Gebaut wird in Glinde vor allem im Bestand
Glinde ist auf gut elf Quadratkilometern dicht bebaut, und ein großer Teil der Bautätigkeit spielt sich im Bestand ab: Straßen werden erneuert, Leitungen getauscht, Gewässer umgestaltet und Flächen in der Mitte neu geordnet. Solche Baustellen sind schwerer zu schützen als ein umzäuntes Baufeld, weil sie offen im öffentlichen Raum liegen, Anwohner direkt daneben wohnen und Material am Straßenrand lagert.
Dazu kommt, dass viele dieser Vorhaben in Abschnitten laufen. Der Bauzaun steht heute hier und in einigen Wochen zwei Querstraßen weiter. Eine Bewachung, die einmal eingerichtet wird und dann gleich bleibt, passt dazu nicht. Gefragt sind Kontrollen, deren Route sich mit jedem Bauabschnitt verschiebt.
Aktuelle und geplante Vorhaben
Die folgenden Vorhaben zeigen, welche Baustellen in Glinde anstehen. Sie beschreiben den Bedarf vor Ort und keine Aufträge an uns:
- Papendieker Redder (K 109) – Erneuerung der Fahrbahn durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr seit Mai 2026, ausführende Firma STRABAG, Kosten getragen von Kreis, Stadt und Zweckverband, Fertigstellung voraussichtlich im Frühjahr 2027
- Gehwege und Straßenbeleuchtung im selben Zug durch die Stadt, Regenwasserkanal durch den Zweckverband
- Gutsteich – für die Umgestaltung zu einem Trockenbecken mit naturnahem Bachlauf hat der Kreis Stormarn 2024 den Planfeststellungsbeschluss bekanntgemacht
- Ortsmitte – Rahmenplan für knapp 30.000 Quadratmeter mit rund 415 Wohnungen, Handel und Stellplätzen, Entwicklung in Abschnitten nach Investorenentwurf
Die Wanderbaustelle am Papendieker Redder als Beispiel
Am Papendieker Redder lässt sich gut zeigen, wie sich eine Straßenbaustelle über Monate bewegt. Der erste Abschnitt begann Mitte Mai 2026 an der Ortseinfahrt, ab August ging es bis zum Hünengrab weiter, Ende September in Richtung Sandkamp. Ab Mitte November steht der Abschnitt bis zur Möllner Landstraße an, im März 2027 folgen der letzte Teil Richtung Willinghusener Weg und die Deckschicht auf der ganzen Länge.
Für die Nacht bedeutet das: Fräsgut, Asphaltmischgut, Rohre, Schachtteile, Kabeltrommeln und Maschinen wechseln regelmäßig ihren Platz. Auf vollgesperrten Abschnitten ist abends kaum Verkehr, was Diebstahl und Vandalismus begünstigt. Bei der Bewachung solcher Baustellen fahren unsere Kräfte den jeweils aktiven Abschnitt an, prüfen Geräte, Tankdeckel und Container, achten auf Personen ohne Grund auf der Fläche und melden Schäden an Absperrungen sofort.
Hochbau in der Mitte: früh an die Sicherung denken
Wird die Ortsmitte nach dem Rahmenplan bebaut, entsteht eine Baustelle direkt neben Wohnungen, Geschäften und dem Wochenmarkt. In der Rohbauphase lagern dort Bewehrungsstahl, Schalung und Werkzeug, später im Ausbau Fenster, Heizungs- und Elektrotechnik, die deutlich mehr wert sind. Gerade beim Übergang in den Innenausbau steigen erfahrungsgemäß die Diebstähle.
Für einen solchen Hochbau sind feste Wachzeiten in der Nacht und am Wochenende üblich, ergänzt um Zugangskontrolle am Tor während der Arbeitszeit, wenn viele Gewerke gleichzeitig arbeiten. Mobile Videotechnik mit Aufschaltung kann die Präsenz vor Ort ergänzen, ersetzt aber bei hochwertigem Ausbaumaterial selten den Menschen.
Einsatzplanung und Qualifikation
Glinde liegt in unserer Kernregion Nord, geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, die Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Für Bauunternehmen mit mehreren Baustellen im Südosten Hamburgs lassen sich Kontrollen in Glinde mit Vorhaben in Reinbek oder Barsbüttel verbinden.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit, Ort und bei Auffälligkeiten mit Foto dokumentiert, sodass die Bauleitung morgens weiß, wie die Nacht verlaufen ist. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung, das Land im Überblick unter Baustellenbewachung in Schleswig-Holstein.
Womit Sie rechnen können
Als Richtwert für Baustellenbewachung nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Ob ein Angebot eher unten oder oben liegt, entscheidet sich bei Bauvorhaben vor allem an zwei Punkten: Reichen einzelne Kontrollen am aktiven Abschnitt, oder braucht es eine feste Wache über die ganze Nacht? Und wie viele Wochenenden und Feiertage fallen in die Bauzeit? Bei Wanderbaustellen planen wir die Kontrollen je Abschnitt neu, sodass Sie nur für die Phase zahlen, in der wirklich etwas auf der Fläche steht.


