Bauen im Südwesten: wenig Platz, viel Material
Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf wird selten auf der grünen Wiese gebaut. Die meisten Vorhaben liegen auf früheren Kasernen-, Klinik- oder Kraftwerksflächen oder mitten in bewohnten Straßen. Das hat Folgen für die Baustellenbewachung: Zufahrten sind eng, Material lagert dicht am Bauzaun, und nachts ist das Gelände für Fremde gut erreichbar, aber für Nachbarn kaum einsehbar.
Gestohlen werden auf Baustellen vor allem Kabel, Kupfer, Werkzeuge, Kraftstoff und Baumaschinen. Dazu kommen Beschädigungen, Graffiti und Brandstiftung an Containern. Schäden dieser Art verzögern den Bauablauf oft stärker als der eigentliche Warenwert.
Hinzu kommt der Verkehr: Viele Baustellen im Bezirk liegen an Straßen mit Bus- und Lieferverkehr, etwa am Hindenburgdamm oder an der Schloßstraße. Wer dort nachts Material anliefert oder abholt, braucht jemanden, der Tor und Zufahrt kennt und die Fahrzeuge mit dem Lieferplan abgleicht, bevor sie auf das Gelände dürfen.
Aktuelle Vorhaben im Bezirk
Die folgenden Projekte zeigen, wo im Bezirk derzeit gebaut oder zurückgebaut wird. Sie stehen für den Bedarf, nicht für bestehende Aufträge:
- Neulichterfelde auf der früheren US-Übungsfläche Parks Range in Lichterfelde Süd, rund 2.500 Wohnungen auf etwa 39 Hektar
- FUBIC an der Fabeckstraße, ein Technologie- und Gründerzentrum auf dem Gelände des früheren Bezirkskrankenhauses
- Rückbau der alten Kesselhäuser und Schornsteine am Heizkraftwerk Lichterfelde, geplant bis 2026
- Rückbau der Fassade am denkmalgeschützten Charité Campus Benjamin Franklin am Hindenburgdamm
- Sockelbau des Steglitzer Kreisels, für den Abriss und Neubau geplant sind
Neulichterfelde: ein Quartier entsteht in Etappen
Auf dem 96 Hektar großen Gelände in Lichterfelde Süd entsteht ein Wohnviertel für rund 6.000 Menschen: etwa 1.900 Wohnungen und 600 Reihen- und Doppelhäuser, dazu eine Grundschule, mehrere Kitas, ein Sportplatz mit Halle und Läden. Freimachung und Erschließung laufen seit Oktober 2024. Im September 2025 verzögerte ein Ameisennest die Arbeiten auf einem Baufeld, der Hochbau soll Mitte 2026 beginnen.
In einem Quartier dieser Größe arbeiten viele Gewerke über Jahre nebeneinander, oft auf mehreren Baufeldern gleichzeitig. Wir können dort die Hauptzufahrt besetzen, Lieferungen mit dem Bauzeitenplan abgleichen und nachts Baufelder, Containerdörfer und Lagerflächen bestreifen. Gesperrte Flächen, etwa wegen eines Tierfunds, nehmen wir in die Kontrolle auf, damit sie nicht betreten werden.
Rückbau und Bauen im Bestand
Anders ist die Lage bei Rückbauten. Am Heizkraftwerk Lichterfelde läuft der Abbau der alten Anlage neben dem weiterarbeitenden Kraftwerk, am Campus Benjamin Franklin wird an einem Klinikum mit 890 Betten und Notaufnahme gearbeitet. Hier muss die Baustelle vom laufenden Betrieb getrennt bleiben, und Patienten, Beschäftigte oder Kraftwerkspersonal dürfen nicht in den Baubereich geraten.
Unsere Kräfte kontrollieren in solchen Fällen die Übergänge zwischen Baustelle und Betrieb, achten auf geschlossene Absperrungen und melden beschädigte Bauzäune sofort. Schrott und Metall aus dem Rückbau sind für Diebe besonders interessant; wir prüfen deshalb nachts Lagerplätze und Container in kurzen Abständen.
Nach jeder Nacht erhält die Bauleitung einen kurzen Bericht mit allen Kontrollen und Auffälligkeiten.
Organisation aus der Berliner Zweigniederlassung
Die Einsätze planen wir in unserer Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; in Steglitz-Zehlendorf selbst haben wir kein Büro. Für eine Baustelle stellen wir ein festes Team zusammen, das Bauleitung, Zufahrten und Lagerflächen kennt. Bei Projekten mit wechselnden Baufeldern passen wir die Runde an den Baufortschritt an. Baustellen im benachbarten Lichterfelde oder in Teltow lassen sich gemeinsam betreuen.
Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200.
Kosten der Baustellenbewachung
Für eine Nachtwache oder Streife auf der Baustelle gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Über die gesamte Bauzeit fällt vor allem ins Gewicht, wie viele Nächte und Wochenenden besetzt werden und ob eine feste Wache nötig ist oder einzelne Kontrollfahrten reichen.
Wir erstellen das Angebot nach einer Begehung und passen es an, wenn sich der Bauablauf ändert. Den Überblick für das ganze Land finden Sie unter Baustellenbewachung Berlin.


