Ein Ort, der nach seinem Werk benannt ist
Am rechten Ufer des Tanger entstand ab 1842 ein Eisenwerk, zwei Jahre später floss der erste Guss. Der Betrieb prägte das Dorf Vaethen so stark, dass es 1928 den Namen Tangerhütte annahm. Nach 1945 wurde das Werk teilweise demontiert, nahm aber noch im selben Jahr die Arbeit wieder auf, zu DDR-Zeiten hieß es VEB Eisenwerk „1. Mai“.
Gegossen wird in der Stadt bis heute. Die TechnoGuss GmbH ist das größte Unternehmen des Ortes. Sie geriet 2015 in die Insolvenz und wurde durch einen Zusammenschluss mit einer anderen Gießerei gerettet. Das Werk arbeitet als Kundengießerei: Einzelstücke sowie Klein- und Mittelserien aus Gusseisen, vom Modell bis zum bearbeiteten Fertigteil, im Drei-Schicht-System.
Wo in Tangerhütte Werkschutz eine Rolle spielt
Die folgende Liste nennt Betriebsarten und Standorte in der Stadt. Sie beschreibt Bedarf, keine Kundenbeziehungen:
- Die Gießerei mit Schmelzbetrieb, Formerei, Putzerei und Lager für fertige Gussteile, auf die Kunden mit festen Terminen warten.
- Das Gewerbegebiet an der B 189 in Lüderitz, in dem sich mehrere Firmen nahe der Autobahnanschlussstelle angesiedelt haben.
- Landwirtschaftliche Betriebe wie die Agrargenossenschaft in Lüderitz, mit Maschinenhallen, Kraftstoff und Dünger auf weitläufigen Höfen.
- Der neue Batteriespeicher mit 15 Megawatt Leistung, der ab Ende 2026 im Netzgebiet von Avacon betrieben werden soll und von einem Generalunternehmer schlüsselfertig errichtet wird.
Drei Schichten, ein Tor: worauf es bei einer Gießerei ankommt
In einer Gießerei mit durchgehendem Betrieb ist das Werkstor selten ruhig. Material für Schmelze und Formerei kommt per Lkw, fertige Teile gehen zu Kunden, und manche Gussteile wiegen so viel, dass sie nur mit Kran und Tieflader bewegt werden. Wer am Tor steht, muss Lieferpapiere lesen, Ladungen grob einschätzen und Fahrzeuge zur richtigen Halle lenken können.
Dazu kommt der Wert dessen, was auf dem Hof liegt. Gusseisen und Schrott haben einen Metallwert, Modelle und Formen stecken voller Arbeitsstunden. Gerade am Wochenende, wenn nur ein Teil der Anlagen läuft, werden Lagerflächen zum Ziel. Ein Rundgang über Freiflächen und an der Grundstücksgrenze gehört deshalb ebenso zum Werkschutz wie die Pforte.
Wartungen und Reparaturen an Öfen, Kränen oder Sandaufbereitung finden oft dann statt, wenn die Produktion steht. Dann sind fremde Monteure auf dem Gelände, die sich nicht auskennen. Der Werkschutz weiß, wer angemeldet ist, gibt Ausweise aus und achtet darauf, dass niemand ohne Einweisung in gefährliche Bereiche gerät.
Unsere Bausteine für den Werkschutz
Je nach Betrieb kombinieren wir:
- Pfortendienst mit Fahrzeug- und Personenkontrolle, Wiegeschein- und Lieferscheinabgleich, Lenkung zur Rampe.
- Fremdfirmenmanagement nach abgestimmter Liste, Tagesausweis, Unterweisung nach Ihren Vorgaben und Abmeldung am Ende des Einsatzes.
- Rundgänge über Hallen, Lagerplätze und Zaun, mit Prüfung von Toren, Beleuchtung und Absperrungen.
- Kontrollen bei Werksruhe an Feiertagen oder während der Betriebsferien.
- Erste Maßnahmen bei Störungen sowie Einweisung von Feuerwehr und Rettungsdienst am Tor.
Das Wachbuch jeder Schicht steht Ihrer Werksleitung jederzeit offen.
Vorhabenbezogen in Sachsen-Anhalt
Tangerhütte liegt nicht in unserer Kernregion Nord, und ein Büro im Land haben wir nicht. Werkschutz ist ein Dauerauftrag, deshalb klären wir vor dem Angebot, ob sich ein fester Stamm an Kräften mit Vertretung für Urlaub und Krankheit stellen lässt. Betriebe Richtung Stendal oder Wolmirstedt können unter Umständen gemeinsam geplant werden, die A 14 verbindet beide Richtungen.
Für jede Pforte entsteht mit Ihnen eine Dienstanweisung. Jede Kraft wird vor dem ersten Dienst in Werksordnung, Schutzausrüstung und Gefahrenzonen eingewiesen. Kräfte mit Kontrollaufgaben haben die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung finden Sie unter Werkschutz und im Überblick Werkschutz in Sachsen-Anhalt.
Kosten für Werkschutz in Tangerhütte
Für die Planung gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein ganzjährig besetztes Tor im Drei-Schicht-Betrieb liegt dabei anders als eine Bewachung nur an Wochenenden oder während einer Revision.
Weitere Einflussgrößen sind der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, die Zahl der Aufgaben mit Sachkundeprüfung, zusätzliche Kontrollen von Ladung oder Werkzeug und die Anfahrt. Nach einer Begehung von Tor und Gelände erhalten Sie ein festes Angebot.


