Industrie zwischen Spreewald und A 13
Lübben ist vor allem für Kliniken, Verwaltung und Tourismus bekannt. Daneben gibt es eine gewerbliche Seite, die man vom Kahn aus nicht sieht: Das Landesamt für Bauen und Verkehr führt für die Stadt fünf Gewerbestandorte mit zusammen gut 120 Hektar Fläche, zwei davon mit eigenem Gleisanschluss. Bekannte Namen sind Spreewald-Feldmann, ein Hersteller von Spreewälder Gurken, und das Spreewerk im Stadtteil Börnichen.
Für den Werkschutz ergibt sich daraus ein gemischtes Bild. Lebensmittelbetriebe brauchen saubere Zutrittsregeln und Hygienezonen, Logistik- und Handwerksflächen vor allem eine Kontrolle wechselnder Fahrer, und ein Betrieb mit Munition stellt eigene Anforderungen an Sperrbereiche und Personal.
Gewerbeflächen, an denen Werkschutz gebraucht wird
Die Flächen sind in der Gewerbegebietsübersicht des Landesamts verzeichnet. Sie zeigen typische Einsatzorte, keine Kundenliste.
- Gewerbegebiet im Ortsteil Neuendorf: rund 23 Hektar, als Gewerbe- und Industriegebiet festgesetzt, etwa zwei Kilometer zur A-13-Anschlussstelle Duben, mit Erweiterungsflächen am Mühlbergweg.
- Gewerbefläche Lübben Ost an der B 87: gut 35 Hektar, die größte Fläche der Stadt.
- Gewerbefläche Feldstraße: gut 22 Hektar mit Gleisanschluss, etwa sieben Kilometer zur Autobahn.
- Flächen an Majoranstraße, Parkstraße und Berliner Chaussee: rund 30 Hektar mit Gleisanschluss und Zufahrt über die B 115.
- Gewerbefläche an der Lieberoser Straße (L 44): rund elf Hektar am östlichen Stadtrand.
Ein Werk mit besonderen Regeln: das Spreewerk
Das Spreewerk wurde zu DDR-Zeiten als Munitionsbetrieb gebaut und nach 1990 auf die Entsorgung von Munition umgestellt; ab 1995 lief dort ein Drehrohrofen. 2002 und 2018 kamen bei Explosionen Beschäftigte ums Leben. Nachdem der frühere Eigentümer 2024 das Ende des Betriebs angekündigt hatte, übernahmen im Juli 2024 Diehl Defence und die Tauber-Gruppe. Bis Mai 2025 stieg die Belegschaft auf über 60 Personen, weitere Stellen und eine Fertigung von Munitionskomponenten wurden angekündigt.
In einem solchen Umfeld folgt der Werkschutz den Vorgaben des Betreibers und der Behörden: Wer darf in welchen Bereich, welche Gegenstände bleiben draußen, wie werden Lieferungen begleitet. Unsere Kräfte setzen diese Regeln am Tor und bei Rundgängen um und melden Abweichungen an die verantwortliche Stelle im Betrieb.
Was am Tor und auf dem Gelände passiert
Auf Flächen mit Gleisanschluss kommen neben Lkw auch Rangierbewegungen und Bahnpersonal hinzu. Am Tor geht es dann um mehr als eine Liste: Wer gehört zu welcher Firma, wer begleitet den Besucher, wann schließt das Tor wieder? Nachts kontrollieren wir Hallen, Rampen und Außenlager und prüfen, ob Kühlaggregate, Licht und Zäune in Ordnung sind.
- Zufahrtskontrolle mit Kennzeichen- und Firmenliste
- Ausgabe und Rücknahme von Besucher- und Fremdfirmenausweisen
- Rundgänge durch Hallen, Lager und Sperrbereiche nach Plan
- Schlüsselübergabe mit Quittung
- Schichtbericht mit Uhrzeiten an Ihre Werkleitung
Im Gewerbegebiet Neuendorf weist das Landesamt noch mehrere Hektar freie Fläche aus. Wo neue Hallen entstehen, beginnt Werkschutz oft schon mit dem Bau: Zufahrt für Baufirmen regeln, Material sichern, danach nahtlos in den laufenden Betrieb übergehen. Für Sie hat das den Vorteil, dass die Kräfte das Gelände bereits kennen, wenn die erste Schicht anläuft.
Planung über unsere Berliner Zweigniederlassung
Brandenburg zählt zu unserer Kernregion Nord. Ein eigenes Büro in Lübben haben wir nicht; geplant wird über die Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81. Für Werkschutz setzen wir feste Personen ein, die Ihr Gelände und Ihre Ansprechpartner kennen, und weisen eine Vertretung vorher ein. Betriebe mit weiteren Standorten in Cottbus oder Lübbenau/Spreewald erhalten eine gemeinsame Planung.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches finden Sie unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Brandenburg.
Kosten für Werkschutz in Lübben
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Tore und Schichten, der Nachtanteil, Sonn- und Feiertage sowie zusätzliche Anforderungen wie Sicherheitsüberprüfungen oder Hygieneunterweisungen für das eingesetzte Personal.
Bei Betrieben, die gerade wachsen oder ein Gelände wieder in Betrieb nehmen, planen wir in Stufen: zunächst eine schlanke Besetzung, die mit dem Schichtbetrieb mitwächst.


