Altbau, Fachwerk und Dachstühle
Meißen gilt als Wiege Sachsens, und das sieht man der Stadt an. Auf dem Burgberg stehen die Albrechtsburg und der Dom, darunter zieht sich die Altstadt mit dicht gebauten Häusern, Gewölbekellern und alten Dachstühlen zum Markt hinab. In solchen Gebäuden liegen trockenes Holz, Staub und Hohlräume oft dort, wo man sie nicht sieht. Ein Funke, der beim Trennen oder Schweißen in eine Fuge fällt, kann dort stundenlang glimmen, bevor jemand Rauch bemerkt.
Deshalb verlangen Bauherren, Versicherer und Feuerwehr bei Heißarbeiten in Altbauten meist eine Brandwache, die während der Arbeiten danebensteht und danach eine Nachkontrolle macht. Wie lange diese Nachkontrolle dauert und wie oft sie wiederholt wird, steht im Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den Sie oder Ihr Auftraggeber ausstellen.
Wo in Meißen Brandwachen gefragt sind
Die Anlässe reichen vom Denkmal bis zur Fabrikhalle. Aus der aktuellen Bautätigkeit und der Wirtschaftsstruktur der Stadt ergeben sich vor allem diese Einsatzorte:
- der Meißner Dom, an dessen Nordturm seit 2024 Mörtel ersetzt, Fugen abgedichtet und abgeplatzte Steine getauscht werden; die 81 Meter hohen Westtürme entstanden 1903 bis 1909
- das Burglehnhaus am Hohlweg, an dem 2026 gebaut wird
- Altstadthäuser wie das Haus Lorenzgasse 7, das 2026 saniert wird
- Leitungsbau mit Schweißarbeiten, etwa die Verlegung von Fernwärmeleitungen am Elbberg und in der Ossietzkystraße
- Keramik- und Porzellanbetriebe im Triebischtal und in Meißen-Ost mit Brennöfen und großen Hallen
- Versammlungsorte wie das Stadttheater, die Jahnhalle oder die Albrechtsburg bei Umbauten und Veranstaltungen
Auch die Neubauten der Stadt, etwa die Dreifeldsporthalle an der Ludwig-Richter-Straße, brauchen in bestimmten Bauphasen eine Brandwache, wenn Dachabdichtungen geflämmt oder Stahlteile verschweißt werden.
Was unsere Brandwache tut
Die Brandwache ist während der Heißarbeiten ausschließlich für den Brandschutz da. Sie beobachtet Funkenflug und Wärme, achtet auf angrenzende Räume, Decken und Wände, hält Löschmittel bereit und sorgt dafür, dass Fluchtwege frei bleiben. Wird es gefährlich, unterbricht sie die Arbeit und alarmiert die Feuerwehr. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die vereinbarte Zeit und kontrolliert den Arbeitsbereich und die Nachbarräume auf Glutnester und Rauch.
Unser Personal wird vor Ort in Gebäude, Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen. Bei Industriebetrieben mit Brennöfen gelten Ihre Sicherheitsregeln für Ofenbereiche und Gefahrstofflager genauso für uns. Wird eine Brandwache bei einer Veranstaltung verlangt, richtet sich der Umfang nach den Auflagen der zuständigen Behörde. Allgemeine Informationen finden Sie unter Brandwachen.
Nachkontrolle in alten Gebäuden
Gerade in historischen Häusern ist die Zeit nach den Arbeiten die kritische. Mauerwerk speichert Wärme, Dämmung und Holz in Zwischendecken können lange schwelen. Wir gehen deshalb nicht nur über die Arbeitsstelle selbst, sondern auch über darüber und darunter liegende Räume, Dachböden und Treppenhäuser. Wo eine Wärmebildkamera hilft, setzen wir sie ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Jede Nachkontrolle steht mit Uhrzeit, kontrollierten Bereichen und Ergebnis im Bericht. So können Sie gegenüber Versicherer, Denkmalpflege oder Bauherr belegen, dass die Auflagen eingehalten wurden.
Vorhabenbezogen, mit klarer Absprache
Meißen liegt außerhalb unserer Kernregion, ein Büro in Sachsen haben wir nicht. Brandwachen übernehmen wir vorhabenbezogen: Wir prüfen Zeitraum, Arbeitszeiten und Anfahrt und sagen nur zu, wenn wir die Besetzung für alle Arbeitstage sicher stellen können. Bei Arbeiten, die sich über Wochen ziehen, planen wir feste Kräfte, damit nicht jeden Tag jemand Neues eingewiesen werden muss. Das Personal hat die Unterrichtung nach § 34a GewO, unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Für Vorhaben in der Nachbarschaft, etwa in Radebeul, oder im ganzen Freistaat lohnt ein Blick auf Brandwache in Sachsen.
Kosten der Brandwache
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache bestimmen vor allem die Dauer der Heißarbeiten und die Länge der Nachkontrolle den Preis. Arbeiten, die erst nach Betriebsschluss oder am Wochenende stattfinden dürfen, etwa in einer laufenden Produktion oder in einem Gebäude mit Publikumsverkehr, fallen mit ihrem Abend- und Nachtanteil höher aus als eine Brandwache zur normalen Arbeitszeit. Wir rechnen die tatsächlich geleisteten Stunden einschließlich Nachkontrolle ab.


