Ein Industriestandort, der von Rohstoffen lebt
In Uelzen arbeiteten nach der jüngsten in der Stadtbeschreibung genannten Zählung 16.669 Menschen sozialversicherungspflichtig, gut 3.400 davon im produzierenden Gewerbe und Handwerk. Prägend sind Betriebe, die landwirtschaftliche und forstliche Rohstoffe verarbeiten. Die Zuckerfabrik wurde 1883 gegründet und ist heute das größte Werk der Nordzucker AG, ausgelegt auf bis zu 20.000 Tonnen Rüben am Tag. Die Genossenschaft Uelzena verarbeitete 2019 rund 638 Millionen Kilogramm Milch zu Butter, Butterschmalz, Milchpulver, Käse und Getränkepulver und zählte 2024 insgesamt 1.089 Beschäftigte.
Am Hafen stellt Froneri Schöller mit rund 350 Beschäftigten Speiseeis her. Daneben arbeiten zwei Sägewerke: Bien-Holz schneidet etwa 300.000 Festmeter im Jahr, die Pfeifer-Gruppe mit rund 150 Mitarbeitern fertigt Schnittholz und Palettenklötze. Hinzu kommen der Dachabdichtungshersteller C. Hasse und Sohn, der Honigverarbeiter Dreyer und Logistiker wie Werther Logistik.
Betriebe und Flächen, an denen Werkschutz gefragt ist
Diese Beispiele zeigen, welche Arten von Gelände in Uelzen Werkschutz brauchen können. Es handelt sich nicht um Kunden:
- Lebensmittelwerke mit Kampagne oder täglicher Rohstoffannahme, etwa die Zuckerfabrik und die Molkerei, wo Tor und Waage im Minutentakt Fahrzeuge abfertigen.
- Das Industriegebiet direkt am Hafen, mit Speiseeisproduktion, Sägewerken und Freilager für Rundholz und Schnittware.
- Der Hafen selbst mit 400 Metern Kaikante, sechs Liegeplätzen und rund 4,5 Kilometern Hafengleis, betrieben von der Port Logistics Uelzen GmbH.
- Das Betriebswerk der Metronom Eisenbahngesellschaft, die seit 2003 in Uelzen ihren Sitz hat und dort rund 500 Menschen beschäftigt.
- Logistikflächen im Südwesten, etwa im Umfeld der UPS-Niederlassung in Klein Süstedt.
Kampagne, Kühlkette, Holzplatz: drei Arten von Druck
In einer Zuckerfabrik ändert sich das Bild mit der Rübenernte. Dann rollt Lkw auf Lkw, die Waage wird zum Nadelöhr, und Fahrer, die den Ablauf nicht kennen, brauchen klare Anweisungen. Werkschutz an dieser Stelle heißt: Fahrzeuge erfassen, Fahrer einweisen, Wartende auf eine Aufstellfläche lenken und Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienst frei halten.
In einer Molkerei oder einem Speiseeiswerk ist der Takt gleichmäßiger, dafür zählen Hygiene und Kühlkette. Wer das Gelände betritt, muss Regeln zu Schutzkleidung und Zonen kennen, Lieferungen sollen ohne Umweg an die richtige Rampe kommen. Auf Holzplätzen und Freilagern wiederum liegt der Wert offen im Gelände. Dort zählen Rundgänge entlang von Zäunen und Gleisanschlüssen, gerade in den Nachtstunden und an Wochenenden, wenn die Säge stillsteht.
Bausteine eines Werkschutz-Dienstes
Wie der Dienst aussieht, richtet sich nach Ihrem Betrieb. Häufig sind diese Aufgaben gefragt:
- Besetzung von Pforte und Waage mit Fahrzeug- und Personenkontrolle, Abgleich mit Lieferpapieren und Avis.
- Anmeldung und Einweisung von Fremdfirmen, Ausgabe von Tagesausweisen und Rücknahme bei Verlassen des Geländes.
- Rundgänge über Hallen, Lagerplätze und Gleisbereiche, Prüfung von Toren, Brandschutztüren und Beleuchtung.
- Steuerung von Wartezonen bei hohem Anlieferaufkommen, damit kein Rückstau auf öffentliche Straßen entsteht.
- Erste Maßnahmen bei Störungen oder Bränden bis zum Eintreffen der Feuerwehr, Einweisung der Einsatzkräfte.
Alle Vorgänge halten wir in einem Wachbuch fest, das Sie jederzeit einsehen können.
Personal und Planung für Werke in Uelzen
Uelzen liegt in unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster, ein eigenes Büro vor Ort gibt es nicht. Betriebe an der B 4 nach Gifhorn oder an der B 71 Richtung Salzwedel lassen sich mit Standorten in Uelzen gemeinsam planen. Vor dem Start erstellen wir mit Ihnen eine Dienstanweisung und weisen jede Kraft am Tor und auf dem Gelände ein.
Für Pforten mit Kontrollbefugnis und für Rundgänge setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr über die Leistung allgemein lesen Sie unter Werkschutz, alle Leistungen in der Stadt auf Sicherheitsdienst Uelzen.
Preise für Werkschutz
Werkschutz läuft häufig über Monate. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein ganzjähriger Dauerauftrag mit festem Stamm liegt in der Regel anders als eine Verstärkung nur für die Wochen der Kampagne, bei der zusätzliche Kräfte kurzfristig eingearbeitet werden müssen.
Weitere Einflussgrößen sind der Anteil an Nachtstunden, Sonn- und Feiertage sowie die Frage, ob Aufgaben eine Sachkundeprüfung verlangen. Das genaue Angebot erstellen wir nach einer Begehung von Tor, Waage und Gelände.


