Industrie im Bliestal
Zu den größten Arbeitgebern der Region zählt das Werk von Fresenius Medical Care. Seit der Gründung 1974 ist es nach Angaben des Unternehmens zu einem der größten Produktions- und Exportstandorte für Dialysatoren gewachsen, rund 1.800 Menschen arbeiten dort. Neben den Filtern entstehen Dialyselösungen sowie weichmacherfreie Folien und Schläuche. Mehr als 1.000 Patente wurden in fünfzig Jahren am Standort angemeldet, er ist also auch Entwicklungszentrum.
Daneben prägt die Metallverarbeitung das Bild. Ein Presswerk fertigt Bauteile für die Landtechnik, ein Stahlbauer Konstruktionen und Maschinen, ein Systemtechnik-Betrieb Profile und Lineareinheiten. Mit einer Großbäckerei, einem Hersteller von Lautsprechern und Verstärkern sowie einem Handelskonzern ist die Mischung für eine Stadt dieser Größe ungewöhnlich breit. Für den Werkschutz bedeutet das, dass kein Werk dem anderen gleicht.
Die Werke und ihre Besonderheiten
An der Frankfurter Straße liegt das Dialysewerk. In der Medizintechnik gelten strenge Hygiene- und Zutrittsregeln, Werksfremde dürfen bestimmte Bereiche nur nach Einweisung oder gar nicht betreten. Wer dort die Pforte besetzt, muss Schleusen, Kleidungsvorschriften und Besucherwege kennen und darf Abkürzungen nicht dulden.
Die Essener Straße ist das Revier der Metallbetriebe. Hörmann Automotive St. Wendel liefert Komponenten an Hersteller von Feldhäckslern und Mähdreschern und hat seine Fertigung um Warmumformung mit einer 800-Tonnen-Presse erweitert. Gleich daneben arbeiten Schneider Werk im Stahl- und Maschinenbau sowie RK Schmidt Systemtechnik. Im Gewerbegebiet Hungerthal bei Bliesen produziert die Bäckerei Gillen für ihre rund 75 Filialen in Saarland und Rheinland-Pfalz.
- Frankfurter Straße: Dialysatoren, Lösungen und Folien
- Essener Straße: Presswerk für Landtechnik-Komponenten
- Essener Straße: Stahl- und Maschinenbau, Profiltechnik
- Gewerbegebiet Hungerthal: Backwarenproduktion mit Filialbelieferung
- Stadtgebiet: Entwicklung und Fertigung von Beschallungstechnik
Aufgaben an Tor und Rampe
Am Werkstor beginnt die Kontrolle des Warenstroms. Speditionen melden sich an, unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Lieferpapiere mit der Avisierung ab, vergeben Rampen und erklären Fahrern, wo sie warten dürfen. In einer Großbäckerei verlassen die Fahrzeuge zur Filialbelieferung oft schon in den frühen Morgenstunden das Gelände, in der Metallindustrie kommen Schwerlasttransporte mit Blechen und Coils hinzu.
Ausgehende Ladungen prüfen wir nach Ihrer Vorgabe: Stimmen Menge und Papiere, liegt eine Freigabe vor, ist das Fahrzeug verplombt? Fremdfirmen, die bei Wartungen oder Umbauten aufs Gelände kommen, werden erfasst, mit Ausweis versehen und erst nach der Sicherheitsunterweisung durchgelassen. Wer das Werk verlässt, gibt den Ausweis wieder ab.
Streife über Hallen und Freiflächen
Nach Schichtende gehen die Risiken auf die Freiflächen über. Gestapelte Stahlteile, Kupferkabel, Werkzeugcontainer und Paletten mit Zukaufteilen sind leicht zu verladen, wenn niemand hinsieht. Unsere Streife geht Zäune ab, prüft Tore und Hallentüren, achtet auf Fahrzeuge mit laufendem Motor an ungewöhnlichen Stellen und kontrolliert Technikräume nach Ihrer Liste.
In Betrieben mit Hygienezonen bleibt die Streife außerhalb der Reinbereiche oder hält sich exakt an die vorgegebenen Wege. Auffälligkeiten wie ausgelöste Störmeldungen, Wasser auf dem Boden oder Brandgeruch werden sofort an die Rufbereitschaft des Werks weitergegeben.
Organisation und Qualifikation
Die Staffsec Solution GmbH sitzt in Neumünster und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. Ein Büro im Saarland gibt es nicht, St. Wendel bedienen wir vorhabenbezogen. Das heißt konkret: Vor jedem Angebot klären wir, ob die Schichten dauerhaft mit festen Kräften besetzt werden können, einschließlich Urlaub und Krankheit. Wenn wir das nicht zusagen können, erfahren Sie es vor Vertragsschluss.
Am Torposten mit Kontrollbefugnis setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für einfache Rundgänge mindestens mit Unterrichtung. Die Einweisung übernimmt Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit, inklusive Sammelplätzen, Gefahrstofflagern und Hygieneregeln. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Mehr zum Land lesen Sie unter Werkschutz im Saarland, zur Stadt unter Sicherheitsdienst St. Wendel.
Kosten im Werkschutz
Den Rahmen bilden 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Werkschutz über mehrere Jahre mit gleichbleibendem Team bewegt sich meist im unteren Teil der Spanne, weil Einarbeitung und Anfahrt sich auf viele Monate verteilen. Kurze Einsätze, etwa während Werksferien oder Inventur, kosten pro Stunde mehr.
Weitere Faktoren sind der Anteil an Nacht- und Sonntagsstunden, die Zahl der gleichzeitig besetzten Tore und Zusatzaufgaben wie Waagebedienung oder Schlüsselausgabe. Diese Positionen weisen wir im Angebot einzeln aus.


