Bauen im Bestand: was in Wittstock gerade entsteht
Viele Vorhaben der kommenden Jahre drehen sich um Gebäude, die schon lange da sind. Rund um die Landesgartenschau 2019 flossen Mittel in Stadtentwicklung, Freiräume und Wasserhaushalt, und die Arbeit an der Altstadt geht weiter. Für Bauherren bedeutet das: Die Baustelle liegt nicht auf der grünen Wiese, sondern zwischen Wohnhäusern, Gassen und Durchgängen, die nachts jeder benutzen kann.
Typische Schäden sind abmontierte Kupferrohre, aufgebrochene Container, verschwundene Rüttelplatten und Werkzeug, Graffiti auf frisch verputzten Wänden und Kinder, die nach Feierabend auf Gerüsten klettern. Gegen all das hilft, wenn jemand regelmäßig nachsieht.
Die großen Vorhaben im Überblick
Für 2026 und die Folgejahre sind diese Baustellen belegt:
- Stadtmauer, zweiter Bauabschnitt: rund 208 Meter vom Abschnitt Am Wolfsloch mit acht Rundbögen bis zum Torbogen Am Rosenwinkel, Ausführung 2026 bis spätestens 2027
- Alte Tuchfabrik am Walter-Schulz-Platz: Umbau des Produktionsgebäudes von 1905 zur Poliklinik, Fertigstellung bis 2030 geplant
- Lokschuppen des früheren Bahnbetriebswerks: denkmalgeschütztes Gebäude, in dem ein Vertriebszentrum entsteht
- A 24 zwischen dem Dreieck Wittstock/Dosse und Meyenburg/Pritzwalk: auf rund elf Kilometern wurde die alte Betonfahrbahn gegen Asphalt getauscht
Bei der Stadtmauer stellt die Stadt Klosterformatsteine und Biberschwanzziegel selbst bereit; Material, das teuer ist, sich schlecht nachbeschaffen lässt und offen gelagert wird. Ziel der Arbeiten ist die Erhaltung ohne formverändernde Eingriffe, ein Schaden durch Dritte wäre also doppelt ärgerlich.
Kontrollen statt Dauerwache
Für die meisten Baustellen in Wittstock reicht eine Folge von Kontrollen: am Abend nach Feierabend der Gewerke, ein- oder zweimal in der Nacht und am Wochenende tagsüber. Wir prüfen Bauzaun und Tore, Container, Baumaschinen und Gerüstzugänge, schauen nach Beleuchtung und Absperrungen und halten fest, was sich verändert hat.
Eine feste Wache rechnet sich dort, wo viel Wert auf engem Raum liegt, etwa bei Anlieferungen großer Mengen Kabel oder Technik, bei geöffneten Dächern oder wenn bereits eingebrochen wurde. Dann bleibt eine Kraft die ganze Nacht vor Ort.
Bei Vorhaben, die sich über Jahre ziehen, wie dem Umbau in der Tuchfabrik, ändern sich die Schwerpunkte mit den Bauphasen: Am Anfang geht es um Abbruchmaterial, Schrott und offene Gebäudeteile, später um eingebaute Leitungen, neue Fenster und Haustechnik, die geliefert, aber noch nicht in Betrieb ist. Kontrollzeiten und Prüfpunkte passen wir an jede Phase an.
Abstimmung mit Bauleitung und Nachbarn
Vor dem Start klären wir mit der Bauleitung, wer Schlüssel hat, welche Bereiche betreten werden dürfen, wer bei Schäden informiert wird und wie Nachlieferungen außerhalb der Arbeitszeit ablaufen. Bei Baustellen im Wohnumfeld sprechen wir auch über Lärm und Licht, damit die Bewachung die Nachbarn nicht mehr stört als die Baustelle selbst.
Unsere Berichte enthalten Uhrzeit, Befund und Fotos. Damit können Sie bei einem Diebstahl gegenüber Versicherung und Polizei belegen, wann der Schaden entstanden sein muss.
Wie wir den Auftrag übernehmen
Wittstock liegt in Brandenburg und damit in unserer Kernregion Nord, aber ohne eigenes Büro vor Ort. Wir prüfen deshalb vorhabenbezogen, ob Anfahrt und Personal für die gewünschten Zeiten passen, und planen dann aus der Zweigniederlassung Berlin. Bauzeiten ändern sich, also passen wir den Plan an, wenn Gewerke früher fertig sind oder sich verschieben.
Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung nach § 34a GewO, die auf die Baustelle eingewiesen werden. Allgemeines zur Leistung unter Baustellenbewachung, für das Land unter Baustellenbewachung in Brandenburg, Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Wittstock/Dosse.
Was die Bewachung einer Baustelle kostet
Wir kalkulieren mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Für eine Baustelle mit wenigen Kontrollen pro Nacht fallen nur die Minuten vor Ort und ein Anteil der Anfahrt an; eine Wache über die ganze Nacht ist entsprechend aufwendiger. Laufzeit, Wochenendanteil und die Frage, ob nach Bauende noch eine Abnahmephase bewacht werden soll, bestimmen den Preis.


