Eine Stadt, die aus Bränden neu entstand
Werdaus Stadtbild ist von zwei Bränden geprägt. 1670 zerstörte ein Stadtbrand das Schloss, am 1. Mai 1756 fiel fast die gesamte Stadt einschließlich des alten Rathauses den Flammen zum Opfer. Die Stadtkirche St. Marien wurde danach im Barockstil neu gebaut und brannte am 20. Januar 1863 nach einem Blitzschlag erneut aus. Das heutige Rathaus am Markt entstand erst zwischen 1909 und 1911.
Viele Gebäude in der Kernstadt stammen aus der Zeit danach: Fabrikantenvillen, Tuchfabriken, das Feuerwehrhaus, die Friedhofskapelle. Werden diese Häuser saniert, arbeiten Dachdecker, Klempner und Metallbauer mit Brenner, Lötkolben und Schweißgerät an alten Dachstühlen und Holzbalken.
Wo in Werdau Brandwachen anfallen
Brandwachen braucht es überall dort, wo Funken auf brennbares Material treffen können oder ein Brandschutz zeitweise fehlt. Typische Orte in Werdau:
- Stadtkirche St. Marien – barocker Bau mit Turm und Dachwerk
- katholische Kirche St. Bonifatius, 1929 geweiht
- Tuchfabrik „Otto Ullrich“ mit Dampfmaschine und Dampfturbine
- Stadt- und Dampfmaschinenmuseum mit Maschine von 1899 und Gartenbahn
- Hotel Katharinenhof, Jugendstilvilla unter Denkmalschutz
- Hallen des Nutzfahrzeugbaus im Ortsteil Leubnitz
- Stadthalle „Pleißental“ bei Bühnenaufbauten und Konzerten
Hinzu kommt die Pleißental-Klinik, in der Umbauten bei laufendem Betrieb stattfinden können und Ersatzmaßnahmen bei abgeschalteten Meldern besonders wichtig sind.
Brandwache nach Heißarbeiten
Schweißen, Trennschleifen und Flämmen hinterlassen Glutnester, die oft erst nach Stunden aufflammen, etwa in Fugen, hinter Verkleidungen oder in Dämmung. Deshalb verlangen die Erlaubnisscheine für Heißarbeiten in der Regel eine Nachkontrolle. Unsere Brandwache übernimmt diese Zeit: Sie geht den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume regelmäßig ab, tastet Balken und Wände ab, achtet auf Rauchgeruch und hält Feuerlöscher bereit. Steht Ihnen eine Wärmebildkamera zur Verfügung, setzen wir sie gern ein.
Im Fahrzeugbau geht es eher um Hallen mit Schweißplätzen, Lackierbereichen und Lagern für Kunststoffteile. Werden dort nach Feierabend Anlagen umgebaut oder Hallendächer saniert, bleibt die Brandwache, bis der Bereich abgekühlt ist, und meldet einen Brand sofort über den Notruf.
Ersatz für abgeschaltete Brandmeldeanlagen
Fällt eine Brandmeldeanlage aus oder wird sie wegen Bauarbeiten abgeschaltet, fordern Versicherer und Bauaufsicht meist eine Ersatzmaßnahme. Wir stellen dann Kräfte, die die betroffenen Bereiche in festen Abständen begehen, Fluchtwege prüfen und bei Rauch die Feuerwehr alarmieren. In Museen, Kirchen und Veranstaltungshäusern stimmen wir die Runden mit dem Haustechniker ab, in Werkhallen mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit. Vor dem Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort in Löschgeräte, Fluchtwege und Alarmwege eingewiesen.
Feuer und Funken bei Festen
Auch bei Veranstaltungen kann eine Brandwache gefordert sein. Auf dem Werdauer Weihnachtsmarkt im Dezember stehen Holzbuden dicht an dicht, mit Heizstrahlern, Glühweinkochern und Lichterketten. Beim Volksfest im September kommen Festzelt, Imbisswagen mit Gasflaschen und Fahrgeschäfte mit eigener Stromversorgung hinzu. In der Stadthalle können Pyrotechnik, Nebelmaschinen oder Kerzen auf der Bühne eine Brandsicherheitswache nach sich ziehen.
Wir ersetzen dabei nicht die Feuerwehr, wenn deren Wache vorgeschrieben ist. Unsere Aufgabe ist das Ergänzende: Kontrollgänge zwischen den Ständen, ein Blick auf Kabelwege und Gasanschlüsse, freie Zufahrten für Löschfahrzeuge und eine Nachkontrolle, wenn der letzte Gast gegangen ist.
Einsatzplanung für Werdau
Ein Büro in Sachsen haben wir nicht, Brandwachen in Werdau übernehmen wir vorhabenbezogen. Sind die Arbeiten planbar, etwa eine Dachsanierung über mehrere Wochen, lässt sich die Besetzung gut organisieren. Für kurzfristige Einsätze klären wir im Einzelfall, ob wir Personal stellen können, und sagen es Ihnen offen.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Brandwachen und Brandwache in Sachsen, zur Stadt unter Sicherheitsdienst Werdau.
Was eine Brandwache in Werdau kostet
Brandwachen rechnen wir nach Stunden ab, der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag gibt die Tageszeit: Endet die Heißarbeit am Nachmittag, fällt die Nachkontrolle oft in den Abend oder die Nacht. Bei abgeschalteten Meldeanlagen über mehrere Tage kommen Nacht- und Wochenendstunden zusammen. Im Angebot stehen die Stunden je Zeitfenster getrennt, damit Sie die Kosten der Bauphase einschätzen können.


