Eutin baut weiter
In den vergangenen Jahren war Eutin fast durchgehend Baustelle: Bahnhofsvorplatz, ZOB, Peterstraße, Königstraße und Schlossstraße sowie der Marktplatz wurden Abschnitt für Abschnitt erneuert, zur Landesgartenschau 2016 kamen Seepark, Schlossgarten und Uferpromenade hinzu. Das Ende dieser Phase ist nicht erreicht. Geplant oder angekündigt sind unter anderem der Neubau der Festspieltribüne, ein neues Feuerwehrhaus, Neubauten für zwei Schulen, die Erneuerung der Lübecker Straße und Hotels an mehreren Stellen der Stadt.
Für Bauherren und Baufirmen heißt das: Viele Baustellen liegen mitten in bewohnten Vierteln, an Uferwegen oder neben Veranstaltungsflächen. Material und Maschinen stehen dort, wo abends Spaziergänger, Jugendliche oder Festspielgäste vorbeikommen.
Bauvorhaben in Eutin und ihre Besonderheiten
Die folgenden Vorhaben sind öffentlich angekündigt. Wir nennen sie, um typische Anforderungen zu zeigen, nicht als Aufträge:
- Neubau der Festspieltribüne: großes Bauteil auf einem Gelände, das im Sommer bespielt wird – Bauzeiten und Saison müssen sich vertragen.
- Schulneubauten wie die Grundschule am kleinen See und die Wilhelm-Wisser-Schule: Baufelder in Wohnlagen, oft neben laufendem Schulbetrieb.
- Neues Feuerwehrhaus: öffentlicher Bau, bei dem Zufahrten für Einsatzfahrzeuge freibleiben müssen.
- Sanierung der Lübecker Straße: Linienbaustelle an einer Hauptachse mit Material entlang der Strecke.
- Umbau der historischen Reithalle: Arbeiten an Altbausubstanz mit wertvollen Bauteilen.
- Hotelprojekte an der Stadtbucht, in Fissau am Kellersee und auf dem Festspiel-Areal: Baustellen in Ufernähe mit Publikumsverkehr.
Was gesichert wird – und wovor
Auf Eutiner Baustellen geht es um dieselben Schäden wie überall: gestohlenes Kupfer und Werkzeug, abgezapfter Diesel, aufgebrochene Container, beschädigte Fenster im Rohbau. Hinzu kommen Risiken, die aus der Lage entstehen. Wo eine Baustelle an einen Uferweg oder einen Schulhof grenzt, klettern abends Neugierige über den Zaun. Offene Baugruben und Gerüste werden dann zur Gefahr für Menschen, nicht nur für das Material.
Unsere Kräfte kontrollieren deshalb neben Containern und Maschinen vor allem die Sicherung der Baustelle selbst: Stehen die Zaunelemente, sind die Tore zu, sind Gerüstaufgänge gesperrt, leuchten die Warnlampen an Gruben? Wird etwas beschädigt vorgefunden, wird es dokumentiert und, soweit möglich, sofort wieder hergerichtet.
- Nachtrunden in wechselnden Abständen mit erfassten Kontrollpunkten
- Kontrolle von Bauzaun, Toren, Gerüstsperren und Grubensicherung
- Sichtprüfung von Containern, Maschinen und Lagerflächen
- Feste Wache in Phasen mit besonders wertvollem Material, etwa bei Anlieferung von Haustechnik
- Morgendliche Übergabe an die Bauleitung mit Fotos
Rundgang oder Wache: was zu welcher Bauphase passt
Im Erdbau und Rohbau genügen meist mehrere Kontrollen pro Nacht. Sobald Fenster, Leitungen, Heizungs- und Lüftungstechnik eingebaut werden, steigt der Wert auf der Baustelle sprunghaft, und Diebe wissen das. In dieser Phase empfehlen wir oft eine feste Wache in den Nachtstunden und am Wochenende. Nach der Übergabe an den Bauherrn kann die Bewachung wieder zurückgefahren werden.
Wir passen den Umfang an den Bauzeitenplan an. Sie geben uns die Termine der kritischen Gewerke, wir planen die Besetzung danach.
Organisation und Qualifikation
Geplant wird von unserem Hauptsitz in Neumünster aus. Bauunternehmen mit weiteren Baustellen in Ostholstein, etwa in Neustadt in Holstein, können Runden zusammenlegen. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches finden Sie auf der Seite Baustellenbewachung.
Vor dem ersten Einsatz begehen wir die Baustelle mit Polier oder Bauleitung. Dabei legen wir Kontrollpunkte, Schlüsselübergabe, Telefonkette und den Umgang mit Lieferungen außerhalb der Arbeitszeit fest. Wechselt die Baustelleneinrichtung, etwa weil ein Kran umgesetzt oder ein Lagerplatz verlegt wird, passen wir die Runde noch am selben Tag an.
Kosten der Baustellenbewachung
Die Kosten richten sich nach Bauphase und Lage. Als Richtwert gilt eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde; für reine Kontrollrunden wird je Kontrolle oder pauschal pro Nacht abgerechnet, für eine Wache nach Stunden. Wochenenden, Feiertage und die Zeit zwischen den Jahren schlagen höher zu Buche als eine Werktagsnacht.
Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, vereinbaren wir gern eine Staffel: weniger Bewachung im Rohbau, mehr während des Innenausbaus. Den Überblick über Baustellen im ganzen Land finden Sie unter Baustellenbewachung in Schleswig-Holstein.


