Industriestadt mit langer Keramiktradition
Die Wirtschaftsförderung der Stadt nennt Keramikindustrie, Metallverarbeitung mit Automobilzulieferern, Medizintechnik und Baugewerbe als Rückgrat, dazu Nahrungsgüterwirtschaft, Druck und Handel. Die Keramik reicht dabei von Geschirrporzellan über Sanitärporzellan und Fliesen bis zu technischer und medizinischer Keramik. Viele dieser Betriebe sind mittelständisch, haben aber Lager und Fertigware, deren Wert man von außen nicht sieht.
Für den Werkschutz bedeutet das: Es geht weniger um ein einzelnes großes Tor als um viele mittlere Standorte mit eigenen Regeln. Ein Porzellanlager braucht eine andere Kontrolle als ein Hof voller Kabeltrommeln oder eine Brauerei mit Lieferverkehr am frühen Morgen.
Werke und Gewerbegebiete im Überblick
Die Industrie verteilt sich über mehrere Stadtteile, ihr ältester Schwerpunkt ist das Triebischtal mit der Manufaktur, ein jüngerer das Gewerbegebiet im Südosten. Zu den Betrieben gehören unter anderem:
- die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, seit 1863 im Triebischtal, mit Schauhalle an der Talstraße und Besucherzentrum von 2006
- Duravit Sanitärporzellan Meißen, Fertigung von Sanitärkeramik
- Silgan Metal Packaging, früher Vogel & Noot, ein Hersteller von Metallverpackungen
- das Balzer Kabelwerk
- UKM Meissen, das frühere Kfz-Zubehörwerk
- die Meißner Schwerter Privatbrauerei
- das Gewerbe- und Industriegebiet Meißen-Ost mit Betrieben aus Keramik, Metallbearbeitung, Kunststoff, Elektrotechnik und Druck
Hinzu kommt das Gewerbegebiet Meißen-Nord an der B 101, das als große freie Fläche für Produktion, Maschinen- und Anlagenbau angeboten wird. Siedelt sich dort ein Werk an, beginnt der Werkschutz meist schon mit der Baustelle.
Besucher und Produktion auf einem Gelände
Eine Besonderheit in Meißen ist, dass Fertigung und Tourismus teilweise auf demselben Gelände stattfinden. Die Manufaktur zeigt ihre Arbeit in einer Erlebniswelt mit Schauwerkstatt und Museum. Wer hier Werkschutz macht, muss Besuchergruppen, Beschäftigte und Lieferanten auseinanderhalten und dafür sorgen, dass niemand ohne Erlaubnis aus dem Besucherbereich in die Produktion gelangt.
Solche Abläufe legen wir mit Ihnen schriftlich fest: welche Türen nur mit Ausweis passierbar sind, wo Besucher begleitet werden, wie mit Taschenkontrollen oder Fundsachen umzugehen ist. Unsere Kräfte setzen das freundlich und konsequent um, denn ein Besucher soll sich nicht wie ein Verdächtiger fühlen.
Hinzu kommt der Schichtwechsel. Im Triebischtal endet die S-Bahn-Linie S1 am Bahnhof Meißen-Triebischtal, viele Beschäftigte kommen also zu Fuß vom Bahnsteig, andere mit dem Auto oder Lieferwagen. In den Minuten, in denen eine Schicht geht und die nächste kommt, ist das Tor am stärksten belastet. Dafür legen wir fest, wer Ausweise prüft, wer Fahrzeuge einweist und wie Fremdfirmen in dieser Zeit warten.
Aufgaben an Tor und Gelände
Typische Werkschutzaufgaben in Meißener Betrieben sind die Pforte mit Besucher- und Fremdfirmenanmeldung, der Abgleich von Lieferscheinen und Ladung bei ein- und ausfahrenden Lkw, das Ausgeben und Zurücknehmen von Ausweisen und Schlüsseln gegen Quittung sowie Rundgänge außerhalb der Schichten über Hallen, Freilager und Parkplätze. Bei Betrieben mit Brennöfen oder Kühlanlagen gehört dazu auch, auf Störmeldungen zu achten und sie sofort an die Bereitschaft des Betriebs weiterzugeben.
Ihre Sicherheitsregeln, etwa für Ofenbereiche, Krane oder Gefahrstofflager, gelten für unser Personal genauso wie für Ihre Belegschaft. Die Einweisung übernimmt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit oder eine von Ihnen benannte Person. Mehr zu unserem Leistungsumfang steht auf der Seite Werkschutz.
Vorhabenbezogen aus dem Norden
Unsere Niederlassungen liegen in Neumünster, Berlin und Bremen, in Sachsen haben wir kein Büro. Deshalb prüfen wir jede Anfrage aus Meißen einzeln: Wie viele Stunden pro Woche, wie viele Tore, welche Qualifikation, ab wann? Erst wenn wir eine dauerhafte Besetzung zusagen können, machen wir ein Angebot. Das Personal hat die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Einen Überblick über Werkschutz im ganzen Land bietet Werkschutz in Sachsen, Fakten zur Stadt die Seite Sicherheitsdienst Meißen.
Kosten bei Dauerauftrag
Werkschutz läuft fast immer über Monate oder Jahre. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde, wobei ein Dauerauftrag mit festen Schichten eher im unteren Bereich bleibt als eine kurzfristige Einzelbesetzung. Den Preis bestimmen außerdem die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden und zusätzliche Aufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle. Abgerechnet werden die geleisteten Stunden mit Nachweis.


