Eine Stadt mit Brandgeschichte
1495 zerstörte eine große Feuersbrunst weite Teile Wittstocks, 1716 vernichtete ein Stadtbrand erneut zwei Drittel der Stadt, und 1730 brannte die Heiliggeistkirche ab, die danach in ihrer heutigen Form neu errichtet wurde. Das Fachwerkhaus Königstraße 33 hat den Brand von 1716 überstanden und zeigt, wie die Stadt davor aussah.
Diese Geschichte erklärt, warum Eigentümer, Kirchengemeinden und Denkmalpflege bei Arbeiten mit offener Flamme vorsichtig sind. Ein Funke im Dachstuhl einer Kirche oder in der Fuge eines Fachwerkhauses kann stundenlang unbemerkt glimmen, bevor er zum Brand wird.
Gebäude, bei denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen
In der Altstadt und den Ortsteilen stehen zahlreiche Bauten, an denen Dachdecker, Klempner und Metallbauer regelmäßig arbeiten:
- St. Marien: dreischiffige Backsteinhallenkirche aus dem 13. Jahrhundert mit barocker Turmhaube, 68 Meter hohem Turm und zwei spätgotischen Schnitzaltären von Claus Berg
- Heiliggeistkirche: um 1300 erbaut, nach dem Brand von 1730 wieder aufgebaut
- Gröpertor: im 14. Jahrhundert errichtet und 1503 erhöht, das einzige erhaltene der früher drei Stadttore
- Alte Bischofsburg mit dem 32 Meter hohen Amtsturm und das Rathaus mit der mittelalterlichen Gerichtslaube
- Telschowsches Haus, die erste Poststation von 1681, und die Dorfkirchen in Christdorf, Dranse, Schweinrich und Fretzdorf
Umbau alter Hallen und Industrie nebenan
Auch in früheren Industriegebäuden wird gerade gearbeitet: Im Produktionsgebäude von 1905 der Alten Tuchfabrik entsteht eine Poliklinik, im denkmalgeschützten Lokschuppen des Bahnbetriebswerks ein Vertriebszentrum. Beim Rückbau alter Leitungen, beim Trennen von Stahlträgern und beim Schweißen neuer Anschlüsse liegen oft Staub, Holzreste und Dämmstoffe in der Nähe.
In der Nachbargemeinde Heiligengrabe stellt Kronotex MDF-Platten und Laminatböden her. Wo Holzwerkstoffe verarbeitet und gelagert werden, verlangen Betriebe bei Reparaturen mit Funkenflug häufig eine eigene Wache. Wir übernehmen sie nach den Vorgaben Ihrer Heißarbeitserlaubnis.
Was die Brandwache konkret tut
Vor Beginn sehen wir uns den Arbeitsbereich an: Sind brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, sind Öffnungen zu Nachbarräumen verschlossen, stehen Löscher bereit und sind die Fluchtwege frei? Während der Arbeiten beobachten wir den Funkenflug, auch auf der Rückseite von Wänden und in darunterliegenden Geschossen.
Nach dem Ende der Heißarbeiten bleiben wir so lange, wie es die Erlaubnis vorschreibt, und kontrollieren Dachräume, Fugen, Hohlräume und Holzbauteile. Stellen Sie eine Wärmebildkamera bereit, nutzen wir sie für die Nachkontrolle. Zum Schluss übergeben wir den Bereich mit Protokoll an die Bauleitung.
Im Protokoll stehen Beginn und Ende der Heißarbeiten, die Dauer der Nachkontrolle, die geprüften Stellen und jede Auffälligkeit. Damit können Sie gegenüber Versicherer und Denkmalbehörde nachweisen, dass die Auflagen eingehalten wurden. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Gebäude, Fluchtwege und Meldeweg zur Feuerwehr eingewiesen, bevor die erste Flamme brennt.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Neben der Baustelle gibt es den zweiten klassischen Fall: Veranstaltungen in Hallen und Kirchen. In der Stadthalle, bei Konzerten in St. Marien oder rund um das Feuerwerk zum Stadtfest kann der Veranstalter Personal brauchen, das Rettungswege freihält und im Ernstfall die Räumung unterstützt. Ob eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorgeschrieben ist, entscheiden Behörde und Feuerwehr; wir ergänzen sie mit Ordnungs- und Aufsichtskräften.
Brandenburg gehört zu unserer Kernregion Nord, ein Büro in Wittstock haben wir aber nicht. Jede Brandwache planen wir daher vorhabenbezogen aus der Zweigniederlassung Berlin und sagen erst zu, wenn Anfahrt und Personal für Ihre Arbeitszeiten geklärt sind. Mehr dazu unter Brandwachen, für das Land unter Brandwache in Brandenburg und für die Stadt unter Sicherheitsdienst Wittstock/Dosse.
Was eine Brandwache kostet
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen ist die Nachkontrolle oft der größere Posten: Wird bis in den Abend geschweißt, reicht die Wache in die Nacht hinein und liegt damit höher in der Spanne. Kurze, planbare Einsätze am Tag sind günstiger als kurzfristige Termine am Wochenende.


