Industrie in Wittstock: vom Textilkombinat zum Gewerbegebiet
Bis 1990 prägte die Textilindustrie die Stadt; der Obertrikotagenbetrieb „Ernst Lück“ beschäftigte zuletzt 2.800 Menschen. Heute verteilt sich das produzierende Gewerbe auf kleinere Flächen, die die Stadt selbst als Gewerbegebiete ausweist: Pritzwalker Straße, Stadtberg, Papenbrucher Chaussee, Scharfenberg und Fretzdorf. Dazu kommt die Lage: Südlich der Stadt treffen sich am Autobahndreieck Wittstock/Dosse die A 19 und die A 24, Waren und Fahrzeuge sind also schnell da und ebenso schnell wieder weg.
Werkschutz heißt in diesem Umfeld selten, ein Großwerk mit Hunderten Mitarbeitern zu bewachen. Viel öfter geht es um einen Betrieb mit wertvollem Material auf dem Hof, um Baumaschinen, die über Nacht draußen stehen, oder um ein Lager, das am Wochenende ohne Personal ist.
Die Gewerbeflächen und ihre Nachbarn
Jede Fläche hat ihre eigene Lage, und daraus ergeben sich unterschiedliche Aufgaben für Tor und Runde:
- Pritzwalker Straße: an der Straße nach Pritzwalk, wohin auch die B 189 führt
- Stadtberg: an der Kernstadt gelegen und damit leicht in eine gemeinsame Nachtrunde einzubinden
- Papenbrucher Chaussee: eine der fünf von der Stadt ausgewiesenen Flächen, mit Höfen und Hallen, die nachts leer sind
- Scharfenberg und Fretzdorf: kleinere Standorte außerhalb der Kernstadt, Fretzdorf mit eigenem Halt des Prignitz-Express
- Heiligengrabe: Gewerbegebiet der Nachbargemeinde nahe dem Autobahndreieck, mit Kronotex aus der Swiss Krono Group, die MDF-Platten und Laminatböden herstellt, und einem Gebietsersatzteillager von Claas
Zur Swiss Krono Group gehört auch ein Vorhaben in der Stadt selbst: Im denkmalgeschützten Lokschuppen des früheren Bahnbetriebswerks entsteht ein Vertriebszentrum. Mit dem Umbau kommen Handwerker, Lieferungen und später Kundenverkehr auf ein Gelände, das lange ruhig war.
Energieanlagen auf freiem Feld
Bei Alt Daber ging im Dezember 2011 eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 67,8 Megawatt Spitzenleistung ans Netz, 2014 kam ein Batteriespeicher hinzu. Anlagen dieser Art liegen weit von der nächsten Wohnbebauung entfernt; Kabel, Wechselrichter und Speichertechnik sind für Diebe interessant, und ein beschädigter Zaun fällt ohne Kontrolle lange niemandem auf.
Für Betreiber übernehmen wir Kontrollfahrten entlang der Umzäunung, die Begleitung von Wartungsfirmen und das Öffnen und Schließen von Toren nach Absprache. Wird die Anlage aus der Ferne überwacht, stimmen wir vorher mit der Leitstelle des Betreibers ab, wann wir hinfahren und wem wir berichten.
Was ein Werkschutzposten hier konkret tut
An der Pforte geht es um Ordnung: Lkw anmelden, Lieferscheine prüfen, Fahrer zur richtigen Rampe schicken, Besucher eintragen und Fremdfirmen erst nach Einweisung aufs Gelände lassen. Nach Schichtende laufen wir Zaun, Tore, Lagerflächen und Hallentüren ab, prüfen Beleuchtung und abgestellte Fahrzeuge und schließen, was offen geblieben ist.
Wo Holz, Paletten oder Verpackung lagern, achten wir zusätzlich auf freie Zufahrten für die Feuerwehr und auf Feuerwehrumfahrten, die nicht zugestellt sein dürfen. Abweichungen halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest, dringende Dinge melden wir sofort telefonisch.
Planung, Personal und Nachweise
Für Brandenburg planen wir als Teil der Kernregion Nord aus unserer Zweigniederlassung in Berlin. Eine Niederlassung in der Ostprignitz haben wir nicht, deshalb prüfen wir jeden Auftrag vorhabenbezogen: Wie weit ist die Anfahrt, wie viele Kräfte braucht das Schichtmodell, wer übernimmt die Vertretung? Erst wenn das geklärt ist, geben wir ein Angebot ab.
Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und werden auf Ihr Werk eingewiesen; die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 23 für Wach- und Sicherungsdienste gilt auch bei Ihnen. Mehr zur Leistung unter Werkschutz und für das Land unter Werkschutz in Brandenburg; Aufgaben im Umland zeigt die Seite Sicherheitsdienst Neuruppin.
Was Werkschutz in Wittstock kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz zählt vor allem die Dauer: Ein fester Pfortendienst über Monate lässt sich anders kalkulieren als eine einzelne Wochenendbesetzung während einer Revision. Nachtschichten, Feiertage und Zusatzaufgaben wie Fahrzeugkontrollen oder Brandschutzrunden bestimmen, wo in der Spanne Ihr Preis liegt.


