Vom Kraftwerk zum Industriestandort
Von 1959 bis 1996 lief in Lübbenau ein Braunkohlekraftwerk mit 1,3 Gigawatt Leistung, damals eines der größten Dampfkraftwerke Europas. Bis 2010 wurden Schornsteine und Hauptgebäude abgerissen. Geblieben sind die Fläche, die Netzanbindung und ein Gleisanschluss, auf denen das Industrie- und Gewerbegebiet „Am Spreewalddreieck“ mit rund 120 Hektar Nettofläche entstanden ist.
Hinzu kommen vier weitere Gebiete: der Lausitz-Industriepark bei Kittlitz direkt an der A 13, der Gewerbepark an der Straße des Friedens, das Gewerbegebiet Bischdorf an der L 55 und das Gewerbegebiet Boblitz nahe der A 15. Zusammen bilden sie einen Standort, an dem Logistik, Elektrotechnik, Metall, Baustoffe und Lebensmittel nebeneinander arbeiten.
Betriebe, bei denen Werkschutz anfällt
Die folgenden Betriebe sind laut Stadt bzw. öffentlicher Quellen in Lübbenau ansässig. Sie zeigen die Branchen, für die wir Werkschutz anbieten; es sind keine Aufträge von uns.
- Am Spreewalddreieck: Kaufland Logistik, Speditionen wie Rutte und Reinert, ALBA Metall Nord, 50Hertz Transmission und DB Netz
- Lausitz-Industriepark Kittlitz: Bergbau-Service, Spedition, Gasversorgung und Telekommunikation auf einer Fläche der LMBV
- Gewerbegebiet Bischdorf: EMIS Electrics, nach Wikipedia der größte Arbeitgeber mit Sitz in Lübbenau, dazu Elektro- und Anlagenbau
- Gewerbegebiet Boblitz: Rabe Spreewälder Konserven, KANN Beton Lausitz sowie Tief- und Wasserbau
- Groß Klessow: das frühere Gipsplattenwerk, das heute als Logistikstandort genutzt wird
Logistik und Verwertung: viel Verkehr am Tor
Das Kaufland-Logistikzentrum zählte 2018 rund 1.150 Beschäftigte. Mit Speditionen und Verwertern daneben bedeutet das: Lkw rund um die Uhr, wechselnde Fahrer, Fremdfirmen an Rampen und auf Lagerflächen. Am Tor zählt, dass jede Einfahrt erfasst wird, Ladepapiere stimmen und Besucher wissen, wo sie hin dürfen.
In der Metallverwertung kommt ein zweites Thema hinzu: Schrott und Buntmetalle haben einen Marktwert, der Diebstahl anzieht. Hier ergänzen wir die Pforte um Streifen am Zaun, an Containerstellplätzen und an Toren, die nachts nur selten geöffnet werden. Auffälligkeiten melden wir an die von Ihnen benannte Stelle und halten sie mit Uhrzeit im Bericht fest.
Energie, Bahn und neue Rechenzentren
Auf dem Kraftwerksgelände baut die Schwarz-Gruppe seit 2025 ein Rechenzentrum, die Fertigstellung ist für 2027 geplant. In Ragow ist ein Batterie-Speicherkraftwerk geplant. Solche Anlagen verlangen streng geregelte Zutritte: Wer darf in welche Halle, welche Fremdfirma hat Zugang zu welcher Schaltanlage, wer begleitet Techniker.
Für Netz- und Bahnbetriebe übernehmen wir die Kontrolle von Betriebshöfen, Lagern mit Kabeln und Ersatzteilen sowie die Begleitung von Fremdfirmen in sensiblen Bereichen. Die Vorgaben Ihres Hauses zu Zutritt, Ausweis und Fotoverbot setzen wir eins zu eins um.
Auch die Lebensmittelbetriebe in Boblitz haben eigene Anforderungen. In der Erntezeit kommen Saisonkräfte, Erzeuger und Kühlfahrzeuge in kurzer Folge an. Am Tor gilt es dann, Hygieneregeln einzuhalten, Anlieferungen zu ordnen und nachts Kühlräume und Verladezonen zu kontrollieren.
So organisieren wir den Werkschutz
Lübbenau liegt in Brandenburg und damit in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Planung läuft über unsere Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81, mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm. Vor dem Start erarbeiten wir mit Ihnen eine Dienstanweisung für Pforte und Streife, die neue Kräfte vor ihrem ersten Dienst lesen und unterschreiben.
Für Dauerbesetzungen planen wir feste Teams mit Vertretung, damit an Ihrem Tor bekannte Gesichter stehen. Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz und für das Land unter Werkschutz in Brandenburg; Betriebe in Senftenberg planen wir aus derselben Stelle.
Kosten des Werkschutzes
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag über Monate oder Jahre. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde; der genaue Preis ergibt sich aus der Zahl der besetzten Stunden, dem Anteil an Nächten und Wochenenden und den Zusatzaufgaben wie Wiegen, Funk oder Begleitung von Fremdfirmen.
Ein Tor, das nur nachts und am Wochenende besetzt wird, kostet im Monat deutlich weniger als eine Pforte rund um die Uhr. Wir rechnen Ihnen beide Wege vor und zeigen, wo eine Streife einen festen Posten ersetzen kann.


