Bauen im Hamburger Südosten
Bergedorf ist einer der Bezirke, in denen Hamburg in den kommenden Jahren am stärksten wächst. Der Senat hat 2025 den Bebauungsplan für Oberbillwerder beschlossen, auf 118 Hektar sollen Wohnungen für rund 15.000 Menschen entstehen. Am Curslacker Neuen Deich wird seit 2024 das Gelände des Innovationsparks vorbereitet, und im Zentrum steht mit der Alten Holstenstraße der letzte Baustein des Programms Serrahn 2030 an.
Diese Vorhaben haben eines gemeinsam: Sie liegen am Rand bebauter Gebiete oder auf offenem Feld, mit langen Bauzäunen und wenigen Nachbarn. Wer dort abends Werkzeug, Kabel oder Kraftstoff abholt, wird selten bemerkt. Genau hier setzt die Baustellenbewachung an.
Baufelder mit Bewachungsbedarf
Diese Vorhaben zeigen, wo im Bezirk derzeit gebaut oder geplant wird. Sie beschreiben die Lage, keine Auftraggeber:
- Innovationspark Bergedorf – rund 40 Hektar zwischen A 25 und der Bahntrasse nach Geesthacht, alle Baufelder sollen bis spätestens 2028 baureif sein
- Campus von Körber Technologies – etwa 70.000 Quadratmeter, Fertigstellung für Ende 2026 geplant
- Oberbillwerder – 6.000 bis 7.000 Wohnungen und Flächen für bis zu 5.000 Arbeitsplätze, Erschließung in Vorbereitung
- Alte Holstenstraße und Johann-Adolf-Hasse-Platz – Neugestaltung zwischen Weidenbaumsweg und Sachsentor, Baubeginn voraussichtlich Ende 2026
- Bahnhof Bergedorf – Erneuerung von Beleuchtung, Aufzügen und Bahnsteigausstattung durch die Bahn im Jahr 2026
- Stuhlrohrquartier zwischen Stuhlrohrstraße und Sander – rund 1.000 Wohnungen in Planung
Offene Flächen, offene Flanken
Großbaustellen im Grünen haben andere Schwachstellen als eine Lücke zwischen zwei Häusern. Die Zäune sind lang, Gräben und Erdwälle verdecken die Sicht, Zufahrten führen über Feldwege, die nachts niemand nutzt. Baucontainer mit Werkzeug, Kabeltrommeln auf Lagerflächen und volle Tanks von Baumaschinen ziehen gezielte Diebe an. Dazu kommen Schäden durch Jugendliche, die eine Baustelle als Spielplatz entdecken.
In der Innenstadt ist es umgekehrt: Wenig Platz, viele Passanten, Material in Sichtweite von Gaststätten und Haltestellen. Hier geht es vor allem darum, Absperrungen geschlossen zu halten, Fußgänger von offenen Baugruben fernzuhalten und Lieferungen am Morgen ordnungsgemäß zu übergeben.
Eine dritte Lage sind Leitungs- und Straßenbaustellen in den Vier- und Marschlanden. Dort stehen Bagger, Rüttelplatten und Rohrstapel tagelang an Deichstraßen, weit weg von jedem Wohnhaus. Für solche Stellen genügen meist Kontrollen zu wechselnden Zeiten in der Nacht, bei denen die Streife Geräte, Tankdeckel und Absperrungen prüft und offene Gräben auf intakte Sicherung kontrolliert. Wer mehrere kleine Baustellen im Bezirk gleichzeitig betreibt, kann sie in einer gemeinsamen Runde zusammenfassen lassen und erhält dafür einen Bericht, der alle Stellen nebeneinander zeigt.
Bewachungsformen, die wir anbieten
Je nach Größe und Bauphase setzen wir unterschiedliche Formen ein, oft auch kombiniert:
- Fester Posten an der Zufahrt mit Kontrolle von Fahrzeugen, Personal und Nachunternehmern während der Arbeitszeit
- Nachtwache vor Ort von Feierabend bis Arbeitsbeginn, mit Rundgängen am Zaun und an Containern
- Mobile Streife mit mehreren Kontrollen je Nacht für kleinere Baufelder
- Wochenend- und Feiertagsbewachung, wenn die Baustelle ruht
- Alarmverfolgung, wenn auf der Baustelle Kameras oder Melder installiert sind
Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit und Prüfpunkt erfasst, Auffälligkeiten mit Foto belegt. Die Bauleitung bekommt die Meldungen sofort oder als Tagesbericht.
Planung und Ansprechpartner
Hamburg ist für uns tägliches Einsatzgebiet, die Einsatzplanung erfolgt aus Neumünster. Für jede Baustelle gibt es einen festen Ansprechpartner, der Änderungen im Bauablauf aufnimmt und die Besetzung anpasst, wenn ein neuer Abschnitt beginnt. Unser Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, die Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr zu unserem Leistungsbild finden Sie unter Baustellenbewachung, den Überblick für die ganze Stadt unter Baustellenbewachung in Hamburg. Alle Dienste im Bezirk stehen unter Sicherheitsdienst Hamburg-Bergedorf.
Kosten nach Bauphase
Wir kalkulieren Baustellenbewachung mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Im Rohbau, wenn viel Material offen liegt, ist meist eine Nachtwache sinnvoll, im Ausbau mit verschlossenen Räumen reicht oft eine Streife mit wenigen Kontrollen. Den Ausschlag geben also Bauphase, Zahl der Nacht- und Wochenendstunden, Größe des Geländes und die Frage, ob ein Posten auch tagsüber an der Zufahrt steht. Wir passen das Angebot an, wenn der Bauablauf sich ändert, statt eine Besetzung über die ganze Bauzeit festzuschreiben.


