Ein Industriestandort im Schatten zweier Großstädte
Gifhorn liegt rund 15 Kilometer westlich von Wolfsburg und etwa 20 Kilometer nördlich von Braunschweig. Diese Lage prägt die Wirtschaft der Stadt: 38 Prozent der Beschäftigten arbeiten im produzierenden Gewerbe, viele Betriebe sind mit der Automobilindustrie verbunden. Größter Arbeitgeber ist der Ingenieurdienstleister IAV, für den Gifhorn die größte Niederlassung im Unternehmen ist. Weitere Namen im Stadtgebiet sind das Continental-Werk, Alfred Teves, seit 1951 in der Stadt ansässig, Inteva Products und EDAG Engineering.
Für den Werkschutz bedeutet das eine Mischung aus zwei Welten. In der Fertigung stehen Material, Maschinen und Fahrzeuge auf dem Spiel. In der Entwicklung sind es Prototypen, Messdaten und Zeichnungen, deren Wert man von außen nicht sieht und die trotzdem keinen Fremden erreichen dürfen.
Gewerbliche Schwerpunkte in Gifhorn
Die folgenden Flächen und Betriebsarten zeigen, wo Werkschutz in der Stadt gefragt sein kann. Es handelt sich um Beispiele, nicht um Kunden:
- Das Industriegebiet Braunschweiger Straße im Süden der Stadt, als solches seit 1967 im Bebauungsplan festgesetzt.
- Das Gewerbegebiet Eyßelheideweg Ost nördlich des Eyßelheidewegs und westlich der Braunschweiger Straße mit Baumarkt, Baustoffhandel samt Freilager und Autohandel auf gut sieben Hektar.
- Das Continental-Werk, das Bremssysteme gefertigt hat und bis Ende 2027 schließen soll; für das Gelände hat Stiebel Eltron die Fertigung von Wärmepumpen-Komponenten angekündigt.
- Entwicklungsstandorte von Ingenieurdienstleistern wie IAV und EDAG mit Werkstätten, Prüfständen und Büros.
- Logistik- und Betriebshöfe, etwa der Betriebshof der Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn am Wilscher Weg.
Umbruch am Werk: wenn Abbau und Neuanlauf zusammenfallen
Am Continental-Standort arbeiteten nach Angaben der IG Metall rund 1.000 Menschen; Stiebel Eltron will etwa 350 von ihnen übernehmen. Neben Stiebel Eltron haben neben Stiebel Eltron auch Siemens Mobility und Rheinmetall Absichtserklärungen unterzeichnet. Für ein Gelände in dieser Lage gilt: Maschinen werden abgebaut und verladen, Hallenteile stehen leer, neue Nutzer bauen ihre Anlagen auf, und Dutzende Fremdfirmen gehen ein und aus.
Werkschutz schafft in solchen Phasen Ordnung. Wir führen Listen der zugelassenen Firmen, geben Tagesausweise aus, kontrollieren Ladungen beim Verlassen des Geländes gegen die Freigaben und schließen nicht mehr genutzte Bereiche ab. Rundgänge zu wechselnden Zeiten zeigen, ob in leeren Hallen etwas fehlt oder sich jemand Zugang verschafft hat.
Was ein Werkschutz-Dienst in Gifhorn umfasst
Der genaue Zuschnitt richtet sich nach Schichtmodell und Gelände. Typische Bausteine sind:
- Pfortendienst mit Fahrzeug- und Personenkontrolle, Besucheranmeldung und Ausgabe von Ausweisen.
- Begleitung von Besuchern in Entwicklungsbereichen sowie Einhaltung vereinbarter Regeln zu Fotos und Datenträgern.
- Steuerung von Anlieferung und Abholung mit Zeitfenstern, damit Lkw nicht auf der Zufahrtsstraße warten.
- Rundgänge über Hallen, Freilager und Parkflächen nach Schichtende, mit Prüfung von Toren, Brandschutztüren und Beleuchtung.
- Schlüsselverwaltung, Alarmannahme und erste Maßnahmen bis zum Eintreffen von Feuerwehr oder Polizei.
Jeder Dienst wird schriftlich festgehalten. Sie sehen später, wer wann auf dem Gelände war und was bei den Rundgängen aufgefallen ist.
Organisation und Personal
Gifhorn liegt in unserer Kernregion Nord. Geplant werden Einsätze aus dem Hauptsitz in Neumünster, ein eigenes Büro in der Stadt gibt es nicht. Werke in der Region, etwa in Wolfsburg oder Peine, lassen sich mit Standorten in Gifhorn zusammen planen. Vor dem Start weisen wir die Kräfte vor Ort ein und erstellen mit Ihnen eine Dienstanweisung.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; an Pforten mit Kontrollbefugnis und für Rundgänge setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Einen Überblick über alle Leistungen in der Stadt gibt die Seite Sicherheitsdienst Gifhorn.
Preisrahmen für Werkschutz
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Diensten über Wochen und Monate. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei durchgehender Besetzung über alle Schichten verteilt sich die Einarbeitung auf viele Stunden; teurer wird es durch Nachtanteile, Sonn- und Feiertage, kurzfristige Starts und Aufgaben, für die eine Sachkundeprüfung verlangt ist.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz. Das konkrete Angebot erstellen wir nach einer Begehung des Geländes.


