Industrie mit langer Geschichte
Zeitz ist seit dem 19. Jahrhundert Industriestadt. 1855 entstand die Zeitzer Eisengießerei und Maschinenfabrik, 1858 die Zuckerfabrik, später kamen Kinderwagen, Schokolade, Wäsche und Bier hinzu. Die Brikettfabrik Herrmannschacht wurde 1889 eigens errichtet, um die Zuckerfabrik mit Brennstoff zu versorgen. Ab 1937 baute die BRABAG vor der Stadt ein Hydrierwerk, aus dem zu DDR-Zeiten ein großer Standort der Petrochemie wurde.
Vieles davon gibt es nicht mehr, doch die großen Linien sind geblieben. Zucker wird an der Albrechtstraße weiterhin produziert, das frühere Hydrierwerk ist heute ein offener Chemiepark, und in einer früheren Betriebsstätte gießt die Zeitzer Guss GmbH, eine Tochter der Silbitz Guss GmbH. Mit dem Ende der Braunkohle in den 2030er Jahren steht der Region ein weiterer Umbruch bevor.
Zuckerfabrik: Werkschutz im Rhythmus der Kampagne
Das Südzucker-Werk beschäftigt rund 200 Menschen in der Zuckerfabrik und etwa 120 in der Weizenstärkeanlage, die jährlich rund 120.000 Tonnen Glukosesirup herstellt. Etwa 700 Landwirte liefern Rüben an. Von September bis Januar läuft die Kampagne 24 Stunden am Tag, im Frühjahr und Sommer folgt die Verarbeitung von Dicksaft. Seit 2005 steht auf dem Gelände außerdem eine Bioethanolanlage.
Für den Werkschutz bedeutet das wechselnde Lagen. In der Kampagne stauen sich Rübenfahrzeuge vor der Waage, Fahrer müssen eingewiesen und Fremdfirmen für Reparaturen schnell angemeldet werden. Außerhalb der Kampagne wird es ruhiger, dafür stehen große Teile des Geländes leer, und Revisionen bringen Montagetrupps auf das Werk.
Chemie- und Industriepark Zeitz
Fünf Kilometer vor der Stadt liegt in Alttröglitz, Gemeinde Elsteraue, der Chemie- und Industriepark Zeitz. Auf 232 Hektar arbeiten rund 15 produzierende Unternehmen mit über 600 Beschäftigten, dazu Dienstleister, Energieversorger und Forschung. Hergestellt werden unter anderem Adipinsäure, Grundöle, modifizierte Weizenstärke, Wachsprodukte und Industrieklebstoffe. Der Park hat rund 9 Kilometer Werkstraßen, eine Ringbahn mit Anschluss an die Strecke nach Altenburg und bezieht Wasserstoff per Leitung aus Leuna.
In einem solchen Park hat jeder Betrieb eigene Regeln, und die Parkgesellschaft setzt gemeinsame Vorgaben. Unsere Kräfte arbeiten nach den Sicherheits- und Alarmplänen des Standorts, tragen die geforderte Schutzausrüstung und melden Störungen an die Stelle, die Sie festlegen.
Aufgaben an Tor und Gelände
Welche Aufgaben wir übernehmen, legen wir für jedes Werk einzeln fest. Häufig gehören dazu:
- Pfortendienst zu Schichtwechseln oder durchgehend, je nach Betrieb
- Anmeldung von Besuchern, Fremdfirmen und Fahrern nach Ihrem Verfahren
- Abgleich ein- und ausfahrender Lkw mit Lieferschein, Waage oder Ladeliste
- Ausgabe von Besucherausweisen und Schlüsseln gegen Unterschrift
- Rundgänge durch Hallen, Lager und Außenflächen nachts und am Wochenende
- Meldung technischer Störungen an Schichtleitung oder Bereitschaft
Kleinere Betriebe im Gewerbegebiet Herrmannschacht oder im Gebiet Am Güterbahnhof an der Leipziger Straße brauchen oft keine durchgehende Pforte, sondern einen verlässlichen Verschluss am Abend und Kontrollen am Wochenende. Auch das lässt sich als Werkschutz vereinbaren.
Vorhabenbezogen, mit festem Ansprechpartner
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro im Land unterhalten wir nicht. Werkschutz in Zeitz übernehmen wir, wenn Laufzeit und Umfang eine stabile Besetzung erlauben, und das prüfen wir, bevor wir zusagen. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Toren mit Zutrittsentscheidung die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Allgemeines zum Leistungsbild steht unter Werkschutz, die Übersicht für das Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Betriebe mit einem zweiten Standort in Weißenfels können beide Werke in einem Vertrag regeln.
Kosten im Dauerauftrag
Werkschutz wird nach Stunden abgerechnet, der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. In Zeitz hängt die Höhe stark vom Kalender ab: Während der Kampagne fallen mehr Nacht- und Feiertagsstunden an als im Rest des Jahres. Wir planen deshalb gern mit einem Grundbedarf über zwölf Monate und einer Verstärkung für die Wochen, in denen das Werk rund um die Uhr läuft.


