Vom Kupferschacht zum Gewerbestandort
Sangerhausen war über Jahrhunderte Bergbaustadt. Ab 1951 förderte der VEB Thomas-Münzer-Schacht wieder Kupfererz, nach der Wiedervereinigung wurde der Abbau eingestellt, weil er ein Vielfaches des Weltmarktpreises kostete. Die Halde Hohe Linde im Norden erinnert bis heute daran. Schon im 19. Jahrhundert waren neben dem Bergbau Fabriken für Feilen, Fahrräder, Klaviere und Möbel entstanden, der Fahrradbau unter dem Namen MIFA wurde zur bekanntesten Tradition der Stadt.
Heute verteilt sich die Industrie auf mehrere Gewerbegebiete im Süden und Westen. Seit 2019 produziert dort auch die GMT Gummi-Metall-Technik GmbH. Für den Werkschutz heißt das: viele mittelgroße Betriebe statt eines einzigen Großwerks, mit sehr unterschiedlichen Anforderungen an Tor, Gelände und Nachtzeiten.
Die Gewerbegebiete im Überblick
Die kurzen Wege zur A 38 mit den Anschlussstellen Sangerhausen-West und Sangerhausen-Süd prägen den Betrieb: Lkw kommen zu jeder Tageszeit, auch nachts und am frühen Morgen, und warten oft vor dem Tor, bis die Rampe frei ist.
- An der Wasserschluft – 11 Hektar an B 86 und A 38, Metallverarbeitung, Lackiererei, Fachgroßhandel, Autobahnmeisterei
- Helme-Park – rund 65 Hektar Gewerbe- und Sondergebiet mit Elektrotechnik, Bau- und Baunebengewerbe, Handel und Logistik
- Thomas-Münzer-Schacht – 28,6 Hektar mit Elektrotechnik, Tischlerei, Recycling, Druckerei und Trinkwasserzweckverband
- Maschinenfabrik – knapp 12 Hektar mit Kunststoffrecycling und Tischlerei, nah am Ortskern
- Erfurter Straße – Handel, Kfz-Service und Tankstelle, rund 500 Meter von der A 38
Aufgaben an Tor und Gelände
Im Mittelpunkt steht die Pforte. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Lieferpapiere ab, weisen Fahrer an Rampe oder Waage, geben Besucherausweise aus und halten fest, wer das Gelände betritt und verlässt. Bei Metall- und Elektrobetrieben gehören dazu Kontrollen von Ausfahrten mit Material, bei Recyclingbetrieben die Aufsicht über Annahmezeiten und Lagerflächen, auf denen Kunststoffe, Papier oder Metallschrott liegen.
Außerhalb der Arbeitszeit verlagert sich der Werkschutz aufs Gelände. Rundgänge führen an Zäunen, Freilagern, Silos und Ladezonen entlang, Störungen an Kühlanlagen oder Kompressoren melden wir nach Ihrer Alarmanweisung. Wo eine Brandmeldeanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet ist, kann diese uns zur Prüfung vor Ort rufen.
Bei Revisionen, neuen Anlagen oder Hallenumbauten kommen Fremdfirmen ins Werk. Dann melden wir die Monteure an, belehren sie über Ihre Sicherheits- und Arbeitsschutzregeln und achten darauf, dass Arbeitsfreigaben vorliegen, bevor geschweißt oder ein Bereich gesperrt wird.
Neue Ansiedlungen an der A 38
Westlich des Helme-Parks bereitet die Stadt eine Industriegroßfläche mit rund 145 Hektar vor, zwischen Martinsriether Weg, Kyselhäuser Straße und Autobahn. Der Bebauungsplan Nr. 48 soll die Grundlage schaffen, für die Bauphase einer Großinvestition rechnet die Stadt mit etwa drei Jahren. Wenn dort ein Werk entsteht, braucht es Werkschutz schon in der Bauzeit: Zufahrten, Containerdörfer und angelieferte Anlagenteile wollen beaufsichtigt sein, lange bevor die erste Schicht startet.
Für solche Phasen stellen wir zunächst ein kleines Team für Tor und Gelände und erweitern es, wenn Montage und Inbetriebnahme beginnen.
Personal, Planung und Nachweise
Sachsen-Anhalt gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, und im Landkreis Mansfeld-Südharz haben wir kein Büro. Werkschutz in Sangerhausen übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen: Vor der Zusage klären wir Anreise, Unterkunft und Ablösung über die ganze Laufzeit, danach setzen wir ein festes Team mit benannten Vertretungen ein, das Ihr Werk und Ihre Leute kennt.
Alle Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz und im Landesüberblick Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Für Betriebe weiter östlich an der A 38 ist Lutherstadt Eisleben die nächste Station.
Kosten für Werkschutz in Sangerhausen
Für Werkschutz gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Werkschutz meist über viele Monate läuft, entscheidet die Wochenplanung über den Betrag: Ein Tor mit Besetzung nur in der Nachtschicht kostet anders als eine Pforte rund um die Uhr an sieben Tagen. Zusatzaufgaben wie Fremdfirmenverwaltung oder Waagenbedienung fließen ein, ebenso der Aufwand für unsere Anreise. In der Kalkulation steht jede Position einzeln, damit Sie Varianten vergleichen können.


