Bauen an der Sachsen-Franken-Magistrale
Das größte Bauvorhaben des Jahres liegt am Bahnhof. Werdau ist Knoten der Strecke Leipzig–Hof und über das Bogendreieck mit der Linie nach Dresden verbunden. Im Zuge des Ausbaus der Sachsen-Franken-Magistrale bündelt die Deutsche Bahn vom 17. August bis 12. Dezember 2026 die Arbeiten zwischen Gößnitz und Zwickau. In Werdau entstehen zwei je 750 Meter lange Gleise, auf denen Güterzüge überholt werden können, dazu neue Weichen und Signale.
Außerdem erhält der Bahnsteig 2 ein Zwischensignal, das Kuppeln und Trennen von Zügen erlaubt, die Bahnsteige bekommen neue Dächer und Anzeigen, die Personenunterführung wird saniert. Die Inbetriebnahme der Überholgleise ist für Dezember 2026 vorgesehen. Während der Bauzeit fahren Busse als Ersatzverkehr.
Leitungsbau und Straßen in der Stadt
Neben der Bahn bauen vor allem die Versorger. Die Stadt meldet für den Herbst 2026 mehrere Vollsperrungen:
- Flurweg 1–13: Tiefbau für Gas im Auftrag der Stadtwerke Werdau, 12. Oktober bis 23. Dezember 2026
- Holzstraße 27–35A: neue Trinkwasser-Hausanschlüsse der Wasserwerke Zwickau im Oktober 2026
- Dr.-Külz-Straße 22: Reparatur nach einem Schaden an der Trinkwasserleitung
- Am Stadtpark: grundhafter Ausbau zwischen Richardstraße und L.-Jahn-Straße auf rund 250 Metern, im Oktober abgeschlossen
Beim Ausbau der Straße Am Stadtpark wurden Mischwasserkanal, Trinkwasserleitung, Stromkabel, Beleuchtung und Breitband in einem Zug erneuert. Der Abschnitt liegt im Sanierungsgebiet „Werdau – Südliche Innenstadt“, in dem weitere Straßen folgen können.
Was auf Werdauer Baustellen gefährdet ist
Auf Leitungsbaustellen liegen offene Gräben, Rohre, Kabeltrommeln und Rüttelplatten oft mitten im Wohngebiet. Kupferkabel und Werkzeug sind leicht zu verladen, Absperrungen werden verschoben oder umgeworfen. An Bahnbaustellen kommen Schienen, Schwellen, Weichenteile und Signaltechnik hinzu, die über Wochen auf Lagerflächen neben dem Gleis stehen. Baumaschinen mit vollem Tank sind ein Ziel für Dieseldiebstahl.
Unsere Kräfte gehen Bauzaun und Lagerflächen ab, prüfen Containerschlösser, Tankdeckel und Maschinen, achten auf Fahrzeuge, die ohne Grund am Baufeld halten, und kontrollieren, ob Absperrungen und Beleuchtung an Gräben noch an ihrem Platz sind. Gleisbereiche betreten wir nur mit Freigabe und Einweisung durch den Auftraggeber. Jede Runde halten wir mit Uhrzeit und Fotos fest.
Brachen als Bauflächen von morgen
Auf längere Sicht dürften in Werdau auch Abriss- und Neubauvorhaben auf alten Gewerbeflächen anstehen. Das Stadtentwicklungskonzept Werdau 2030+ nennt unter seinen rund 40 Brachen etwa das frühere Kartoffellagerhaus an der Seelingstädter Straße, die alte Ziegelei an der Wettiner Straße, den Lokschuppen und Flächen an der Gneisenau- und Bauhofstraße. Werden solche Grundstücke beräumt, stehen Abbruchbagger, Container für Bauschutt und Schrott sowie Mulden mit wiederverwertbarem Metall oft wochenlang auf offenem Gelände.
Gerade bei Abbruchbaustellen geht es nicht nur um Diebstahl. Halb abgerissene Gebäude ziehen Neugierige an, und wer nachts über Trümmer klettert, bringt sich in Gefahr. Wir kontrollieren deshalb neben Geräten und Material auch, ob Zäune geschlossen und Warnschilder sichtbar sind, sprechen Personen auf dem Gelände an und verweisen sie, wenn nötig, freundlich, aber bestimmt vom Grundstück.
Bewachung ohne Büro in Sachsen
Sachsen ist für uns ein Land, in dem wir vorhabenbezogen arbeiten. Eine Niederlassung im Landkreis Zwickau haben wir nicht. Für Baustellen in Werdau stellen wir Personal, wenn Bauzeit und Umfang eine verlässliche Planung erlauben, etwa für Wochenenden über eine Bauphase oder für die Weihnachtspause. Das klären wir vor der Zusage.
Alle Kräfte besitzen Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Hintergrund zur Leistung unter Baustellenbewachung, Bauvorhaben im ganzen Land unter Baustellenbewachung in Sachsen. Die Bahnbaustellen im Nachbarort beschreibt die Seite Crimmitschau.
Kosten der Baustellenbewachung in Werdau
Für Baustellen gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ob ein Posten die ganze Nacht bleibt oder einige Rundgänge genügen, entscheidet über die Summe. Über die Feiertage zum Jahresende steigen die Anteile für Sonn- und Feiertagsarbeit, bei langen Bauzeiten verteilen sich Einweisung und Anreise auf mehr Stunden. Wir rechnen Ihnen beide Varianten vor, damit Sie entscheiden können.


