Was Werkschutz in einer Forschungsgemeinde bedeutet
Der größte Arbeitgeber in Sanitz ist die Bundeswehr mit der Flugabwehrraketengruppe 21, deren Schutz sie selbst organisiert. Gleich danach prägt die Forschung den Ort: In Groß Lüsewitz arbeitet das Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen des Julius Kühn-Instituts, einer Bundesoberbehörde mit dem Schutzziel Kulturpflanze. Das Leibniz-Institut IPK hält dort Kartoffel-Sortimente mit mehr als 6.200 Mustern, darunter Kultursorten, Landrassen und Wildarten aus Süd- und Mittelamerika.
Der Wert solcher Standorte liegt selten in dem, was ein Dieb mitnehmen kann. Ein unbefugt betretenes Versuchsfeld, eine offen stehende Gewächshaustür im Winter oder eine gestörte Klimatechnik können die Arbeit einer ganzen Saison zunichtemachen. Werkschutz muss deshalb leise sein, die Abläufe des Hauses kennen und im richtigen Moment die richtige Person verständigen.
Wo in Sanitz Werkschutz gefragt ist
Benannte Standorte und Vorhaben in der Gemeinde, an denen Pforte, Rundgang oder Besucherregelung anfallen können:
- Forschungsstandort Groß Lüsewitz mit dem Institut für Züchtungsforschung des Julius Kühn-Instituts
- Kartoffel-Sortimente des IPK in Groß Lüsewitz
- AgroBio Technikum Groß Lüsewitz mit Laboren junger Biotechnologie-Firmen
- Photovoltaikanlage Vietow (Bebauungsplan Nr. 30)
- Photovoltaikanlage Reppelin/Wendfeld (Bebauungsplan Nr. 29)
- Photovoltaikanlage und Gewerbegebiet Horst (Bebauungsplan Nr. 32, in Aufstellung)
Dazu kommen landwirtschaftliche Betriebe, etwa in Niekrenz, deren Maschinenhallen und Lager in einer Flächengemeinde mit 17 Ortsteilen weit auseinander liegen.
Pforte und Besucherregelung
An einem Forschungsstandort kommen täglich Mitarbeiter, Gastwissenschaftler, Lieferanten für Saatgut und Laborbedarf sowie Handwerksfirmen an. Am Tor gleichen wir Besucher mit einer abgestimmten Liste ab, geben Ausweise aus, weisen Fremdfirmen in die Hausregeln ein und notieren Ankunft und Abfahrt. Lieferungen nehmen wir nach Absprache an oder leiten sie an die zuständige Stelle weiter.
Wichtig ist, dass die Pforte die Bereiche kennt, die nur mit Begleitung betreten werden dürfen, etwa Gewächshäuser oder Kühlräume. Diese Regeln schreiben wir mit Ihnen in eine Dienstanweisung, damit jede Kraft, auch eine Vertretung, gleich handelt.
Solarparks und Gewerbe auf freier Fläche
Mit den Bebauungsplänen für Photovoltaikanlagen bei Vietow und Reppelin/Wendfeld und dem kombinierten Plan für Photovoltaik und Gewerbe bei Horst entstehen in Sanitz Anlagen weit weg von Wohnhäusern. Module, Wechselrichter und vor allem Kupferkabel sind dort für Täter interessant, solange niemand vorbeikommt.
Für den Betrieb solcher Flächen bieten sich Streifen in unregelmäßigen Abständen an: Zaunlinie abgehen, Tore und Übergabestationen prüfen, Schäden mit Foto melden. Löst eine Zaunmeldung aus und Ihre Notruf- und Serviceleitstelle verständigt uns, fahren wir zur Prüfung hin. Im künftigen Gewerbegebiet Horst kann daraus ein gemeinsamer Werkschutz für mehrere Betriebe werden, sobald dort Hallen stehen.
Planung aus der Kernregion Nord
Mecklenburg-Vorpommern gehört zu unserer Kernregion Nord. In Sanitz haben wir kein Büro; Personal und Dienstpläne kommen aus dem Hauptsitz in Neumünster. Über die A 20 mit der Anschlussstelle Sanitz und die B 110 ist die Gemeinde gut erreichbar, und Einsätze lassen sich mit Aufträgen in Rostock abstimmen. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für eine Pforte mit Publikumsverkehr setzen wir auf Wunsch Kräfte mit Sachkundeprüfung ein.
Allgemeines zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, die Lage im ganzen Land unter Werkschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Alle Angebote für die Gemeinde zeigt Sicherheitsdienst Sanitz.
Kosten bei dauerhaftem Werkschutz
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Pfortenzeiten oder regelmäßigen Streifen. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo genau ein Angebot landet, hängt davon ab, ob die Pforte rund um die Uhr besetzt sein soll, wie viele Nachtstunden und Feiertage anfallen und welche Qualifikation die Aufgabe verlangt. Bei Solarparks rechnen wir Streifen nach Zahl und Dauer der Kontrollen ab, so dass Sie nur zahlen, was tatsächlich gefahren wird.
Für die Kalkulation fragen wir nach der Zahl der Tore und Gebäude, nach den Arbeitszeiten auf dem Gelände und nach der Frage, ob Besucher vorab angemeldet werden. Ein Forschungsstandort mit festen Bürozeiten braucht oft nur tagsüber eine Pforte und nachts einige Rundgänge. Ein Gelände mit Schichtbetrieb oder laufender Technik wie Klimakammern kann dagegen eine durchgehende Besetzung verlangen. Für Vertretungen bei Urlaub oder Krankheit weisen wir mehrere Kräfte ein, damit die Pforte nicht mit einer fremden Person besetzt wird, die Ihre Regeln erst lernen muss.


