prüft Fugen, Hohlräume und Bauteile, die erhitzt wurden, und gibt den Bereich erst frei, wenn keine Wärmequelle mehr zu finden ist. Bei kirchlichen Gebäuden mit Orgel, Holzausstattung und Glockenturm stimmen wir den Ablauf zusätzlich mit der Gemeinde ab.
Brandwachen bei Veranstaltungen und Technikausfällen
In Spielstätten können Bühnenaufbauten, Nebelmaschinen oder Pyrotechnik eine Brandsicherheitswache erfordern. Wir stellen Kräfte, die Notausgänge und Fluchtwege freihalten, Löschmittel bereithalten und im Ernstfall die Räumung unterstützen, bis die Feuerwehr eintrifft.
Fällt eine Brandmeldeanlage aus oder wird sie für Umbauten abgeschaltet, ersetzen wir sie für diese Zeit durch Rundgänge in festen Abständen. Das gilt für Bürohäuser genauso wie für Theater und Kinos.
Jede Wache wird schriftlich dokumentiert: Beginn, Ende, Kontrollen und Auffälligkeiten.
Ein eigenes Thema sind die Straßenfeste im Sommer. Während der altonale stehen auf der Ottenser Hauptstraße und in den Nebenstraßen Imbissstände, Grills und Gasflaschen dicht an dicht, oft direkt vor Altbaufassaden. Für Standbetreiber und Veranstalter übernehmen wir Brandsicherheitswachen, die Gasanschlüsse und Fettbehälter im Blick behalten, Feuerlöscher bereithalten und darauf achten, dass Zufahrten für die Feuerwehr frei bleiben. Bei Bedarf stimmen wir die Standorte der Löschmittel vorab mit dem Veranstalter ab, damit sie auch im Gedränge schnell erreichbar sind.
Planung und Qualifikation
Die Einsatzplanung erfolgt aus unserem Hauptsitz in Neumünster; in Hamburg haben wir kein eigenes Büro. Kurzfristige Wachen sind nach Absprache möglich, für längere Sanierungen planen wir feste Kräfte, die das Gebäude kennen. Wer zugleich Objekte im benachbarten Altona betreut, kann beide Einsätze zusammen planen lassen.
Unsere Brandwachen sind nach § 34a GewO unterrichtet und im Umgang mit Feuerlöschern unterwiesen. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Mehr zum Stadtteil auf der Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Ottensen, für ganz Hamburg unter Brandwache Hamburg.
Kosten der Brandwache
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Wache am Tag während normaler Handwerkerzeiten liegt im unteren Bereich. Arbeiten in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen, kurzfristige Einsätze und lange Nachbeobachtungen erhöhen den Satz.
Weil sich Heißarbeiten oft bündeln lassen, lohnt sich eine Abstimmung mit dem Handwerksbetrieb: Je weniger Einzeltermine, desto geringer der Aufwand für An- und Abfahrt. Das Angebot führt Wach- und Nachbeobachtungszeit getrennt auf.


