Zwei Jahrhunderte Industrie an der Unstrut
Die Industrialisierung Sömmerdas beginnt mit Johann Nicolaus von Dreyse. 1817 gründete er zusammen mit Kronbiegel eine Metallwarenfabrik, 1840 folgte die Gewehrfabrik, in der das Zündnadelgewehr gebaut wurde. 1901 übernahm Rheinmetall das Werk. In der DDR wuchs die Stadt mit dem Büromaschinenwerk und dem Kombinat Robotron, aus dem später der Fujitsu-Standort hervorging.
Die Elektroindustrie ist bis heute der wichtigste Wirtschaftszweig der Stadt. Neben Fujitsu Technology Solutions sitzt hier CTDI, ein Unternehmen der Kommunikationstechnik mit rund 300 Beschäftigten. Dazu kommt eine Aluminium-Druckgießerei für die Autoindustrie, die 2001 zum Trimet-Konzern kam und seit 2018 zu einem Gemeinschaftsunternehmen mit Bohai Automotive Systems gehört.
Wo Werkschutz in Sömmerda anfällt
Die Stadt weist zwei Gewerbegebiete mit noch freien Flächen aus. Dazu kommen die gewachsenen Industrieflächen aus der Robotron-Zeit:
- Gewerbegebiet Am Unterwege, rund 51 Hektar an der B 176-Umgehung, mit Metallverarbeitung, Feinmechanik, Holzverarbeitung, Software und Service
- Gewerbegebiet Gebind in Orlishausen, gut 17 Hektar an B 176 und L 1058, mit Metall- und Lebensmittelbetrieben
- Fertigungs- und Servicehallen der Elektronik- und Kommunikationstechnik
- die Aluminium-Druckgießerei mit Schmelz- und Gießbereichen
- der Güterumschlagplatz am Gewerbegebiet Am Unterwege mit Bahnanschluss
Elektronik und Druckguss stellen andere Fragen
In der Elektronik und bei Reparaturdienstleistern geht es um Geräte und Bauteile, die einzeln wenig Platz einnehmen und viel wert sind. Hier entscheidet, wer welche Halle betreten darf, ob Besucher begleitet werden und was beim Verlassen des Geländes kontrolliert wird. Wir führen Besucherlisten, geben Ausweise aus, prüfen Stichproben am Ausgang nach Ihrer Regel und achten darauf, dass Foto- und Handyverbote eingehalten werden.
In einer Gießerei steht dagegen der Dauerbetrieb im Vordergrund. Öfen und Anlagen laufen über Nacht, Schichtwechsel und Instandhaltung bringen wechselnde Teams aufs Gelände. Die Werkschutzkraft kennt die Sammelplätze, hält Feuerwehrzufahrten frei und weiß, welche Bereiche sie nur mit Ihrer Freigabe betritt. Anlagen bedient sie nie.
Für Metall- und Lebensmittelbetriebe im Gebind in Orlishausen gilt wieder etwas anderes. Läuft dort nur eine Schicht oder zwei, reicht häufig ein Posten zur Anlieferung am frühen Morgen und eine Kontrolle nach Schichtende, ergänzt durch Rundgänge am Wochenende. Wichtig ist dort vor allem, dass Lieferanten nicht unbeaufsichtigt auf dem Hof stehen, dass Kühl- und Lagerbereiche verschlossen bleiben und dass bei einer Störung schnell die richtige Person im Betrieb erreicht wird.
Aufgaben an Tor, Rampe und Zaun
Den Umfang legen wir mit Werkleitung und Arbeitssicherheit fest. Häufig gehören dazu:
- Pfortendienst im Ein-, Zwei- oder Drei-Schicht-Betrieb
- Anmeldung und Einweisung von Fremdfirmen, Monteuren und Besuchern
- Abgleich von Lkw, Ladung und Frachtpapieren an der Rampe
- Kontrolle von Leergut, Schrott und Abfällen beim Verlassen des Werks
- Rundgänge über Hallen, Freilager und entlang des Zauns
- Besetzung an Wochenenden, Feiertagen und in Betriebsferien
Über den eigenen Anschluss an die A 71 und die B 176 erreichen Lkw die Gewerbegebiete ohne Ortsdurchfahrt. Kommen mehrere Fahrzeuge gleichzeitig, ordnen wir die Wartereihe so, dass Rettungswege frei bleiben und kein Fahrzeug unkontrolliert aufs Gelände fährt.
Werkschutz ohne Büro in Thüringen
Unsere Kernregion liegt im Norden, in Thüringen haben wir kein Büro. Werkschutz in Sömmerda übernehmen wir deshalb vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, klären wir Postenzahl, Schichtmodell, Urlaubs- und Krankheitsvertretung und Laufzeit und prüfen, ob wir die Besetzung über Monate halten können. Sie haben einen festen Ansprechpartner, der den Auftrag aus der Planung heraus betreut.
Am Tor stehen Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, eingewiesen in Werksordnung, Gefahrenbereiche und Notfallablauf. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200 und sind unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar. Weiter: Werkschutz, Werkschutz in Thüringen, Sicherheitsdienst Sömmerda und für Betriebe im Kyffhäuserkreis Sicherheitsdienst Sondershausen.
Was ein Werkschutzposten in Sömmerda kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Pfortenposten, der ein Jahr lang im selben Schichtrhythmus läuft, liegt meist im unteren Bereich, weil sich Einweisung und Planung auf viele Stunden verteilen. Höher wird es bei überwiegenden Nacht- und Feiertagsdiensten, bei zusätzlichen Ladungskontrollen und wenn Sie kurzfristig Verstärkung für Inventur oder Anlagenstillstand brauchen.


